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Eä is ka aimfochä Mänsch.
aimfoch = wörtl. einfach (leicht zu nehmender Mensch)
Er ist kein einfacher Mensch.

 

Braugsd di goä ned aimüschn!
aimüschn = wörtl. einmischen
Du brauchst dich gar nicht einzumischen!

 

Dän sai Kuni is ja so wos vo aing, däs gibds goä ned.
aing = wörtl. eigen (eigenes, besonderes Verhalten)
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Äs is ned di Wäld aiganga.
aiganga = wörtl. eingegangen, z.B. bei einer Sammlung
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Hosd wos dsän Aileeng nain Glinglboidl?
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Däs is mai Aimfoäd, doo hod si kannä hiidsäschdälln!
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Das Erscheinungsbild des Platzes vor dem ehem. Postgebäude gegenüber dem Bahnhof soll besser werden. Die Stadt hat deshalb „ein Verweilen bei gleichzeitigem Alkoholgenuss“ verboten.

Passanten werden angepöbelt angebettelt

Bereits seit mehreren Jahren häufen sich die Klagen. Besonders aus der Sicht des Landkreises befindet sich der Vorplatz gestalterisch in einen sehr unattraktiven Zustand und sollte als Visitenkarte am Eingang zur Stadt für Bahnreisende dringend verbessert werden. Der Platz sei ein Flickwerk aus verschiedenen Platten, Pflastern, Asphalt etc. Beklagt wird zudem, „dass überproportional Fahrräder dort abgestellt werden, die augenscheinlich nicht der Laufkundschaft der dortigen Geschäfte zuzuordnen sind sondern vielmehr Bahnpendlern gehören“. Weiter: „Als besonders belastend werden jedoch die teilweise stark alkoholisierten Personen empfunden, die anschließend in den Grünflächen schlafen, urinieren, Laufkundschaft und Passanten anpöbeln und diese anbetteln bzw. belästigen.“
Aufgrund dessen hat das Gebäudemanagement des Landkreises Bamberg GmbH bereits Maßnahmen ergriffen: „Nachdem dieser Personenkreis sich auch unberechtigterweise in dem Postgebäude aufhielt und dort teilweise nächtigte wurde ein Sicherheitsdienst mit der Bestreifung des Gebäudes beauftragt“ wie es im Amtsdeutsch heißt.
Als weiteren Ansatzpunkt, um hier eine Verbesserung der Situation zu erreichen, ist nunmehr der Wunsch gegenüber der Stadt Bamberg erhoben worden, dort den Alkoholkonsum außerhalb zugelassener Freischankflächen zu verbieten.
Der Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am 28.11.17 damit beschäftigt und mehrheitlich das gewünschte Verbot in die Sondernutzungssatzung der Stadt aufgenommen.

Verdrängt und unsichtbar gemacht

In diversen Stellungnahmen „begrüßt die Polizeiinspektion Bamberg-Stadt ein Alkoholverbot auf dem Vorplatz des Postgebäudes ausdrücklich“. Man gehe davon aus, dass durch das Alkoholverbot die Schwelle zu Gewalt- und Eskalationsdelikten gemindert wird. So wie das auch bei anderen Brennpunkten geschehen sei.
Als mögliche Maßnahmen sieht die Polizei, dass der Platz im Rahmen der Streife, aber auch nach konkreten Mitteilungen überwacht wird. "Neben Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, die erfahrungsgemäß von Ihrer Bußgeldstelle mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden, sprechen wir Platzverweise gegen diese Personen vor Ort aus", teilt die Polizei mit.  
Im Stadtrat sprachen sich CSU und Bamberger Allianz (BA) eindeutig für die Verbotsregelung aus. Die SPD möchte zudem ein Konzept erarbeiten lassen, wie den Ursachen für dieses Fehlverhalten entgegengewirkt werden kann.
Namens der GAL-Fraktion kritisierte Ralf Dischinger das bloße Verbotskonzept. Es gehe hier nicht um Alkohol, sondern um die Beurteilung von Verhalten im sozialen Kontext. An anderen Orten werde alkoholbedingtes Fehlverhalten oft akzeptiert, z. B. bei der Sandkerwa oder bei diversen Events des Stadtmarketings. Das genannte Fehlverhalten sei für Einschränkungen nicht ausreichend, argumentierte Dischinger: »Zudem werden die Menschen lediglich verdrängt und an weniger sichtbare Stellen verschoben.«
Gegen die Stimmen der GAL wurde das Alkoholverbot beschlossen.
2.12.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+18 #2 Bürger dieser Stadt 2017-12-02 20:35
Mich überzeugt das auch nicht. Das bauliche Erscheinungsbild ist nicht toll. Und alkoholisiert wirkende Menschen gibt es dort freilich. Das ist ein Aufenthaltsraum für diese Menschen. Aber Pöbeleien oder aggressives Anbetteln sind mir dort seitens dieser Personengruppe nicht aufgefallen oder zu Ohren gekommen. Mit bloßen Verboten erreicht man nur eine räumliche Verlagerung des Problems, bekämpft aber keine Ursachen.
Und es stimmt: Wenn man ein derartiges Alkoholverbot ausspricht, muß man das konsequenterweise auch bei Bamberg zaubert und bei der Sandkerwa tun. Aber hoppla, hier geht es ja um "Traditionen" und wohl auch schlicht um Geld.
+22 #1 Annalena 2017-12-02 20:01
Ich laufe ständig über diesen Platz. Dabei sehe die Menschen, die vermutlich keine Arbeit und vielleicht auch keinen Wohnsitz haben. Ich muss hier mal ganz deutlich sagen: ich bin hier noch nie (nie!) von irgendjemandem angepöbelt worden. Auch nicht angebettelt.
Diese Leute zu verdrängen ist für die Stadt viel einfacher und viel kostengünstiger - als ihnen zu helfen und sie zu unterstützen.

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