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Carl Hilty (1833-1909) Schweizer Staatsrechtler

 

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Auch die WeBZet möchte jetzt doch etwas Ferien machen und wird deshalb ihr Erscheinen in den nächsten Wochen ausdünnen.

Es füllt sich. Der Verein „Kulturquartier Lagarde“ möchte auf dem gleichnamigen ehem. Kasernengelände eine Heimstatt. Dabei sein will auch der Migranten- und Integrationsbeirat.

Mögliche Bedarfe sammeln

„Es soll der Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements und zur Förderung des interkulturellen Dialogs in Bamberg dienen“: Der Migranten- und Integrationsbeirat hat den Antrag gestellt, ein interkulturelles Kulturzentrum auf dem Konversionsgelände einzurichten.
Oberbürgermeister Andreas Starke hat darauf geantwortet und seine grundsätzliche Zustimmung gegeben. Er bezieht sich in einem Schreiben darauf, dass „diesbezüglich bereits Gespräch zwischen der Stadtverwaltung unter der Federführung des Kulturreferates unter Einbeziehung des Konversionsreferates und einem eigens gebildeten Verein „Kulturzentrum Lagarde“ stattfinden.“ Das Ziel dieser Gespräche bestehe darin, ein Betriebs- und Organisationskonzept für ein mögliches Kulturzentrum auf der Lagarde-Kaserne zu erarbeiten, welches den „dauerhaften Betrieb eines Kulturzentrums möglich macht“. »Ich unterstütze daher die Anregung von Herrn Dr. Lange, dass Sie mögliche Bedarfe nach kultureller Nutzung oder Räumen für die Vereinsarbeit sammeln und an das Kulturamt weiterleiten«, teilt der OB Starke mit.

Keine Aussage, welche Gebäude für eine Kulturnutzung infrage kommen

Seitens des Konversionsamtes der Stadt sucht man zurzeit einen Weg, die Entwicklung eines „Kulturquartiers“ voranzutreiben. „Das Ziel des Projektes ist die Schaffung einer attraktiven Quartiersmitte für den Lagarde-Campus, die zudem ein Anziehungspunkt für den gesamten Bamberger Osten sein soll“, heißt es in einem Bericht für die Sitzung des Konversionssenats am 23.5.17. Weiter: „Der Vorplatz des möglichen Veranstaltungssaales in der sog. Reithalle (> Bild l.) wird als städtebauliches Entrée identitätsgebend für den Lagarde-Campus sein. Die unter Denkmalschutz stehende Reithalle ... wird angemessen stadtgestalterisch eingebettet.“
Dann die Besonderheit des Berichts: „Das ursprünglich geplante Projekt kann aufgrund der reduzierten Fördermittelgewährung von 2 Mio € gegenüber der beantragten Förderhöhe von 5,6 Mio. €, nicht im beantragten Umfang realisiert werden“. Damit sind Fördermittel aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ (NPS) gemeint. Die möglichen Fördermittel aus dem Topf „Soziale Stadt“ sind davon unberührt. Mit Mitteln aus dem NPS-Förderprogramms soll „die Maßnahme „Vorplatz zur Reithalle“ umgesetzt werden. Dazu der Gebäudeumgriff des ehem. US-Hauptquartiers (> Plan r.) Das Gebäude selbst ist dabei nicht Projektgegenstand.
Mit diesen Überlegungen ist noch nichts darüber ausgesagt, welche Gebäude z. B. für eine Nutzung als "Kulturquartier" vorgesehen sind.
Es wird sich also noch klären müssen, ob die Zielsetzung „Schaffung einer attraktiven Quartiersmitte“ mit den Plänen des Vereins „Kulturquartier Lagarde“ übereinstimmt.
1.6.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+6 #10 Frau Holle 2017-06-02 10:56
Die Ziele des Vereins sind schlüssig und unterstützenswert, keine Frage. Aber so ein "Kulturquartier" kann Begehrlichkeiten wecken, und das von verschiedenen Seiten. Besonders eine Freifläche betrachte ich mit einer gewissen Zurückhaltung. Es wäre nicht schön, wenn sich die Sache mit den Veranstaltungen ähnlich entwickeln würde wie auf dem Maxplatz. Das ist ein warnendes Beispiel, das zeigt, dass es in bestimmten Fällen sogar besser wäre, so eine Freifläche nicht zu haben. Behutsamkeit ist das A und O. Man sollte bedenken, dass am Ende nicht der Verein über das Veranstaltungsprogramm bestimmt, sondern jemand anderes.
+6 #9 McFly 2017-06-02 09:46
Ergänzung zu meinem Kommentar und dem von R. Pfaff:

