Auf einen guten Tag

                                    

In den großen Krisen des Lebens muss man immer zuerst wagen; dann kommt das Können und zuletzt das Sehen, dass es das Richtige war.
Carl Hilty (1833-1909) Schweizer Staatsrechtler


 

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A 14

Den hob i dä aana aigschänggd, di woä gsässn.

aischänggn  = wörtl. einschenken, verabreichen

Dem habe ich eine verabreicht, die hat gesessen.

 

Mä däfäd schiä a weng aischüän.

aischüän = wörtl. einschüren, einheizen 

Man dürfte direkt ein bisschen einheizen.

 

Bai den sain Voädrooch wär i bal aigschloofm, wenn mai Fraa mi ned immä widdä nai di Seidn kaud hädd.

aischloofm = wörtl. einschlafen 

Bei seinem Vortrag wäre ich bald eingeschlafen, wenn mich meine Frau nicht immer wieder in die Seite gestoßen hätte.

 

Däs kosd dä airooma.

airooma = wörtl. einrahmen; hier: merken
Das kannst du dir merken.

Di höd mi dä aigsaafd!

aisaafm = wörtl. einseifen; hier: eingeredet
Die hat auf mich eingeredet.

 

Des Röggla du i a weng aisaama.
aisaama = wörtl. einsäumen

Das Röckchen werde ich ein wenig einsäumen.(taugt noch)

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Schaden oder Nutzen? Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist umstritten. Die Bamberger SPD will das Mittel auf städtischen Flächen verbieten.Privatgrund wäre formal nicht betroffen.

Eigentlich eine Frage der Europäischen Union

Das zuständige Expertengremium der EU-Länder hat vergangene Woche die Entscheidung über die weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in Europa vertagt. Stattdessen will die EU-Kommission in den nächsten Wochen weiter mit den Mitgliedstaaten an einer Lösung arbeiten, die größtmögliche Unterstützung hat. Wie man lesen kann, soll es um eine Verlängerung der Genehmigung um fünf bis sieben Jahre gehen – aber noch soll das für rd. zehn EU-Ländern zu wenig sein.
Jetzt auf kommunaler Ebene. Bereits mehrere Städte haben für ihre Gemarkung ein Glyphosat-Verbot ausgesprochen. Da auch auf Bamberger Böden seit vielen Jahren Glyphosat ausgebracht wird, soll es nun von den städtischen Flächen verbannt werden.
Die SPD-Fraktion im Bamberger Stadtrat hat einen entsprechenden Vorstoß gemacht. Ihr Mitglied und Gärtnermeister Gärtner Sebastian Niedermaier hat beantragt, „die Nutzung von Glyphosat auf allen städtischen Flächen zu verbieten. Die Stadt Bamberg solle eine Vorreiterrolle im Umwelt- und Naturschutz einnehmen und durch ein Verbot von Glyphosat darauf hinwirken, dass auch auf anderen Flächen im Stadtgebiet kein Glyphosat mehr zum Einsatz kommt. Deshalb soll der Einsatz von Glyphosat auf allen Flächen, die der Stadt Bamberg gehören und die an Gärtner und Landwirte verpachtet sind, schnellstmöglich verboten werden.“
Niedermaier begründet seinen Appell damit, dass Glyphosat im Verdacht steht, krebserregend zu sein, es den Bestand von Vögeln und Insekten mindert, aber trotzdem in der Landwirtschaft regelmäßig zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird.

»Das ist reiner Aktionismus!«

Der Vorstoß von Niedermeier wird aber nicht überall geteilt. In der Landwirtschaft ist ein Verbot des vergleichsweise preisgünstigen Glyphosats umstritten. Im FT Bamberg (30.10.) wird Reinhard Ostermeier vom Amtlichen Pflanzenschutzdienst in Bayreuth zitiert: »Das ist reiner Aktionismus«, sagt der Experte. „In unserer Region werde Glyphosat bei weitem nicht in den Massen ausgebracht wie in Nord- und Südamerika. Viele Landwirte nützen es laut Ostermeier gar nicht. Unabhängige Tests hätten dem Herbizid sogar eine Bienenunbedenklichkeit bescheinigt.“
Differenziert sieht BA-Stadtrat Hans-Jürgen Eichfelder die Sache. Der Haupterwerbsgärtner hat in der Nord- und Südflur der Stadt auch Flächen gepachtet. Laut seinen Worten ist der Einsatz von Glyphosat in Bamberg für viele Landwirte selbstverständlich. Er selbst setze es als Gemüsebauer aber nicht ein. Deshalb hat er mit einem möglichen Verbot auch kein Problem. Andere würde es aber durchaus treffen.
Allerdings: Anwender dürften auf ihrem Privatgrund auch nach einem Verbot durch die Stadt weiterhin das Unkrautvernichtungsmittel ausbringen. Damit würde das Verantwortungsbewusstsein einerseits verstärkt gefordert, andererseits würde natürlich auf die Betroffenen wieder vermehrt Handarbeit zukommen.
31.10.17 Bilder: Bundesumweltamt; WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+6 #7 Sunday 2017-11-02 23:58
#6 Lob Deiner Einsicht, Werner wirklich. Und gut, daß Du beim Einkauf auch mitdenkst.
Ich bleibe aber dabei - wir müssen bei uns anfangen, dann Druck machen auf die Breite der Erzeuger und dann müssen weitere Gesellschaften nachziehen und zwar nicht kangsam sondern schnell. Außerdem sind viele sogenannte Schwellenländer in Afrika und Asien - z. Z aus Not nie von der clevereren Produktion weggekommen oder schon wieder, dort weil es ncht anders geht. Urban Gardening in Slums etc. - da gibt es Projekte, da können wir nur schauen. Außerdem, ist es überholt, daß immer die "moralische Keule" als Vorwurf zu bringen, gähn. Es geht nicht um Rehthaberei sondern um eine Notwendigkeit breiten Gedanken und grundsätzlichen Haltungswechsels
0 #6 Werner 2017-11-02 19:09
Ihr habt ja alle recht, da braucht ihr gar nicht so auf mir rumhacken.

