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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 

A 8

Hosd di a weng aigschdabd?
aigschdabd  = wörtl. eingestaubt
Hast du dich ein bisschen schmutzig gemacht?
 
Di hom si gands schöö bai uns aigwadiäd.
aigwadiän = wörtl. einquartieren
Die haben sich bei uns ganz schön breitgemacht.
 
Dä Schbrooch nooch is ä aa ka Aihaimischä.
Aihaimischä = wörtl. Einheimischer
Der Sprache nach ist er kein Einheimischer.
 
A Risiggo aigee.
aigee = wörtl eingehen, absterben, begreifen
Ein Risiko eingehen.
Di Wäsch is aiganga.
Die Wäsche ist eingegangen.Doo geesd ja ai voä Hids.
Da geht man ja ein vor Hitze.
Doo bi i dä aiganga.
Da bin ich aber eingegangen.
Des will na ned aigee.
Das will er nicht begreifen.
 

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Draußen vor der Tür. Ein neues Erlebnis für Stadtrat W.. In seinen 36 Dienstjahren hatte er noch nicht erlebt, dass ein Stadtratsmitglied draußen vor der Tür warten musste, bis das Kollegium tribunalis drinnen entschieden hat – über ihn. Wegen Geheimnisverrat.

Wenn die Stadträte das nicht merken…

Sie erinnern sich, der berüchtigte Stadtrat W. hatte vor einem halben Jahr ausgeplaudert, dass die Stadt Bamberg vier Amtsleiter in die Spitzenbesoldung A 16 befördert hat > vgl. WeBZet v. 7.4.14. Ungewöhnlich – diese Beförderungen. Nicht ungewöhnlich, dass es nicht öffentlich geschah. Nein, nicht weil wir in Bamberg sind. Eine solche Sache ist zunächst tatsächlich nicht öffentlich. Nach gefasstem Beschluss sollte (?) der Bürger aber ein Recht darauf haben, dass er von solch wichtigen Sachen erfährt. Er bezahlt ja schließlich dafür mit seinen Steuern und Abgaben. Deshalb sieht der Gesetzgeber vor, dass Stellenpläne öffentlich zu machen sind. Irgendwann, könnte man interpretieren. Vielleicht zu Weihnachten?

Aber „irgendwann“ ist natürlich nicht ganz richtig. Sie werden´s nicht glauben, das hätte schon vorher bekannt sein müssen, das mit den beabsichtigten Beförderungen in Spitzenämter. Warum? Im Stellenplan müssen solche besonderen Beförderungen drinstehen und vom Stadtrat als Teil der Haushaltssatzung vorher beschlossen werden. Standen aber nicht drin. Naja, von den Stadträten hat das im konkreten Fall auch keiner gemerkt, weil in den Haushaltsberatungen für 2014 nicht darauf hingewiesen wurde – auf die beabsichtigten Beförderungen. Wenn die Stadträte das nicht merken …

Sein ist die Rache!

Dabei müssten sie doch inzwischen Erfahrungen haben. Manche machen ihren Job schon recht gut: Da kann es schon passieren, dass gleich vier Punkte vom nichtöffentlichen Teil der Sitzung in den öffentlichen verschoben werden, weil einige Aufpasser das verlangen. Querköpfe, Störenfriede! Merken Sie sich, das mag der Herr Oberbürgermeister überhaupt nicht. Sie vermuten, dass im Schutze der Nichtöffentlichkeit z.B. Grundstückschäfte durchgewunken, Spenden bejubelt oder Beförderungen abgenickt werden sollen. Nein! Oder nur zum Teil. Das hat schon alles seine Richtigkeit, wie eben mit diesen Beförderungen. Interessiert doch ohnehin nicht, sagen Sie jetzt. Was sind schon 71 Mio € Personalkosten im Jahr! Bei einer Stadt mit 70.000 Einwohnern! Unser Oberbürgermeister ist halt großzügig. Und sein ist die Rache!

Nun steht er draußen vor der Tür, der Tropf. Und weiß nicht wie ihm geschieht. Er darf kein Wort zu seiner Verteidigung sagen. Ist auf andere angewiesen. Alles nichtöffentlich! Naja, eine Überraschung wird das Ergebnis nicht sein, bei der real existierenden GroKo. Aber irgendjemand wird es ihm schon sagen. Und Sie? Wollen Sie wissen, ob und wie W. verknackt worden ist? Wer wird es Ihnen sagen?

Denn vielleicht ist W. nur der Sack, der statt des Esels geprügelt wird. Und der Esel ist die WeBZet. Denn ohne WeBZet hätte er nicht ausplaudern können. Oh Gott! Achten Sie darauf, dass niemand sieht, dass Sie die WeBZet lesen.

25.10.14 Bilder: WeBZet; Karik.v.Christiane Pfohlmann. Hinweis: Sie können diesen Artikel an eine/n Freund/in, Bekannte/n oder Kollegen/in weiterschicken, wenn Sie das Icon in der Kopfleiste benutzen. Mit der E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Sie die WeBZet erreichen. Unmittelbar zu den Artikeln äußern können Sie sich auf Facebook (siehe r.o.) oder mit der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet (s.Impressum).

