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Eher die Ausnahme: Der Eigentümer des „Heroldhaus“ am Eingang des Haines hat die Stadt Bamberg verklagt. Diese scheint aber an ihren Vorstellungen festhalten zu wollen.

Auch gegen die WeBZet ist ein Klageverfahren anhängig

Namens der Eigentümerin des Heroldhauses, der EM Immobilien GmbH & Co.KG, wurde in dieser Sache auch gegen Teile der Berichterstattung der WeBZet Klage eingereicht. Da dieses Verfahren noch anhängig ist, orientiert sich dieser Vorbericht streng an den Ausführungen des Stadtplanungsamtes für die heutige Sitzung (3.5.17) des städt. Bausenats.
In Auszügen:
»Das Bamberger Haingebiet weist ... eine hohe städtebaulich-architektonische Qualität und einen eigenständigen Charakter auf. Dies gilt es zu schützen und behutsam und maßvoll weiter zu entwickeln.
Vor diesem Hintergrund wurde in den Jahren 2011 bis 2013 für das Haingebiet eine städtebaulich-denkmalpflegerische Rahmenplanung erarbeitet, deren Leitlinien laut Beschluss des Bau- und Werksenates vom 3.7.2013 der weiteren baulichen Entwicklung im Haingebiet zu Grunde zu legen sind.
Mit dem vorliegenden Bebauungsplankonzept (Nr. 124 F) sollen die Ziele des Rahmenplans für das Haingebiet innerhalb des Geltungsbereichs planungsrechtlich gesichert werden.
Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde im Bausenat am 6.12.2016 gefasst und eine Veränderungssperre für das Quartier zwischen Amalienstraße, Herzog-Max-Straße, Ottostraße und Schützenstraße erlassen

Auch Ferienwohnungen nicht zulässig

»Eine Ausnahme in Geschossigkeit und Bauweise bildet das 1972 errichtete, siebengeschossige Scheibenhochhaus der ehemaligen Versicherungsgesellschaft „Deutscher-Herold“. ... Das überdimensionierte Scheibenhochhaus Schützenstraße 23 wird konkret als Missstand benannt, der das städtebauliche Gefüge empfindlich stört. Empfohlen wird, durch einen straßenständigen Neubau zwischen den Häusern Ottostraße Nr. 9 und Nr. 15 das Straßenbild zu reparieren und das Hochhaus im Rückbereich auf ein „stadtbild- und denkmalverträgliches Maß“ zurück zu bauen.
„Als weitere Maßnahme sollte eine Verbesserung der Grünausstattung auf diversen Privatgrundstücken (...) durch Reduzierung der Kfz-Stellflächen und Verkehrsflächen angestrebt werden.“ Als mögliches Potenzial wird eine bauliche Verdichtung im Bereich der Grundstücke Schützenstraße 19 und 21 genannt, wobei die Stellplätze dann möglichst in Tiefgaragen unter der Bebauung angeordnet werden sollen. ...
Um den Charakter eines ruhigen Wohnquartiers nicht zu beeinträchtigen, werden die gemäß § 4 Abs. 3 BauNVO ausnahmsweise zulässigen Nutzungen – Betriebe des Beherbergungsgewerbes, Gartenbaubetriebe und Tankstellen nicht Bestandteil des Bebauungsplanes. Aufgrund der angespannten Wohnungssituation in Bamberg sind auch Ferienwohnungen nicht zulässig. Hiermit soll das Plangebiet in seiner Funktion als Wohngebiet gestärkt und entsprechend fortentwickelt werden.
Zu Sicherung der planerischen Ziele war im Bau- und Werksenat bereits am 6.12.2016 ... der Beschluss über eine Veränderungssperre gefasst. Die Veränderungssperre trat am 23.12.2016 in Kraft und gilt zunächst für eine Dauer von zwei Jahren.«

> Der komplette Vortrag des Planungsamtes für die Sitzung des Bausenats ist (ausnahmsweise) hier im PDF-Format aufrufbar.

Hinweis: Der angestrengte Rechtsstreit gegen Teile der Berichterstattung der WeBZet wurde mittlerweile durch einen Vergleich gütlich beigelegt.
3.5.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

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