Aber denkt doch mal global, wie ich es geschrieben und gemeint habe. Ich selbst kaufe auch regional, vom Markt und entstamme einer traditionellen Garten-Selbstversorger-Kindheit, incl. Hausschlachtung und dem Essen, was draußen wächst.

Das reicht aber eben nicht für allesamt, oder ist hier irgendjemand Bauer! Jemand, der Ahnung von der Materie hat, auch StR Eichfelder machts nicht aus Jux und Nächstenliebe. Sagt das lieber mal den Landwirten, die Tausende Hektar in Argentinien, Galizien bewirtschaften, oder der Reisindustrie in Asien! Da müsst ihr mit Eurer moralischer Keule draufhauen, nicht hier! Meine Meinung.
+9 #5 Heiner 2017-11-02 03:20
@3 / Werner
Wie wäre es wenn , ich unterstelle Dir das mal Deine Lebensmittel heimisch und regional kaufst. Gestern war ein Bericht am Tv über behandeltes Obst und Gemüße aus China. Oh mein Gott die Menschen vergiften sich selbst. Kauf Lebensmittel bei uns , kauf das was regional und in der Saison angeboten wird und schon wird nicht mehr soviel gespritzt wegen der Haltbarkeit. Kurze Wege und Umweltschutz gibt es gratis dazu. Das ganze EU Gedöns fällt dann auch weg weil die Gurke einfach Gurke sein darf. Muss es sein dass im Winter Bio Weintrauben ( wer es glaubt) aus Südafrika im Markt angeboten werden ?
+20 #4 Sunday 2017-11-01 03:07
Ich frage meinen Gärtner, was er verwendet und sollte es Glyphosat oder so etws sein, hat er mich das letzte Mal gesehen. So einfach ist das.

@#3 Daß nur mit diesen Mitteln die entsprechende Menge an Nahrungsmitteln erzeugt werden kann, ist längst widerlegt. Progaganda der Herbizid- und Fungizidhersteller.
Die vormalige Landwirtschaft war gesund, wenn auch nicht so ertragreich. Doch im Bereich ökologischen Landbaus hat sich EXTREM viel getan und es ist inzwischen erwiesen, daß kleinteiliger Landwirtshaft und nicht die großen Flächen die Alternative sind. Ist tatsächlich so.
Siehe z. B. hier:
http://cdn-storage.br.de/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-bP/_-0S/5yrp52vH/150716_0905_radioWissen_Oekosystem-Erde---Die-Landwirtschaft-der-Zu.mp3

Mit den langfristig die Böden nachhaltig zerstörenden Giften die Art so zu wirtschaften wie jetzt ist eine Sackgasse. Mahlzeit wer mag.

A propos Dystopie - wenn man das Wort aus der Literaturwissenschaft schon bemühen muß - was heißt hier werden - haben wir die nicht eh schon?
-7 #3 Werner 2017-10-31 22:14
Alles richtig, das Zeug ist natürlich Gift. Aber mal anders herum und global gedacht : wie sollen denn über 7 Mrd ernährt werden, wenn es die industrielle Landwirtschaft nicht gäbe?

Das würde alles in einer Dystopie enden.
+15 #2 schaumermal 2017-10-31 15:50
unabhängige untersuchungen? :-x
https://www.welt.de/wissenschaft/article162953499/Glyphosat-vergiftet-die-Wissenschaft.html

es ist hinlänglich bewiesen, dass monsanto und seine lobbyhelfer viele der studien gekauft und damit gefälscht haben. daher sind sogar die aussagen der verbände unglaubwürdig.

verarschen kann ich mich auch selbst. im eigenen garten verwende ich nur essigwasser als künstlichen helfer, weil ich auch morgen noch darin leben möche.
+1 #1 normalo 2017-10-31 10:08
sinnvoller Kompromiss:
Glyphosat als Reifebeschleuniger bei Getreide verbieten, da es direkt auf die Ernte gespritzt wird und sich nicht abbaut, jedoch als normales Herbizid mit den schon jetzt geltenden, strengen Auflagen lassen.

Bitte auch mal über die Alternativen diskutieren: Viele Landwirte geben an auf andere Mittel umzusteigen, über die kein Mensch redet und die wesentlich giftiger sein können.

Und zu Glyphosat im Bier: Die Analysemethoden werden immer besser, also wundert es mich nicht. Es wird gestritten, ob G. vielleicht krebserregend ist oder nicht aber bei Ethanol (Alkohol) wissen wir es sicher und wenn jemand vom Bier Krebs bekommt, dann sicher nicht vom Glyphosat, sondern vom Alkohol!

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