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WeBZet: Bamberg ist Spitze. Dieser Superlativ wurde durch eine weitere Facette ergänzt. Amtsleiter bei der Stadt Bamberg beziehen in Zukunft das Spitzengehalt A 16 > kann leicht gegoogelt werden. In Bamberg erreichen diese Spitzenbesoldung nur wenige staatliche Beamte: z.B. die Oberstudiendirektoren der großen Gymnasien. Nun wurden bereits vier städtische Amtsleiter befördert, deren Einzelleistungen auch nicht infrage gestellt werden sollen; allerdings steht über ihnen noch ein Referatsleiter mit „B 3“ besoldet. Fakt ist, eine Besoldungsstufe A 16 für eine Amtsleitung ist ungewöhnlich und weckt natürlich weitere Begehrlichkeiten.

Die Bediensteten freuen sich und sind dankbar

Spitzenbesoldungen wie A 15 oder A16 sind üblicherweise Beamten mit einer vollakademischen Ausbildung vorbehalten. Die meisten davon gibt es in Bamberg an der Universität (Professoren alter Prägung) und in den leitenden Stellungen an den verschiedenen Gerichten (wenn auch mit einer anderen Bezeichnung) – also Volljuristen mit zwei staatlichen Examina. Was für einen der Beförderten übrigens auch zutrifft.
In der Stadt Bamberg war es vor wenigen Jahren noch unvorstellbar, dass Amtsleitungen über die Gehaltsstufe A 14 (z.B. Oberregierungsrat) hinaus besoldet werden. In der Ära von OB Starke ist das anders geworden – worüber sich die Bediensteten freuen und sicher auch dankbar sind. Andererseits sind die Personalkosten der Stadt Bamberg exorbitant gestiegen; in den vergangenen vier Jahren von 61 Mio € auf 65 Mio €. Eigentlich keine Bedingungen, um Geschenke zu verteilen. Vielleicht noch bei den unteren Chargen, wo bereits etliche auch auf eine Beförderung (im Rahmen des Üblichen) warten. Hinzu kommt, dass in den „unteren“ Kategorien durchaus über Maßnahmen wie Ausgliederung nachgedacht wird. Jüngstes Beispiel sind die Streetworker des Jugendamtes, deren Tätigkeit privatisiert werden soll.

Besonders interessante Beschlüsse in den nichtöffentlichen Sitzungen

Aufgrund der prekären Haushaltslage besteht bei der Stadt Bamberg schon seit Jahren ein Einstellungsstopp. Was bisweilen Auswirkungen auf die Arbeitsfülle in den „unteren“ Tätigkeitsfeldern hat. Nun kann man annehmen, dass auch die Arbeitsfülle eines Amtsleiters zugenommen hat. Hat sie das aber nicht überall in den vergangenen Jahren? Deshalb hat der Gesetzgeber für den öffentlichen Dienst die Gewährung von Leistungsprämien und Leistungszulagen eingeführt, damit „herausragende besondere Leistungen“ abgegolten werden können.
Selbstredend, dass der geschilderte Beschluss in nichtöffentlicher Sitzung stattfand – und fast keiner dagegen stimmte (Warum? Das wäre eine eigene Geschichte). Weil aber in der Ära Starke gerade in den nichtöffentlichen Sitzungen besonders interessante Beschlüsse gefasst werden, berichtet die WeBZet - anonymisiert - darüber.
Bleibt noch der meist unvermeidbare Vorwurf, es werde Sozialneid geweckt. Sollte jemand das Gefühl dafür haben, kann man ihm/ihr nur sagen: Wärst halt zur Stadt gegangen!


7.4.14 Bilder: WeBZet; FT- Christiane Pfohlmann. Hinweis: Sie können diesen Artikel an eine/n Freund/in, Bekannte/n oder Kollegen/in weiterschicken, wenn Sie das Icon in der Kopfleiste benutzen. Mit der E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Sie die WeBZet erreichen. Unmittelbar zu den Artikeln äußern können Sie sich auf Facebook (siehe r.o.)

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