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Spannende Frage: Ist in Bamberg eine neue Basketballhalle mit 10 000 Plätzen möglich und sinnvoll? Und, wenn ja, wo? Das soll eine Studie klären. Ein Bericht im FT von heute.

Die Kosten sollen bei 35 bis 50 Mio € liegen

Für die Zukunft des Basketballs in Bambergs schon bald wieder zu klein? Die 16 Jahre alte Brose-Arena hat 6500 Sitzplätze.“ FT-Chefreporter Michael Wehner berichtet heute über den neuesten Stand der Hintergrund-Gespräche. Die WeBZet übernimmt in Auszügen.
Die letzte Ertüchtigung der Brose Arena liegt nicht lange zurück. 2014 genehmigte der Stadtrat eine 2,5 Mio-Euro-Spritze unter anderem für die Verbesserung der technischen Ausstattung. Unumstritten war das öffentliche Engagement nicht. Die Stadt hatte bereits 2010 4,5 Mio € locker gemacht, um die Immobilie zu erwerben und damit Spitzenbasketball in Bamberg weiter möglich zu machen.
Fünf Jahre danach geht es noch um viel größere Summen. Im Raum steht der Neubau einer Multifunktionsarena mit 10 000 Sitzplätzen. Die Kosten, von denen geredet wird, sollen bei 35 bis 50 Mio € liegen. Unklar ist, wer einen solch großen Brocken schultern könnte, da für die Stadt eine Übernahme ausgeschlossen scheint. (…)
Michael Stoschek, Vorsitzender der Brose-Gesellschafterversammlung, hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass die Brose-Arena für die langfristig angestrebte Entwicklung möglicherweise nicht ausreicht. (…)"

Bleibt Bamberg auch Standort der neuen Halle?

"An den langfristigen Zielen der Brose Bamberg hat sich nichts geändert. »Heute ist die Halle noch in Ordnung. Aber die Frage stellt sich, ob sie auch noch in drei, vier Jahren noch dem Stand der Technik entspricht«, sagt Rolf Beyer.
Der Geschäftsführer der Bamberger Basketball GmbH bestätigt, dass derzeit eine Hallenstudie erstellt wird. Experten sollen Fragen zur Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Technik und zum Standort einer solchen neuen Arena beantworten. Glaubt man Beyer, stehen mehrere Standorte auf dem Prüfstand. Ein Exodus ins Umland oder die weiter entfernte Region sei nicht geplant, zumindest derzeit.
Eine Frage ist im ersten Teil der Expertise ausdrücklich ausgeklammert: Wer den Bau und den Betrieb einer solchen Multifunktionshalle finanziert, bleibt außen vor. Beyer will die Diskussion nach eigener Darstellung ergebnisoffen und anhand objektiver Fakten weitertreiben. (…)
Das Problem dabei: Selbst wenn sich Bau und Betrieb einer solch großen Halle auf rein privater Basis darstellen ließen, bleibt die Stadt direkt betroffen, wie man an einer Hand leicht ausrechnen kann: Weil eine Erweiterung der bestehenden Arena nicht möglich ist, ohne den Spielbetrieb auszusetzen, führt an einem Neubau kein Weg vorbei. Das heißt auch: Wer die große Halle will, muss klären, was mit der alten, dann möglicherweise nutzlosen städtischen Immobilie geschehen soll. Sind Umbau oder gar Abbruch dann zwingend erforderlich? (…)
24.2.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“.

