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Nach wie vor beliebt ist Fußball. Für die Suche und Ausbildung von Talenten gibt es Nachwuchsleistungszentren. Warum nicht in Bamberg? Zwei Vereine kommen infrage.

Der FCE hat im Zuge seiner Insolvenz das Leistungszentrum verloren

Die Suche nach Sporttalenten beginnt mittlerweile schon sehr früh. Ambitionierte Vereine werben schon in der D-Jugend, also bei den Elf- bis 13-Jährigen. In Deutschland gibt es mittlerweile 54 zertifizierte Nachwuchs-Leistungszentren (NLZ), davon 18 in Bayern. Bis vor einem Jahr gab es ein solches NLZ auch in Bamberg, beim FC Eintracht 2010 angesiedelt. Der Verein hat aber im Zuge seiner Insolvenz dieses Leistungszentrum verloren. Jetzt stellt sich die Frage, wann und wo in der größten Stadt Oberfrankens wieder ein NLZ eingerichtet werden kann. In Bamberg kommen nur zwei Vereine für die Ansiedlung eines NLZ infrage: der FC Eintracht oder die DJK Don Bosco. Beide Vereine erfüllen viele der notwendigen Kriterien – aber nicht alle. Die Entscheidung über die Ansiedlung eines NLZ trifft der Bayerische Fußballverband (BFV). Die Stadt Bamberg kann sich nur empfehlend hinter einen oder beide Vereine stellen.

Gründe für die – bisherige – Zurückweisung der beiden Bamberger Vereine

Der Sportsenat des Bamberger Stadtrates hat sich auf Antrag der Fraktion „Bamberger Allianz“ (BA) mit der Thema beschäftigt. Gemeinsames Ergebnis: Die Stadt ist daran interessiert, dass in Bamberg wieder ein NLZ für den Fußballsport entsteht. Man spricht sich jedoch nicht für einen der beiden Vereine aus.

Als Stand der Dinge gilt ein Schreiben (24.4.17) vom Verband-Jugend-Ausschuss des BFV an die Stadt Bamberg, in dem die Bewerbungen der beiden Bamberger Vereine zurückgewiesen werden. Als Grund für diese Entscheidung wird angegeben, »dass die DJK Don Bosco die infrastrukturellen Voraussetzungen noch nicht erfüllt«. Der Bau des vierten Rasenspielfeldes sei noch nicht begonnen. »Zudem sollten die Jugendmannschaften noch höhere Spielklassen erreichen.« Zum Stand des FCE wird festgehalten, dass der BFV »die finanzielle Konsolidierung nach überstandener Insolvenz weiter beobachten möchte«. Die Jugendmannschaften sollten zudem weiterhin hochklassig spielen.

Bgm Dr. Christian Lange berichtete, dass er bereits in Kürze ein weiteres Gespräch mit dem für die Talentförderung zuständigen BFV-Vertreter, Dr. Felix Brych, führen werde. Stadtrat Dieter Weinsheimer (BA) meinte: »Unglücklich wäre es, wenn aufgrund des Wettbewerbs zwischen FCE und DJK auf längere Zeit in Bamberg kein NLZ mehr bestehen würde.«

28.7.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+7 #4 Frau Holle 2017-07-28 17:27
Ich finde, dass #1 Recht hat. Die Überpräsenz dieser Sportarten ist wirklich lästig. An anderen Sportarten besteht schon Interesse, nur gehen (gerade junge) Menschen leider oft nur als Clique irgendwohin. Das wird dann vor allem bei Einzelsportarten schwierig. Ganz abgesehen davon werden offensichtlich nur Fußball und (zumindest in Bamberg, insgesamt aber auch eine Randsportart) Basketball als Eventtauglich erachtet. Hier liegt möglicherweise der Hase im Pfeffer. Traurig ist das.
+9 #3 Bürger dieser Stadt 2017-07-28 15:30
#2: Ist wohl leider so. Trotzdem habe ich den Eindruck, daß gerade junge Frauen sich oft eher nicht für Fußball und Basketball interessieren, sondern eher für Volleyball und manche Tanzsportarten.
+2 #2 Werner 2017-07-28 15:09
@1. das ist ehrenwert...aber interessiert nu mal keine Sau, sonst wärens ja keine Randsportarten. Davon abgesehen ist das Angebot ja da. Geht einfach keiner hin
+3 #1 Bürger dieser Stadt 2017-07-28 14:40
Mich langweilen diese simplen Massensportarten wie Fußball und Basketball. Das reicht nicht. Ich möchte ein breiteres Spektrum, gerne z.B. mit Tanzen, Turnen, Volleyball, usw.

Den Spitzensport sehe ich ohnehin kritisch, da das viel kostet und nur wenige davon etwas haben. Viel wichtiger ist ein zugängliches Breitensportangebot, der bitte NICHT überwiegend aus Fußball und Basketball besteht. Davon haben nämlich alle etwas: Kinder, Jugendliche, Eltern...

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Ausgschloofm = wörtl. ausgeschlafen
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Schnidsl hods geem so grooss wi Aboäddeggl!
Aboäddeggl = wörtl.Abortdeckel
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