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Aus der ehem. Lagarde-Kaserne soll ein „Lagarde-Campus“ werden. Das Ergebnis von Vorbereitenden Untersuchungen liegt jetzt vor. Stellungnahmen sind möglich.

Verschiedene Nutzungen sind vorgesehen

Es ist erst der Entwurf für einen Abschlussbericht. Die „Vorbereitenden Untersuchungen“ enthalten neben Bestandsanalysen insbesondere die Darstellung der Handlungsfelder und Sanierungsziele für eine künftige Entwicklung des Gebietes. Im Zuge der öffentlichen Auslegung können nun alle Interessierten bis einschließlich 23.10.2017 ihre Anregungen dazu einbringen.
Die ehem. Lagarde-Kaserne wurde bis Dezember 2014 durch die amerikanischen Streitkräfte genutzt. Seitdem ist das 22,5 Hektar große Areal durch Leerstand geprägt. Das Gelände ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und bildet nach wie vor einen Fremdkörper innerhalb von Bamberg Ost. Die Stadt Bamberg verfolgt das Ziel, hier ein gemischt genutztes urbanes Stadtquartier, zu entwickeln. Im „Lagarde-Campus“ sollen neben Kultur- und Kreativnutzungen, einem IT- und Gesundheitsquartier vor allem auch Wohnraum und Dienstleistungsarbeitsplätze entstehen. Zudem soll die Lagarde-Kaserne wieder in das Stadtgefüge eingebettet werden, wozu es der Öffnung der bisher geschlossenen städtebaulichen Struktur des Areals und der Schaffung von verkehrlichen Vernetzungen bedarf.

Städtebaulichen Missstände benennen und Sanierungsziele festlegen

Um die städtebauliche Entwicklung des „Lagarde-Campus“ voranzutreiben sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Aus diesem Anlass wird die Ausweisung des „Lagarde-Campus“ als Sanierungsgebiet angestrebt. Voraussetzung hierzu sind Vorbereitende Untersuchungen, die die städtebaulichen Missstände benennen und Sanierungsziele festlegen.
Die Stadt Bamberg kann hierbei auf die Ergebnisse eines umfassenden Planungsprozesses seit dem Jahr 2012 unter breiter Beteiligung von externen Fachleuten, Verwaltung, Politik und Bürgerschaft zurückgreifen. Umfangreich vorliegende Konzepte, Planungen und Bestandsunterlagen wurden und werden dabei immer wieder fortgeschrieben und ergänzt.
Die Weiterentwicklung der bestehenden Planungen ist nötig, da geänderte Rahmenbedingungen – wie die Nutzung der Konversionsflächen durch die Bundespolizei auf unbestimmte Zeit – die früheren Überlegungen in Teilen überholt haben.
Der Entwurf des Abschlussberichts kann beim Stadtplanungsamt, Untere Sandstraße 34, 3. Stock, oder unter www.bamberg.de/stadtplanungsamt eingesehen werden.
4.10.17 Bilder: WeBZet; städt.Konversionsamt. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+17 #10 Wolfer 2017-10-05 12:49
Zu # 9: in Schweinfurt stand die Übernahme von möglichSt viel intakten Wohnraum im Vordergrund. Der Herr in Bamberg wollte das nicht. Ihm war/ist wichtiger, daß neu gebaut wird. Wenn man die an diesem Geschäft beteiligten Leute betrachtet, dann kann man sich das denken.
+10 #9 Rubberduck 2017-10-05 11:03
Anfang 2012 stand endgültig fest, dass die komplette Garnison und damit alle US-Liegenschaften in Schweinfurt bis Ende 2014 aufgelöst werden. Dies bedeutete, dass mehrere Tausend Menschen die Region Schweinfurt verlassen werden.

Zum Jahresende 2014 wurden sämtliche US-Liegenschaften, die auf dem Stadtgebiet der Stadt Schweinfurt liegen, an die Bundesrepublik Deutschland, verwaltet von der BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), zurückgegeben.

Die Stadt Schweinfurt stand und steht vor der großen Herausforderung, die freiwerdenden Flächen (insgesamt rund 74 ha allein im Stadtgebiet) einer sinnvollen und nachhaltigen Nutzung zuzuführen.

Im Gegensatz zu anderen Konversionsstandorten hat sich die Stadt Schweinfurt bereits 2012 und damit bereits sehr frühzeitig mit dem Prozess sowie den Folgen der Konversion auseinandergesetzt, die notwendigen Schritte eingeleitet und damit den Grundstein für einen erfolgreichen Ablauf gesetzt.

Quelle: google
Schweinfurt/Konversion.

