Auf einen guten Tag

                                    

In den großen Krisen des Lebens muss man immer zuerst wagen; dann kommt das Können und zuletzt das Sehen, dass es das Richtige war.
Carl Hilty (1833-1909) Schweizer Staatsrechtler


 

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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 

A 14

Den hob i dä aana aigschänggd, di woä gsässn.

aischänggn  = wörtl. einschenken, verabreichen

Dem habe ich eine verabreicht, die hat gesessen.

 

Mä däfäd schiä a weng aischüän.

aischüän = wörtl. einschüren, einheizen 

Man dürfte direkt ein bisschen einheizen.

 

Bai den sain Voädrooch wär i bal aigschloofm, wenn mai Fraa mi ned immä widdä nai di Seidn kaud hädd.

aischloofm = wörtl. einschlafen 

Bei seinem Vortrag wäre ich bald eingeschlafen, wenn mich meine Frau nicht immer wieder in die Seite gestoßen hätte.

 

Däs kosd dä airooma.

airooma = wörtl. einrahmen; hier: merken
Das kannst du dir merken.

Di höd mi dä aigsaafd!

aisaafm = wörtl. einseifen; hier: eingeredet
Die hat auf mich eingeredet.

 

Des Röggla du i a weng aisaama.
aisaama = wörtl. einsäumen

Das Röckchen werde ich ein wenig einsäumen.(taugt noch)

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Entscheidung getroffen. Im „Quartier an den Stadtmauern“ im Herzen Bambergs wird neben anderen Einzeldenkmälern auch eine Mikwe aus dem Spätmittelalter sichtbar bleiben.

Jüdisches Erbe wird sichtbar

Die Sparkasse Bamberg erstellt derzeit das „Quartier an den Stadtmauern“. Auf dem Areal befinden sich neben Stadtmauerresten und weiteren Einzeldenkmälern ein barockes Haus aus dem 18. Jahrhundert sowie eine Mikwe (= rituelles Tauchbad) aus dem Spätmittelalter, von der bislang der Treppenabgang freigelegt wurde. Das dazugehörende Tauchbecken wird noch im Untergrund vermutet. > Bild l.
Bei den Denkmälern handelt es sich um sehr wertvolle Zeugen der jüdischen Geschichte sowie der Bamberger Stadtgeschichte. Das äußerlich wohlhabend gestaltete Haus ist ein erhaltenes Zeugnis der Lebenswelt der Bamberger jüdischen, gewerbetreibenden Bevölkerung des 18.-20. Jahrhunderts. Die Mikwe, bestehend aus Treppenabgang und Tauchbecken, wurde bis zur Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus der Innenstadt im 15. Jahrhundert genutzt.
Baulich sind die Denkmäler stark ineinander verflochten, was insbesondere die dringend erforderlichen Gründungs- und Stabilisierungsmaßnahmen für das Haus außerordentlich erschwert. Gleichzeitig würde eine weitere Ergrabung des Tauchbeckens enorme Eingriffe in den Treppenabgang nötig machen, ihn dabei teilweise sogar zerstören.

 »Schonende Sanierung«

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Stephan Kirchner stellte gestern Pläne für eine »schonende Sanierung« vor. Ein Teil der Mikwe wird als "Dokumentationszentrum" für die Öffentlichkeit zugänglich sein. »Unsere Prämisse war, dass zwei Einzeldenkmäler gleichermaßen in ihrer hohen Wertigkeit zu sehen sind und entsprechend unversehrt erhalten werden müssen«, erklärte Kirchner. Das nun erarbeitete, und letzte Woche final mit der Israelitischen Kultusgemeinde sowie dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmte Konzept, erfüllt diese Anforderungen in jeder Hinsicht.
Die Sparkasse übernimmt die Sicherung bzw. Sanierung der Denkmäler und initiiert die notwendigen Maßnahmen zur Erlebbarmachung des Treppenabgangs. Darüber hinaus stellt die Sparkasse die Räumlichkeiten zur öffentlichen Präsentation dauerhaft zur Verfügung.

Das letzte Wort wird freilich der Verwaltungsrat der Sparkasse haben, dort wird man sich sicher auch für die Kosten der Sanierungsmaßnahme und insbesondere der durch die öffentliche Präsentation möglichen Folgekosten interessieren. Einem positiven Beschluss dürfte das aber nicht entgegenstehen.
16.11.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+7 #1 Peter MKo 2017-11-16 18:53
In dem Ankündigungsartikel der WebZet am 6.7.17 stand zu lesen, daß der Punkt kurzfristig von Tagesordnung abgesetzt worden ist. "Er soll in der nächsten Bausenatssitzung aufgerufen werden." Jetzt ist aber offensichtlich schon eine Entscheidung getroffen worden. Wozu dann noch der Bausenat/Stadtrat? Lassen sich da manche zu leicht verarschen?

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