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Günstige Gelegenheit. Die Brose-Baskets stehen vor der neunten Meisterschaft. Groß-Mäzen Michael Stoschek bringt erneut eine 10.000-Personen-Halle ins Gespräch.

Immer öfter ist vom „fränkischen Basketball“ die Rede

Für viele Fans des achtfachen Basketball-Meisters und Pokalsiegers ist es eine Supernachricht: Die Brose Bamberg planen eine neue Multifunktionsarena mit 10.000 Sitzplätzen. Eine neue Halle für den Bamberger Basketball (mittlerweile wird vermehrt vom fränkischen Basketball gesprochen) steht schon länger auf der Liste von Chefsponsor Michael Stoschek. Jetzt hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende des Bamberger Basketballs gegenüber der Bild-Zeitung geäußert und seine Pläne konkretisiert. Ihm und der „Stadtspitze“ sei in der vergangenen Woche das Projekt einer Halle mit 10.000 Plätzen auf dem ehemaligen Postgelände in Bamberg vorgestellt worden. Dafür wolle er das Publikum und die Wirtschaft der gesamten Metropolregion Nürnberg als zusätzliche Sponsoren gewinnen, hat Stoschek seine Vorstellungen gegenüber Bild dargelegt.
Stoschek – und andere - möchten also den „Basketball in Franken“ vergrößern und mehr Zuschauern Platz bieten. Dazu wird jedoch auch die Unterstützung der regionalen Politik benötigt, um dieses Wunschprojekt verwirklichen zu können.

Für die Stadt stellen sich schwerwiegende Fragen

Das Projekt bereitet der regionalen, örtlichen Politik allerdings Probleme. 16 Jahre ist die Brose-Arena in Bamberg-Süd erst alt und bietet mit rd. 6500 Sitzplätzen mächtig viel für die Region (drittgrößte Halle in Bayern!). 2010 hat die Stadt Bamberg nach viel Mühsal für rd. 4,5 Mio € die Arena erworben, damit in Bamberg weiter Spitzenbasketball möglich ist. 2014 genehmigte der Stadtrat nochmals 2,5 Mio €, um die Brose-Arena aufzupeppen. Jetzt soll es um viel größere Summen gehen. Die Kosten für eine Multifunktionsarena mit 10 000 Plätzen sollen bei 35 bis 50 Mio € liegen. Wer soll so einen solch großen Brocken schultern? Für die Stadt scheint das ausgeschlossen, auch wenn Michael Stoschek unentwegt mehr Unterstützung durch die Stadt Bamberg fordert.
Glaubt man Gerüchten, dann soll Milliardär Stoschek durchaus bereit sein, die Investitionskosten für eine Halle seiner Vorstellung tragen zu wollen. Nur, damit ist es für die Stadt nicht getan. Es stellen sich mindestens zwei schwerwiegende Fragen: 1. Was wird dann aus der jetzigen Brose-Arena? 2. Wer kommt für den Unterhalt der neuen Halle auf? Dazu kommt eine Tatsache: Eine Riesenhalle wird immer darauf angewiesen sein, dass die Brose Bamberg im Spitzenbasketball mitmischen.
Die Brose-Baskets berufen sich auf die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie, die sie in Sachen Hallenneubau vor Monaten in Auftrag gegeben hatten. Allerdings soll die Studie erst jetzt (!) im Bamberger Rathaus vorgestellt worden sein.
Wirklich neu für die Öffentlichkeit ist dabei, dass der mögliche Hallen-Neubau auf dem früheren Postgelände an der Memmelsdorfer Straße entstehen könnte. Ein Exodus ins Umland oder die weiter entfernte Region sei nicht geplant, heißt es zumindest derzeit.
vgl. dazu WeBZet-Berichte vom  24.2.17 Macht eine neue Arena Sinn?   /  12.1.17 Die Stadt soll mehr leisten 19.5.16 10 000-Zuschauer-Halle für Brose-Baskets? 
9.6.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“.

