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170324Vier Schulen BergJede Menge Zündstoff. Wenn Schulsprengel verändert werden sollen, dann schlägt das oft hohe Wellen. Der Schulsenat tritt morgen zu einer Sondersitzung zusammen.

Den Betrieb der bestehenden Schulgebäude sicherstellen

Eigentlich ist die Zuteilung der Schule für die Grundschüler kein Wunschkonzert. Die Sprengel sind festgelegt und das hat seinen Sinn. Wenn es in manchen Bereichen Bambergs mittlerweile anders ist, dann liegt das daran, dass im Laufe der Jahre in der Regel die Schülerzahlen kräftig gesunken sind. Nun hat die Stadt Bamberg als Schulaufwandsträger dafür zu sorgen, dass die vorhandenen Räumlichkeiten in den bestehenden Schulgebäuden möglichst optimal ausgelastet werden. Das ist in den vergangenen Jahrzehnten bisweilen sehr trickreich gelungen, jetzt scheint das aber nicht mehr zu funktionieren.
Das städt. Schulreferat hat sich jetzt an die Aufgabe gewagt, (zunächst?) im Berggebiet die Schulsprengel zu verändern. Die Schülerverteilung zwischen der Kaulbergschule (> Bild r.) und ihrer Zweigschule in Bug sowie der Domschule und deren Dependance in Wildensorg soll neu geordnet werden. Ziel soll sein, den Betrieb der bestehenden Schulgebäude sicherzustellen.

Bug und in Wildensorg als Außenstellen der Kaulbergschule?

Die Stadtverwaltung hat bereits einmal den Versuch unternommen, im Schulsenat des Stadtrates eine Entscheidung herbeizuführen. Im Bericht zu der Senatssitzung im März d.J. heißt es dazu: „Nach den vorliegenden Schülerzahlprognosen zeichnet sich für die Domschule eine Entwicklung ab, die dazu führen würde, dass erstmals im Schuljahr 2018/2019 nur eine Eingangsklasse gebildet werden kann. Im Schuljahr 2021/2022 gäbe es nach der Prognose nur noch insgesamt 5 Klassen an der Domschule. Diese Entwicklungen sorgen für eine äußerst ungewisse Zukunft der Außenstelle Wildensorg. Gleichzeitig sind die Klassenstärken an der Kaulbergschule, deren Sprengel unmittelbar an den Sprengel der Domschule angrenzt, sehr hoch. Eine Möglichkeit zur Stabilisierung der Domschule mit der Außenstelle Wildensorg und zur Entlastung der Kaulbergschule liegt in der Anpassung der Schulsprengel.“
Morgen (17.5.17) geht die Stadtverwaltung mit einer ähnlichen Argumentation in eine Sondersitzung des Schulsenats, um vielleicht diesmal die notwendige Zustimmung zu erhalten. Aufgrund der Einsprüche von Bürgervereinen, Elternbeiräte und Einzeleltern hat die Verwaltung zudem eine neue Variante eingebracht. Demnach soll auch „die Zuordnung des Schulstandorts Wildensorg zur Kaulbergschule geprüft werden. Hierfür wären die Sprengelgrenzen für den Stadtteil Wildensorg so zu ändern, dass der Stadtteil der Kaulbergschule zugeordnet werden würde. Das hieße, dass die Kaulbergschule dann neben dem Hauptgebäude am Schulplatz zwei Außenstellen in Bug und in Wildensorg hätte und die Domschule nur noch am Hauptstandort betrieben würde.“ > Planskizze r.
Auf der Basis der Stadtratsentscheidung trifft dann die Regierung von Oberfranken die endgültige Entscheidung über eine Sprengeländerung.
16.5.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+10 #1 mireille 2017-05-17 08:26
Ich kann das Dilemma zwar nachvollziehen aber für mich als Mutter ist diese Sprengel Geschichte eine üble Sache. Wohnort und finanzielle Verhältnisse der Eltern bestimmen über die weitere Zukunft des Kindes. Kann man sich die teure Miete in den begehrten Wohn/Sprengelgebieten nicht leisten, hat das Kind einen schlechteren Start ins Leben.Punkt!!Vielleicht sollte man sich eher einmal Gedanken machen, warum manche Schulen so begehrt und manche so verpönt sind! Genau da liegt nämlich der Hase im Pfeffer.

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