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aimüschn = wörtl. einmischen
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Dän sai Kuni is ja so wos vo aing, däs gibds goä ned.
aing = wörtl. eigen (eigenes, besonderes Verhalten)
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aiganga = wörtl. eingegangen, z.B. bei einer Sammlung
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Schlechte Luft. Der Feinstaub in den Straßen lässt Bürger aktiv werden. Sie bauen Messgeräte selbst und ermitteln die Feinstaubwerte vor ihrer Haustür. Am Samstag ist Bastel-Termin.

Auch in Bamberg werden die Grenzwerte überschritten

Für Feinstaub gibt es eine Vielzahl von Quellen. Es gibt Partikel natürlicher Herkunft; den großen, besorgniserregenden Anteil machen heutzutage die von menschlichen Aktivitäten erzeugten Partikel aus. Sie kommen wesentlich aus Industrieprozessen und dem Auspuff von Diesel betriebenen Fahrzeugen. Beim Abrieb von Bremsen, Autoreifen und Straßenbelag werden ebenfalls Partikel freigesetzt.
Die Werte sind insgesamt besorgniserregend. In Süddeutschland sind München und Stuttgart die Spitzenreiter. Was aber nicht bedeutet, dass auch in kleineren Städten höhere Feinstaubkonzentrationen auftreten, als uns recht sein kann. Auch in der Bamberger Luft ist viel Feinstaub. 2017 wurden die Grenzwerte für Feinstaub PM 10 bereits elf Mal überschritten. Die offizielle Messstation des Bayerischen Landesamtes für Umwelt nahe der Löwenbrücke (> Bild l.) am Main-Donau-Kanalsteht steht dabei mitten in unserer größten Frischluftschneise der Stadt. Die dort gemessenen Daten können auch aktuell abgerufen werden. Grundsätzlich stellt sich aber die Frage, ob die Luft an den verkehrsreichen Straßen vielleicht doch schlechter ist? Und wenn ja, was kann man dagegen tun?

Der Bausatz besteht aus neun Teilen

In einer von von „transition Bamberg“ durchgeführten Veranstaltung wird am Wochenende ein Bausatz zum Selbstbauen einer „Messstation“ vorgestellt. Damit kann man die Luftqualität selbst messen und den Feinstaub sichtbar machen. Das Open Knowledge Lab Stuttgart hat die kostengünstigen Messgeräte entwickelt. Der Bausatz besteht aus neun Teilen; die äußere Hülle bildet ein Abflussrohr. Dieses schützt die Sensor-Technik, die per Kabel an das Stromnetz angeschlossen wird. Aus dem Rohr funkt ein eingebauter Wlan-Sender halbminütlich den aktuell gemessenen Feinstaubwert übers Internet an die zentrale Datenbank des „OK Lab“. Die Messdaten werden kontinuierlich in eine öffentlich sichtbare Karte eingespeist (> Bild l.).
Ein Bausatz kostet rd. 37 €. In der Bamberger Veranstaltung können unter Anleitung des Stuttgarter Experten Frank Riedel die Messgeräte selbst zusammengebaut werden. Die Veranstalter haben einige Bausätze auf Vorrat geordert. Weitere Vorbestellungen können bei Gabriele Wiesemann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) vorgenommen werden.
Die Veranstaltung findet am 22. April 2017 im Jugendzentrum JuZ (Margaretendamm 12a) von 18 bis 20 Uhr statt. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Wer anschließend ein Feinstaub-Messgerät gleich basteln möchte, kann für 37 € einen Bausatz erwerben. Um eine Spende für die Reisekosten des Referenten wird gebeten.

