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Eä is ka aimfochä Mänsch.
aimfoch = wörtl. einfach (leicht zu nehmender Mensch)
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Braugsd di goä ned aimüschn!
aimüschn = wörtl. einmischen
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Dän sai Kuni is ja so wos vo aing, däs gibds goä ned.
aing = wörtl. eigen (eigenes, besonderes Verhalten)
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Äs is ned di Wäld aiganga.
aiganga = wörtl. eingegangen, z.B. bei einer Sammlung
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Däs is mai Aimfoäd, doo hod si kannä hiidsäschdälln!
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Das Bürgerbegehren „Alle Bahn im Tunnelbau“ läuft immer noch. Mehr als 5000 Menschen sollen schon unterschrieben haben. Wohl nicht alle sind Bamberger. Kritik zur Sache.

Der Verkehrsclub Deutschland hat sich die Mühe gemacht

Selbst erlebt: Zwei Frauen (hätten auch Männer sein können) unterschreiben in einer Bäckerfiliale das Bürgerbegehren von Norbert Tscherner „Verlegung aller Gleise plus Bahnhof unter die Erde“. Warum nicht? Aber: Kurzer Wortwechsel, weder gelesen noch Informationen ausgetauscht.
Umso mehr scheint sich mit dem Sachverhalt die Ortsgruppe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) auseinandergesetzt zu haben. In einer Pressemitteilung wird nachdrücklich Stellung genommen – „gegen das Bürgerbegehren N. Tscherner“. Die WeBZet gibt einen Teil der PM wieder.
Das Bürgerbegehren befasst sich mit einem „Neubau Güterbahnhof, Eingrabung des Bahnhofs, Tunnel“. (…)
„Für den Güterbahnhof ist die Regnitz-/Mainaue zwischen B 26, A 70 und Regnitz ausgesucht. Doch für das gesamte Gebiet gilt ein striktes Bauverbot. Mit gutem Grund: Es wird als Hochwasserrückhaltegebiet gebraucht. Durch Bebauung würden Bischberg, Viereth, Trunstadt, ... unmittelbar in Gefahr gebracht. Hat N. Tscherner die Bürger mainabwärts gefragt, ob sie das wollen?“ (…)
„Die Unterschriftenliste lockt mit ´Bahnhof zukünftige Parkanlage´. Was nicht da steht: Zum Bahnhof gehören die 7 oder 8 Bahnsteige, die Rangier- und Nebengleise, das ganze Weichenfeld. Von der Strickerstraße bis zur Memmelsdorfer müsste ausgebaggert werden: mehr als einen Kilometer lang, bis 100 Meter breit, mehr als 10 Meter tief. Bombastisch.“

Im Bahnhofsbereich müsste es einen riesigen Hallenbau geben

„Alle 4 Gleise“ sollen „im Tunnelbau verlegt“ werden. Doch es geht nicht nur um 4 Gleise, und im Bahnhofsbereich gibt’s keinen Tunnel, sondern einen riesigen Hallenbau. (…)
Von 10 Meter Tiefe ist die Rede. Da würde, aus technischen und geologischen Gründen, in offener Bauweise gebaut. Also müsste die Baugrube durch Spundwände oder Bohrpfahlwände gefasst werden. Kilometerlang würden die Stahlträger in den Boden gerammt oder gebohrt, eng an der Bebauung. (…)
Der ganze Streckenverlauf liegt im Bereich starker Grundwasserströme. Tunnel, Tiefhalle und Rampe wären eine kilometerlange Barriere für das Wasser, mit großem Aufwand für aufwändige technische Anlagen.
„`Keine 4 Unterführungen´ sind in Aussicht gestellt. Richtig: Bei offener Bauweise könnten die Unterführungen nicht eine nach der anderen, sie müssten alle gleichzeitig gesperrt werden. Dann wären alle 4 Unterführungen wirklich weg, ohne Ersatz – für viele Jahre.“ (…)
„Der Stadtverkehr würde massiv gestört, der Bahnverkehr würde massiv gestört, die Anwohner würden massiv gestört. Über 15 oder 20 Jahre.
Muss man sich über die Baukosten überhaupt noch unterhalten? Auch diese Kosten kann man sich sparen.“
08.11.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+11 #4 R. Pfaff 2017-11-09 18:39
Zur Erinnerung - es war der VCD Bamberg, der Sturm lief gegen eine wie auch immer geartete Ostumfahrung, aufgrund des horrenden Flächenverbrauchs im Hauptsmoorwald.
Wie man inzwischen weiß, wäre es zu dem von ihm dramatisch beschworenen Flächenfraß aber gar nicht gekommen. Mit Verlaub - Ich habe meine Zweifel an dieser Expertise.
So utopisch Herrn Tscherners Vorhaben klingen mag, andernorts wurde so etwas bereits erfolgreich verwirklicht. In Städten ähnlicher Größe und mit einer ähnlichen Konstellation, wie in Bamberg. Einfach mal in Google den Begriff "Tunnelbahnhof" eingeben oder Stationshal Delft.
Meiner Meinung nach ist die Idee von Herrn Tscherner nicht schlecht, sie kommt nur zu spät, denn die große "konzeptionelle" Diskussion ist weitgehend abgeschlossen.
Der Vorschlag von Herrn Tscherner wird zum Kristallisationspunkt und macht sichtbar, wie mutlos und uninspiriert der Prozess bisher war. In den fast 30 Jahren, die das Projekt nunmehr andauert, hat es kaum jemand in Bamberg geschafft weiterzublicken und die lähmenden Paradigmen zu überwinden.
Welch großartige Chance wäre es den lärmenden Güterverkehr aus der Stadt zu verbannen, Raum für Wohnungsbau zu gewinnen und obendrein auch noch die Trennung der Stadt zu überwinden?
Gerade Anbetracht der auf Erdnussgröße geschrumpften Konversion, einem prekären Wohnungsmarkt mit stetig steigenden Preisen und schwindenden Bauflächen, müsste dieser Aspekt ganz anders betrachtet werden.
Müsste. Eigentlich ...
+8 #3 brunzerla 2017-11-08 20:15
Tscherner kann Holzstege bauen, von Tunneln sollte er die Finger lassen.
Ich arbeite ja selbst bei "Die Bahn", woran ich allerdings immer denken muß ist, daß in Holland die Lärmschutzwände nur ca. 1,50 m hoch sind, also bis an den Wagenkasten (die Radsätze sieht man nicht) reichen und von innen mit Gummiprofilen beklebt sind. Wenn da ein ICE der DB vorbeifährt, oder auch ein Güterzug, dann hört man fast nichts. Warum geht sowas nicht in D, hat da vielleicht die Metall-und Betonbaulobby ihre Finger im Spiel?
+1 #2 Mc Fly 2017-11-08 12:44
Danke für diese objektive Berichterstattung!
Tunnel hört sich im ersten Moment schön an aber auch hier gilt: Quidquid agis, prudenter agas et respice finem!
+1 #1 ThoMü 2017-11-08 12:40
Lasst doch den Quatsch mit dem Tscherner - Tunnel.

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