Kommentare   

+9 #12 mireille 2017-06-14 11:11
Wie sagt man so schön: "Geld regiert die Welt" oder "Geld verdirbt den Charakter" hier trifft wohl beides zu.. Die Coburger wollten nicht mitspielen, drum hat man mal schnell den Andi gekauft. Beängstigend was bei uns in Bamberg passiert. Für Wohnraum kein Geld übrig, für soziale Einrichtungen fehlt es auch.Endlos wäre die Liste......und mal so nebenbei. Ich glaube nicht, dass Brose so viele Arbeitsplätze bereitstellt. Die Mitarbeiter pendeln mit Bussen nach Bamberg und wenn man mal auf die Stellenanzeigen bei Brose in Bamberg guckt........für Otto Normal Bürger ist da nicht viel dabei. Da muss man schon studiert haben :-) Hauptsache die Grünanlage gegenüber des Firmensitzes ist verschandelt. Herr Stoschek tut ja soviel Gutes für Bamberg. Vielleicht siehts ja vom Hubschrauber aus besser aus.
-12 #11 Sven K.H. 2017-06-12 13:46
Für einen 9-maligen Deutschen Basketballmeister sollte man das Geld für eine größere Halle schon übrig haben.
+24 #10 Heiner 2017-06-11 12:59
@7/Werner. Da hast Du schon schon recht dass Brose investiert und Arbeitsplätze schafft. Die Forderungen die Stoschek dafür stellt stehen in keinem Verhältnis dagegen. In unserer Stadt gibt es viele Betriebe auch mit weltweitem besten Ruf. ZB. Bosch, Weyermann, Kaspar Schulz. Hier gibt es Handwerker welche genug Gewerbesteuern bezahlen. Von den genannten bekommt keiner ein Grundstück zur Existenzsicherung zu einem Spottpreis überlassen, nichtmal einen Handwerker Ausweis zum parken bekommt man umsonst. Und jetzt kommt Stoschek und will noch mehr Unterstützung? Werner, Sie wissen schon dass solche Forderungen mit dem Geld aus der Bürgerschaft finanziert werden ! Ich wiederhole es immer wieder bis es in den Köpfen angekommen ist. Unterstützt die kleinen ,den Mittelstand, nicht immer nur die Global Player. Es sei noch angemerkt dass die Bamberger Groko auch hier ihr Veto einlegen könnte. Aber wie sagte eine Stadträtin der SPD, wenn schon ein Konzern kommt müssen wir doch. Und das von der SPD ,kopfschüttel. Und die CSU tut auch dazu den Mittelstand zu ruinieren.
+6 #9 sonny 2017-06-11 12:46
Die großen Postgebäude, die Stoschek für seine Monster-Halle abreißen will, stehen unter Denkmalschutz.
+22 #8 ThoMa 2017-06-11 11:39
Bamberg paß auf, daß du dich nicht mit dem Größenwahn infizierst.
-7 #7 Werner 2017-06-11 11:39
Man sollte eines nicht vergessen: Brose investiert, schafft Jobs und ist ein weltweit führendes Unternehmen. Das ist halt so, auch wenn ich persönlich Basketball vermaleide und den Großkotz Stoschek nicht mag. Ich kenn ihn aber auch nicht persönlich.

Ober schlägt Unter.
+32 #6 Heiner 2017-06-10 04:18
Den Stadträten wird sicher was vorgemacht. Stell mir schon den Wortlaut vor der gebraucht wird um das Hirn abzustellen. Mein Verdacht: Die alte Halle müsste man ertüchtigen damit man mithalten kann. So wird es kommen und wieder nur einige wenige die NEIN sagen. Die freiwilligen Leistungen für die kleinen Vereine für die soziale Arbeit die werden gekürzt und gestrichen. Hier wird gefeilscht oft nur um wenige tausend Euro. Kommt ein Konzern dann wird das Füllhorn aufgemacht. Wer kann das noch mit gutem Gewissen verantworten was hier läuft. Der Stadtrat hat es in der Hand was hier gemacht wird, nicht der OB das sei mal gesagt. Stadtrat DU bist der Vertreter der Bürger , Du bist von uns gewählt um unsere Interessen und Wünsche für diese Stadt zu verwirklichen. Die Abnicker im Stadtrat sind ja bekannt man braucht sich ja nur umzusehen bei den Abstimmungen. Die, die hinterfragen und Kritik üben werden immer weniger. Ich will hier nicht hetzten aber hoffentlich gehen bei der nächsten Wahl mehr Bürger zur Urne .
+16 #5 schönlangsam 2017-06-10 01:02
"Ihm und der „Stadtspitze“ sei in der vergangenen Woche das Projekt einer Halle mit 10.000 Plätzen auf dem ehemaligen Postgelände in Bamberg vorgestellt worden."

der kleinstadt-diktator hat auch schon mal besser gelogen. man kann artikel in der BLÖD auch kaufen... er soll uns also nicht für ganz strohdoof halten.
trotz seines deals mit einem nürnberger immobilien-königs wird dies der einzige sponsor bleiben, den er nach bamberg strafversetzen kann.

sollte er in seinem wahn die halle alleine hinknallen, wird es ein desaster für alle. denn am ende würde uns bamberger zahlungssklaven eine leere halle übrig bleiben, für die wir schon viel zu viel steuergelder verschwendet haben. den rettern von einst gehört noch heute die peitsche und das ewige exil.
+13 #4 CFRA2 2017-06-09 18:09
Irgendwo habe ich mal das Gerücht aufgeschnappt, daß wenn Bbg. nicht so agiert, wie er will, er die Halle auch im Zentrum von Franken, und das soll (ex verbis) Forchheim sein, errichten will.
Für die maroden Finanzen Bambergs, wäre das sicherlich besser!
P.S. Was ist mit der Abrechnung der Landesgartenschau?
+19 #3 Bürger dieser Stadt 2017-06-09 16:37
Ich wage die Behauptung aufzustellen, daß die Mehrheit in dieser Stadt ein solches Projekt nicht befürwortet.

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