19 Kommentare (rekonstruiert)

WeBZet Sagte... 2014-11-30 Trotz wiederholter Nachfrage: die WeBZet weiß es, darf aber nicht berichten. Sie steht in diesem Falle unter besonderer Beobachtung. 3+

Karl Heinz Sagte... 2014-11-11 Jetzt weiß ich immer noch nicht, wie das "Verfahren" ausgegangen ist. Nicht mal die webzet berichtet. Wer hat denn da was zu verbergen? 13+

Malexej Sagte... 2014-11-07

Nichts anderes als unter Druck setzen und einschüchtern. Ein Schandfleck diese Stadtrates oder der real exist. GroKo. 11+

Heiner Sagte... 2014-11-02 K.H.W Herr W plauderte nicht aus das ein Bürgermeister M einen höheren Vergütungssatz bekommt. Er verwies nur auf den Beschlussvorschlag. In dem stand: NEBEN seiner Aufwandsentschädigung erhält M.....xxxEuronen. Das Wörtchen neben war der Knackpunkt. Hätte W das nicht bemerkt hätte M eine Saftige Gehalterhöhung von Anfang an bekommen. 19+

Karl Heinz Sagte... 2014-11-02 Jetzt habe ich schon 3 Stadträte der GroKo nach dieser Sache gefragt, keiner wollte oder konnte mir etwas dazu sagen. Wo leben wir eigentlich? 13+

Quasimodo Sagte...2014-10-28

Ich würde Herrn W. für den Snowden-Assange-Preis vorschlagen! 16+

Heiner Sagte... 2014-10-26 Gleich Drei höher zu besolden, das ganze noch in einem Beschlußvorschlag ist schon eine Dreistigkeit. Personalentscheidungen sind immer einzeln zu entscheiden. Dazu kommt noch die Höhe der Vergütung. Ob alle drei das verdient haben ist mehr als zweifelhaft. 9+

blogdog Sagte...2014-10-26 Wer interessiert sich schon für solche Angelegenheiten? Die Menschen wollen beschissen werden! Und das schafft am leichtesten das größte A... -7

Manuxx Sagte... 2014-10-26 Wolf, diese Beförderungen sollten nicht bekannt werden. Das war das Verbrechen, deswegen wurde W. bestraft. 31+

Wolf BC Sagte... 2014-10-26 Wäre es nicht besser gewesen, die Verwaltung dafür zur Rechenschaft zu ziehen, weil sie den Stadtrat nicht korrekt informiert hat. Was ist das für ein merkwürdiger Verein! Das Ergebnis des Tribunals würde mich schon interessieren. 44+

Katharina Dorothea Sagte... 2014-10-25 Bravo Herr W., machen Sie weiter so. Seien Sie weiterhin so mutig. Vom Journalismus lebt die Demokratie. Wo bleibt eigentlich wie so oft unsere Tagespresse? Ich wünsche mir mehr Transparenz. Liebe Presseleute,das sollte Ihnen Ihr Ehrenkodex gebieten. 38+

Norbert aus Bamberg Sagte... 2014-10-25 ... und diese Pfeifen von der GroKo folgen ihm wie die Lämmer. Was meint denn die CSU, wo das für sie enden wird? 17+

Manfred aus Bamberg Sagte... 2014-10-25 Demokratie? Das sieht aber sehr nach Einschüchterung aus. Das "Delikt" ist doch läppisch. Aber wer Starke näher kennt, traut ihm das zu. 37+

Eine engagierte Mitbürgerin Sagte... 2014-10-25 Danke Herr W.! Wir leben in einer Demokratie, und die kann nur gelebt werden, wenn der Bürger informiert wird! Die Lämmer der GroKo wollen das nicht wissen, zu ihrer Interessenvertretungspolitik passt das nicht... Ein Armutszeugnis. Um dem entgegen zu wirken, bedarf es Stadträte wie Herrn W., die Mut zeigen und sich nicht mundtot kriegen lassen. Nochmals Danke. 34+

K.H.B. Sagte... 2014-10-25 Hat dieser W. nicht schon #mal ausgeplaudert, daß sich ein Bürgermeister M. klammheimlich einen höhren Vergütungssatz geben lassen wollte als ursprünglich beschloßen. Und der W. hat das auch noch verhindert. Das ist jetzt die Strafe!! 13+

Hans B. Sagte... 2014-10-25 So ein Theater, das muß wirklich eirwas "Besonderes" sein, wenn hier so schwere Geschütze aufgefahren werden. Sollte da W. gemütigt werden? Warum liest man solche Geschichten nicht im FT? Die wollen doch unser Heimatblatt sein. Hat man Angst vor der Meinung der Bürger? Trauen/dürfen/wollen die nicht. 37+

Heiner Sagte... 2014-10-25 Herr W. ist gradlinig und loyal auch fair. Man schätzt ihn sonnst wäre er ja auch nicht gewählt worden, andere müssen schon jetzt aufpassen auch wenn es noch fünfeinhalb Jahre sind. Also W, WEITER so! 31+

einefrau Sagte... 2014-10-25 Ein Jammer. Herr W. hat aber keinen Grund traurig zu sein. Es gibt genügend Leute, die seine Leistung zu schätzen wissen. 17+

FranzKe Sagte... 2014-10-25 GroKo aus SPD, CSU, BuB, FDP. Das sagt schon alles. Insbesondere für die CSU ein totaler Niedergang. 50+

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