Auf einen guten Tag

                                    

In den großen Krisen des Lebens muss man immer zuerst wagen; dann kommt das Können und zuletzt das Sehen, dass es das Richtige war.
Carl Hilty (1833-1909) Schweizer Staatsrechtler


 

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Defibrillatoren-Standorte 

 
Weitere Hilfe:
Telefonseelsorge: 0800/1110111 und 1110222
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Hospizverein Bamberg: 0951/955070
Weißer Ring Bamberg: 0151/55164640

 

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 

A 14

Den hob i dä aana aigschänggd, di woä gsässn.

aischänggn  = wörtl. einschenken, verabreichen

Dem habe ich eine verabreicht, die hat gesessen.

 

Mä däfäd schiä a weng aischüän.

aischüän = wörtl. einschüren, einheizen 

Man dürfte direkt ein bisschen einheizen.

 

Bai den sain Voädrooch wär i bal aigschloofm, wenn mai Fraa mi ned immä widdä nai di Seidn kaud hädd.

aischloofm = wörtl. einschlafen 

Bei seinem Vortrag wäre ich bald eingeschlafen, wenn mich meine Frau nicht immer wieder in die Seite gestoßen hätte.

 

Däs kosd dä airooma.

airooma = wörtl. einrahmen; hier: merken
Das kannst du dir merken.

Di höd mi dä aigsaafd!

aisaafm = wörtl. einseifen; hier: eingeredet
Die hat auf mich eingeredet.

 

Des Röggla du i a weng aisaama.
aisaama = wörtl. einsäumen

Das Röckchen werde ich ein wenig einsäumen.(taugt noch)

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Eine milde Strafe? Gegen den wegen Vergewaltigung angeklagten Bamberger Chefarzt ist eine Geldstrafe in Höhe von 14.400 € verhängt worden. Ein minder schwerer Fall, so das Gericht.

Nach dem alten Recht nicht strafbar

Der Prozess gegen den Bamberger Mediziner war einer der ersten bundesweit, in dem das vor etwa einem Jahr neu gefasste Sexualstrafrecht angewendet worden war. Der Vorsitzende Richter machte bei der Urteilsverkündung deutlich, dass die dem Chefarzt vorgeworfene Tat nach dem alten Recht nicht strafbar gewesen wäre.
Der Staatsanwalt hatte den Arzt wegen Vergewaltigung angeklagt, diesen Vorwurf aber nicht aufrechterhalten. Er hielt jedoch eine sexuelle Nötigung für erwiesen und plädierte für eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung. Ausschlaggebend dürfte die Aussage der Hauptbelastungszeugin gewesen sein. Sie versicherte glaubhaft, dass sie in der bewussten Situation im Dezember 2016 ein deutliches Nein zu verstehen gegeben habe. Der 48-jährige habe sich trotzdem über ihren Willen hinweggesetzt und dabei die Position als Vorgesetzter bewusst für die Befriedigung sexueller Bedürfnisse ausgenutzt. Es sei zu oralem Verkehr gekommen.

Sich moralisch schuldig gemacht

Der so erzwungene Oralverkehr sei aber sehr kurz gewesen. Staatsanwalt und Gericht sahen deshalb mildernde Umstände für den Angeklagten. Auch sei dessen
Hemmschwelle herabgesetzt gewesen, weil es zuvor mehrmals sexuelle Kontakte gegeben hatte.
Der Verteidiger des Arztes hatte auf Freispruch plädiert. Der Arzt habe weder Druck ausgeübt noch Machtmissbrauch betrieben. Aus den Angaben anderer Frauen gehe klar hervor, dass der Mediziner ein Nein stets akzeptiert habe. Der Chefarzt selbst hatte zuvor eingeräumt, moralische Schuld auf sich gezogen zu haben. Er habe aber nie Druck ausgeübt und sich deshalb strafrechtlich nicht schuldig gemacht. Die Verteidigung will in Revision gehen.
9.12.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter webzet@bnv-bamberg.de erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+9 #4 supi 2017-12-10 19:36
na sagen wir mal so, es riecht und es riecht auch sehr nach intrige, vor allem ein aspekt ist gar überhaupt nicht thematisiert und untersucht worden,denn welche rolle spielte die sozialstiftung mirt ihrem vorstand in der ganzen sache nachdem der chefarzt schon früher seine kündigung mitgeteilt hatte
0 #3 Baba Yaga 2017-12-10 12:54
Diese “PR-Offensive“ im Vorfeld hätten er und seine Familie mal besser gelassen.
+14 #2 Heiner 2017-12-10 12:42
Wenn es vorher für beide Seiten ok gewesen ist, dann nicht mehr, aus welchen Grude auch immer. So mach ich mir doch Gedanken, dass die "Schwester" dachte sie wird Frau Doktor. Muss nicht sein aber könnte.
+14 #1 hollermöffel 2017-12-10 01:00
riecht nach einem Exempel. Anwendung neues Strafrecht. Ausgerechnet in einem Fall, der möglicherweise durch Mobbing ausgelöst wurde. Dieser Chefarzt war in der bisherigen Historie aller Skandale, vielleicht ein Opfer. Brisant, weil bis Anfang 2017, dieser eine renommierte Initialkraft in der Palliativ Medizin war, die Stütze des Hospitzvereins. Ist das jetzt ein Grund, jemanden gesellschaftlich zu ruinieren, in Untersuchungshaft zu nehmen? Der bekannte Stress unseres Pflegepersonals, der "Wettbewerb", das Arbeits-Klima in den Krankenhäusern führt zu solchen Auswirkungen.... das kann man in der Uni lernen:).

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