Hinweis: Feinstaub- und Stickstoffoxidemissionen müssen unterschieden werden. Die WeBZet hat am 7.3.17 in einem Artikel  Wie steht es um die Lufthygiene in Bamberg? über eine Initiative zur Messung der Stickstoffoxidbelastung berichtet.
18.4.17 Bilder: Open Knowledge Lab Stuttgart; WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+1 #12 DerBamberger 2017-05-02 23:00
Supertop!
Sechs Sensoren sind online und geben die gemessenen Werte wider.
Ein oder zwei Sensoren in der Innenstadt wären noch gut. Ist eine prima Sache!
+4 #11 DerBamberger 2017-04-25 06:31
CRFA2.
Ob die Messungen mit den Geräten amtlich sind oder nicht, spielt doch eine untergeordnete Rolle. Man kann aber doch sehr schön Tendenzen der Belastung erfassen und natürlich auch publizieren. Eiin nicht zu unterschätzender Umstand wie ich meine. Amtlich hingegen ist die Tatsache, dass in den Städten eine erhöhte Tendenz zu Allergien und Kreislaufkrankkeiten zu messen ist. Woran das wohl liegen mag?
+3 #10 CFRA2 2017-04-25 01:13
Wo, und in welcher höhe sind den nun die Messgeräte angebracht? Siehe dazu: DIN EN 16450:2015-10 Außenluft - Automatische Messeinrichtungen zur Bestimmung der Staubkonzentration (PM10; PM2,5) bzw. ergänzend auch https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3416.pdf
+4 #9 Feinstaub messen 2017-04-24 21:40
Die ersten drei Messgeräte der Bastelaktion vom Wochenende sind aufgehängt. Die Daten sind online zu sehen unter: http://bamberg.maps.luftdaten.info/
Was sehen wir dort? Heute ist die Luft in Bamberg gut. Wie schön. Mal sehen, wie es sich entwickelt.
-4 #8 Clavius1970 2017-04-22 16:45
Wann kommen denn die Selbstbausätze für die Messung von Asbestbelastung, Legionellenbefall, Radioaktivität, Kirchturmglockenlärm, Hähnekrähen, Schlaglochzählen und Gartenzwergwildwuchs auf den Markt? Wir sind ja auch eine Insel in Europa und drumrum ist alles tiptop. Die pfeifen uns was die anderen Europäer. Nur wir machen uns immer wieder zum Deppen. Also genießt das herrliche Leben in unserer schönen Stadt und dem Landkreis. Geht ins Bambados, Schlenkerla, auf die Keller oder zu die Brösels und laßt Euch eure Psyche nicht von solchen Schwarzmalern kaputt machen.
+8 #7 CFRA2 2017-04-22 08:14
Nach @heinos link wird die SDS011-Messzelle eingesetzt. Sie hat in den ersten 8000h Betriebsstunden eine Fehlerrate von +/- 5%, dann steigt der Fehler, oder sie muß gereinigt werden.
Ein genauerer Test der Vorgänger Meßzelle (PPD42NS) gibt es unter: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0137789
+6 #6 heino 2017-04-21 12:58
zu #5 CFRA2: einfach am Samstag abend kommen und den Referenten fragen, wie valide die gemessenen Daten sind. "Mist" ist das sicherlich nicht, sonst hätten würden nicht so viele Leute zu diesen Bastel-Abenden kommen, wie das seit Monaten passiert, zu sehen bei Luftdaten.info.
+1 #5 CFRA2 2017-04-19 14:14
"Wer mißt, mißt Mist"
Ein selbstgebautes Messgerät, dazu noch aus einem Bausatz mit nur 9 Teilen, wo (wenigstens in diesem Artikel) jegliche Angaben zur Kalibrierung der Meßzelle bzw. dessen Toleranzen fehlen, das dazu noch von jedem individuell aufgestellt wird, soll vergleichbare Werte liefern?
Ich will das hehre Ziel nicht in Abrede stellen, aber ob das Ergebnis am Ende aussagekräftig ist, mag ich zu bezweifeln.
+1 #4 Bamberger-Reiter 2017-04-19 13:39
Will hier GAL die Wähler klauen.
+1 #3 Bürger dieser Stadt 2017-04-19 08:08
Gewohnheit. Faulheit. Dekadenz. Arsch hochkriegen?!

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