Die aufgeführten Zielkonflikte zeigen wie komplex das Ganze ist und man wird es -wie so oft im Leben - nie allen Recht machen können.
Wichtig ist in meinen Augen aber, dass der Weg der Entscheidungsfindung transparent und fair ist, man die Bürger und die Interessensgruppen von Beginn an involviert und man nicht von vornerein lediglich auf Basis von Kosten denkt und mögliche Konzepte aufgrund erster Kostenschätzungen für unmöglich einstuft.
Kultur kostet Geld aber ist es allemal Wert sofern es von Bürger und für Bürger ist!
+7 #8 R.Pfaff 2017-06-02 09:22
Mc Fly hat absolut recht, wenn er sagt, das Raum knapp ist und daher Geld kostet. Ein der Folgen ist, dass es für einfache Leute immer schwieriger wird selbst aktiv am kulturellen und sozialen Leben teilzuhaben. Genau dem will der Kulturquartier Lagarde e.V. entgegenwirken und hat dabei drei wesentliche Ziele. Erstens - Räume für Veranstaltungen aller Art. Vom Vereinstreff, über Geburtstagsfeiern bis zu Jugend- oder Musikveranstaltungen. Die Räume sollen dabei anders sein als z.B. Arena oder Konzerthalle: Vielfältig nutzbar, robust und schlicht , aber dennoch attraktiv, brauchbar und ganz wichtig, bezahlbar. Zweitens - Raum für soziales und bürgerschaftliches Engagement wie z.B. Hausaufgabenbetreuung oder Seniorentreff. Drittens- Eine Mitte für Bamberg-Ost. Eine attraktive Freifläche, die im Sommer als Biergarten dienen kann, auf der z.B. auch Open-Air Kinoveranstaltungen stattfinden können, ebenso wie die Heinrichskerwa , oder ein Weihnachtsmarkt oder ein Ostermarkt. Mit attraktiver Gastronomie im Umfeld könnte hier ein Ort der Begegnung entstehen, der ganzjährig als Treffpunkt und Ort der Begegnung dienen kann.
Aber nochmal zurück zum Geld. Damit das Ganze kein finanzielles Abenteuer wird, soll das Betriebskonzept für das Areal gemeinsam mit der Stadt erarbeitet werden. Was ein solches Zentrum am Ende kostet, weiß man, wenn alle Gegebenheiten und Anforderungen bekannt sind und ein mögliches Betriebsmodell gefunden ist. Von vergleichbaren Einrichtungen weiß man, dass es möglich ist bis zu 70% der Kosten selbst zu erwirtschaften, was verglichen mit anderen kulturellen und sozialen Einrichtungen enorm viel ist.

Kultur und Soziales sind genauso wie Straßen und Schulen Bausteine einer funktionierenden Gesellschaft und somit ebenso wichtig. Und wie bei allen anderen Bereichen auch, wird es sich irgendwann bemerkbar machen, sie vernachlässigt werden.
Wer mehr Informationen will, oder sich und seine Ideen, oder auch Kritik selbst einbringen will ist ganz herzlich eingeladen zu einem der offenen Treffs des Kulturquartiers zu kommen. Nächster Termin ist der 12.06. um 19:00 Uhr in der Ostbar in der Zollnerstr.
+12 #7 McFly 2017-06-02 08:32
In der Tat sind hier schon jetzt mehrere Zielkonflikte vorhanden.
1. Jegliche Kultur braucht Raum. Und Raum ist in Bamberg bekanntlich knapp und kostet Geld. Geld ist nicht vorhanden - Bamberg ist massiv verschuldet und angesichts der Herausforderungen von Kitaplätzen, Modernisierung von Schulen und öffentlicher Gebäude, Straßen-und Radwege sowie millionenschwere Beteiligung am Bahnausbau (der kommt uns Bamberger egal wie teuer und hart zu stehen!) ist das ein Zielkonflikt par excellence. Fördermittel hin oder her - die Stadt wird sich einbringen müssen.
2. Welche Kultur, welche Träger haben Vorrang und dürfen mehr Platz beanspruchen? Wer entscheidet dies und auf welcher Grundlage?
3. Was bedeutet Multikultur für den ohnehin dahingehend stark beanspruchten Stadtteil Bamberg-Ost? Findet Multikulturelle Begegnung dann hauptsächlich in Bamberg-Ost statt weil dort Raum und Akzeptanz vorhanden ist?
+8 #6 Frau Holle 2017-06-01 17:51
#5:
Im Ernst, für den Maxplatz wäre das eine Verbesserung. Ich kann mir vorstellen, dass sich so mancher Anwohner darüber sogar freuen würde.
Was für einen Stadtteil einen Abstieg bedeutet, kann für den anderen Stadtteil ein Aufstieg sein. Komplizierte Welt.
+8 #5 freggerla 2017-06-01 17:15
@#4
ich wäre dafür, dieses Zentrum ins Zentrum zu verlegen, am Besten auf den Maxplatz, der ist eh so trist, dann isser wenigstens "bunt"!
+5 #4 Rubberduck 2017-06-01 17:09
@ freggerla:
Wieso? So ein Stadtteil a'la Berlin MV, Marzahn, Zehlendorf oder der berüchtigte "Kölnberg" hat doch was für sich... IRONIE OFF!
Zumindest aus der Sicht der Leute, die hier nicht wohnen müssen.....
+5 #3 Rubberduck 2017-06-01 17:04
Hahaha.
Da brauchst in der Lagarde weder bauen noch sonst was.
Jetzt wurde schon die Flynn annektiert, dann hast in der Lagarde ein MultiKultiKommunikationsZentrum zum interkulturellen Austausch.
Muhahahaha.
Goodbye Kaserne!
Next Please!
+3 #2 Bürger dieser Stadt 2017-06-01 16:33
Seid vorsichtig, Leute. Seid vorsichtig.
+6 #1 freggerla 2017-06-01 16:29
Das habe ich befürchtet!
Bamberg Ost, Albtraum Stadtteil der Deutschen!

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