Kommentare   

+13 #10 Sunday 2017-02-26 23:34
Jetzt habe ich aber die Schnauze voll. Brose will diesen Sport, der längst nicht alle Bürger interessiert, und der Steuerzahler soll wieder mitzahlen? Keinen Cent will ich von meinen sauren Steuern dort sehen!
Außerdem wäre gar ein Neubau wiederum Flächenverlust, und das für eine solche Sch...halle. Es reicht mit der Flächenversiegelung allerorten! Ist bei denen gar kein Funken Verstand mehr vorhanden außer höher, weiter schneller und EgoEgoEgo? Oder was ist los?
+21 #9 R. Pfaff 2017-02-26 11:47
WebZet helfen Sie bitte mal. 4,5 Millionen waren doch nur der Kaufpreis an Sabine Günther, oder? Mussten nicht zusätzlich Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse abgelöst werden, die bei der Sanierung 2013 fällig wurden? Auf welche Zeitdauer wurde die letzte "Sanierung" finanziert? 10 Jahre?
Mit dem Profi Basketball hat sich die Stadt Bamberg eine weitere Schlinge um den Hals legen lassen, die von deren Protagonisten nach belieben enger gezogen werden kann, bis der Stadtrat nach Luft ringt und sagt "na dann müssen wir halt". Kaum wieder zu Luft gekommen werden dann andere z.B. kulturelle oder bürgerschaftliche Initiativen zu Hören bekommen: "wir können doch nicht ...". Warum nur muss ich bei den "Leuchtturmprojekten" der Stadt immer an den Scheinriesen aus Jim Knopf denken? Vielleicht deshalb: Würde bei den großen Image-trächtigen Projekten der Stadt die gleichen Anforderungen gestellt, wie sie an kleine und von bürgerschaftlichem Engagement getragene Projekte gestellt werden, dann hätte diese Stadt wahrscheinlich manches Prestigeprojekt weniger, dafür aber eine bunte und blühende Breitensport- und Breitenkulturlandschaft.
+8 #8 freggerla 2017-02-25 14:32
Na klar sind wir Bürger die Stadt, da aber @#1 die Frage so gestellt hat, habe ich sie beantwortet. Ich gehe davon aus daß er mit "Die Stadt" die, oft in Bamberger Brauereien feiernden und für das Wohl der städtischen Bürger schwer arbeitenden Stadträte meint ;-)
+4 #7 Heiner 2017-02-25 13:03
@freggerla
Wer ist die Stadt??
Wir die Bürger, sind die Stadt!
Und mit dem Geld der Bürger wird bezahlt!
Und wer Geld hinauswirft muss auch raus!
+25 #6 Heiner 2017-02-25 05:34
Das Desaster begann schon mit dem Kauf der Halle durch die Stadt. Schon damals hätte man die Finger davon lassen sollen. Das Sahnestück ( Kaufland) bekam man nicht angeboten. Wenn Stoschek eine Halle will , wieso baut er sie nicht selbst? Auch wenn sie nicht in Bamberg stehen würde geht davon die Welt nicht unter ,nein vielmehr könnten unsere Räte das Geld für wichtige Dinge nehmen. Es ist schön dass es den Basketball gibt in Bamberg aber wie Bernhard schon den gab es schon vor "Brose". Hier wird Geld der Bürgerschaft regelrecht verbrannt. Ich seh schon das nächste Millionengrab auf Bamberg zukommen. Nur mal am Rande bemerkt Die Burger Bürger brauchen eine Brücke, das wird wieder nix aber über eine Halle macht man sich Gedanken. Die spinnen die ......Römer sind es nicht.
+17 #5 Bernhard 2017-02-24 14:11
Ich bin etwas schockiert, dass man ein klares dauerhaftes Loyalitätsbekenntnis zum Standort Bamberg nicht formuliert hat...

Immerhin stammt das heutige "Brose Bamberg" direkt vom Bamberger Basketballclub ab (unter verschiedenen Namen) der seit den 1950er Jahren vor Ort existiert.

Ich finds immer noch skandalös, wie man einem "Haupt-Sponsor" mehr oder weniger gestattet hat, den gesamten Laden zu übernehmen.
Bamberg ist auch schon lange vor der Brose-Zeit deutscher Meister geworden.

Vielleicht sollte man diese scheinbar Illoyalität auch mit an den Verhandlungstisch nehmen, wenn es um eine neue Halle geht.
Eine Erweiterung/Modernisierung der bestehenden Halle scheint unter allen Gesichtspunkten die beste Lösung zu sein.
+31 #4 Bürger dieser Stadt 2017-02-24 13:41
Ich bin genervt. Wer am Spitzenbasketball Spaß hat, dem sei das auch gegönnt. Ich bin allerdings dagegen, Leute, die sich dafür überhaupt nicht interessieren oder gar die ganze Öffentlichkeit dafür in Geiselhaft zu nehmen. Bei einer Arena geht es nicht nur um das Geld an sich, es geht auch um den im Stadtgebiet ohnehin knappen Platz, um Verkehrsthemen usw. usw.
Nicht der Spitzensport macht eine Stadt lebenswerter, sondern ein vielfältiges Breitensportangebot ohne Raumknappheit.
+29 #3 Hape Bender 2017-02-24 12:59
Wenn das Ergebnis der Studie vorliegt, dann wird es heißen: Stadt Bamberg, entweder du machst mit oder wir gehen woanders hin.
Und irgendwann wird der Größenwahn böse enden!
+17 #2 freggerla 2017-02-24 12:00
Da "die Bamberger" also die, die in Bamberg Steuern zahlen, eh nicht gefragt werden, bleibt nur "Die Stadt" übrig ;-)
+22 #1 Dietrich 2017-02-24 09:12
Wer soll da weichgekocht werden? Die Stadt oder die Bamberger?

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