Auf einen guten Tag

                                    

In den großen Krisen des Lebens muss man immer zuerst wagen; dann kommt das Können und zuletzt das Sehen, dass es das Richtige war.
Carl Hilty (1833-1909) Schweizer Staatsrechtler


 

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Bamberchä Deutsch

 

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A 14

Den hob i dä aana aigschänggd, di woä gsässn.

aischänggn  = wörtl. einschenken, verabreichen

Dem habe ich eine verabreicht, die hat gesessen.

 

Mä däfäd schiä a weng aischüän.

aischüän = wörtl. einschüren, einheizen 

Man dürfte direkt ein bisschen einheizen.

 

Bai den sain Voädrooch wär i bal aigschloofm, wenn mai Fraa mi ned immä widdä nai di Seidn kaud hädd.

aischloofm = wörtl. einschlafen 

Bei seinem Vortrag wäre ich bald eingeschlafen, wenn mich meine Frau nicht immer wieder in die Seite gestoßen hätte.

 

Däs kosd dä airooma.

airooma = wörtl. einrahmen; hier: merken
Das kannst du dir merken.

Di höd mi dä aigsaafd!

aisaafm = wörtl. einseifen; hier: eingeredet
Die hat auf mich eingeredet.

 

Des Röggla du i a weng aisaama.
aisaama = wörtl. einsäumen

Das Röckchen werde ich ein wenig einsäumen.(taugt noch)

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Sie sind "neu" in Bamberg? Dann wird Sie es überraschen und vielleicht auch verwundern: Am 1. November ist Allerheiligen - In Bayern ein sog. stiller Feiertag. Und da gilt Tanzverbot.

Andere Bundesländer, andere Sitten

Allerheiligen ist in Bayern auch 2017 wieder ein stiller Feiertag. Am 1. November gedenken die Christen traditionell aller Heiligen der Kirche, auch derer, die sich keinen großen Namen gemacht haben. Von der Kirche wurde der Tag erstmals im 8. Jahrhundert begangen.
Heutzutage besuchen viele Menschen am 1. November und am darauffolgenden Tag Allerseelen die Gräber ihrer Verwandten. Sie kommen dazu oft von weit her. Allerseelen ist in der katholischen Kirche der Gedenktag für alle Verstorbenen. Weit verbreitet ist dabei der Brauch, an diesen Tagen die Gräber mit Lichtern zu schmücken.
Das Hochfest Allerheiligen am 1. November ist also ein sog. "stiller Feiertag", an dem in Bayern keine Tanzveranstaltungen stattfinden dürfen und Veranstaltungen allgemein eher von ernstem Charakter sein sollen.
Das Tanzverbot führt dabei durchaus zu gewissen Konflikten. Denn in den vergangenen Jahren ist es zunehmend in Mode gekommen, am 31. Oktober - eigentlich der Reformationstag - Halloween zu feiern. Die wilden Gruselpartys haben in Bayern wegen des Tanzverbots an Allerheiligen ein genau definiertes Ende. Punkt 2 Uhr muss mit dem Spektakel nämlich Schluss sein.

Gedenken im „stillen Kämmerlein“?

Neuerdings gibt es Immer wieder Diskussionen, ob Tanzverbote in der heutigen Zeit noch angemessen sind. Befürworter sind der Meinung, dass die Stillen Tage zu unserer Kultur gehören, weil unser Land über viele Jahrhunderte christlich geprägt worden ist. Stille oder Abstinenz von Vergnügen sei ein besonderer Ausdruck von Trauer, die man seinen Vorfahren und Angehörigen schuldig sei. Besonders religiösen Menschen müsse man die stille Trauerfeier ebenso zugestehen, wie man andererseits das ausgelassene Feiern etwa 3könnten, wenn sie es ruhig haben möchten. Nichtreligiösen oder nichtchristlichen Menschen sollte man aber die Freude per Gesetz nicht verbieten.
Jedenfalls gibt es bis heute in jedem Bundesland stille Feiertage und damit Tanzverbote.

Tanzverbot bedeutet mittlerweile zwar nicht, dass Clubs oder Diskotheken auch um 2 Uhr schließen müssten. Die Lokale können durchaus länger geöffnet bleiben. Die Betreiber müssen jedoch sicherstellen, dass nicht getanzt wird und dass die Musik nicht zu laut und zu fröhlich ist. Sollten sich Nachbarn beschweren und die Polizei auf den Plan rufen, kann ein Bußgeld fällig werden.
Neben Allerheiligen gibt es noch weitere stille Feiertage in Bayern: Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Volkstrauertag, Totensonntag, Buß- und Bettag, Heiliger Abend.
Nur in den überwiegend katholisch geprägten Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag.
29.10.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

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