SO! gehts. Und nicht wie bei dem Trauerspiel bei uns!
+6 #8 WeBZet 2017-10-05 09:16
zu # 1. Die richtige Verlinkung war in der Tat nicht (leicht) zu finden. Hier jetzt die hoffentlich funktionierende Verbindung: http://planungsamt.bamberg.de/dmdocuments/2017_09_12_VU_Lagarde.pdf :-)
+5 #7 Baba Yaga 2017-10-05 06:44
Sieh mal einer an, hier ist jemand in der Lage, den eigentlichen Fehler nüchtern und ohne Wut zu benennen.
Schweinfurt hatte wohl mehr Geld auf der hohen Kante und gute Partner, in jeder Stadt existieren andere Rahmenbedingungen. Wenn Bamberg aber sagt, dass wir das Geld eigentlich nicht haben, hätte hier der Ball von Beginn an flach gehalten werden müssen. Es war bekannt, dass der Erhalt der Flächen nicht gesichert war. Trotzdem wurden Behörden eingerichtet, Gutachten in Auftrag gegeben, Erwartungen geweckt. Das stimmt.
Niemand verlangt Unmögliches. Aber diese unnötige Hast war wohl der eigentliche politische Fehler. Das war überflüssig.
+10 #6 Rubberduck 2017-10-04 21:18
Schweinfurt - Leute...
Ich sag' nur Schweinfurt.
Da haben uns die Unterfranken ;-) gezeigt, wie man sowas gehandelt bekommt.
In dem Fall sticht der Unter den Ober(Wortspiel!)
Amis abgezogen - gekauft - Fall erledigt.
Keine Schacherei und Schulbubenmässige Vorführerei wie bei unserem Kaschberltheater.
+9 #5 Bürger dieser Stadt 2017-10-04 20:10
Viertens: Für die Entwicklung der Lagarde-Kaserne hoffe ich das Beste. Eine gemischte Nutzung ist nicht verkehrt. Gerade beim Thema Wohnen sollte darauf geachtet werden, daß eine Mischung aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen angesprochen wird. Eine homogene Bewohnerstruktur kann kein Stadtteil brauchen.
+7 #4 Bürger dieser Stadt 2017-10-04 20:04
Erstens: Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Davor sind vorbereitende und u.U. kostenintensive Maßnahmen wie Planungen, Untersuchungen etc. nicht angebracht. Völlig ineffizient.

Zweitens: Beim Thema Stadtentwicklung und Wohnraum darf man sich nicht auf eine Pokerpartie einlassen, indem man etwa auf Zeit spielt. Dafür ist dieses Thema für die Öffentlichkeit zu wichtig und zu ernst. Entweder man greift sofort beherzt zu, oder man läßt es (zunächst) ganz bleiben und vermeidet es, zu einem verfrühten Zeitpunkt irgendwelche Hoffnungen zu schüren.

Drittens: Hier wurden keine Anfängerfehler gemacht. Hier wurde ein kapitaler Bock geschossen. Die simple Einhaltung der gebotenen Chronologie hätte der Bürgerschaft viel Enttäuschung erspart. Ich behaupte nicht, daß ich eine perfekte Konversion hingelegt hätte. Aber ein derartiger Verstoß gegen ganz einfache Lebensweisheiten wäre mir ganz sicher nicht unterlaufen.
+6 #3 Rubberduck 2017-10-04 17:40
"Die Stadt Bamberg kann hierbei auf die Ergebnisse eines umfassenden Planungsprozesses seit dem Jahr 2012 unter breiter Beteiligung von externen Fachleuten, Verwaltung, Politik und Bürgerschaft zurückgreifen. Umfangreich vorliegende Konzepte, Planungen und Bestandsunterlagen wurden und werden dabei immer wieder fortgeschrieben und ergänzt. "

Soweit ein Auszug aus o.a. Artikel.
Interessant an der Sache ist, bereits ab bekanntwerden des Abzuges der US-Armee (LEIDER!) bis zum Jahre 2017 (Kauf der Lagarde) wurde geplant, gefeilt, diskutiert....
aber NICHTS auf die Reihe gebracht!
Es war ja nicht mal sicher, ob die Stadt die Lagarde bekommt...
Nachtigall, ick hör' dir trapsen....! :-x
+17 #2 Bambergerin 2017-10-04 14:54
Hier ist immer nur von den Planungen der Stadt in Sachen Gestaltung zu lesen und dass die Stadt hier ein "urbanes Stadtquartier" errichten will. Außerdem sind wohl 800 Wohneinheiten im Gespräch, die geschaffen werden sollen. Allerdings wird nicht erwähnt, dass nicht nur der Bau dieser Wohneinheiten, sondern auch das Bauland, auf dem diese Wohnungen entstehen sollen, zum Kauf und zur Bebauung europaweit ausgeschrieben sind! (siehe Ausschreibung hier: https://www.dreso.com/iav-lagarde ) Im Ausschreibungstext heißt es unter anderem; "Gewünscht ist die Entwicklung eines lebendigen Wohngebiets für viele Zielgruppen (Familien, Alleinstehende, Senioren, Paare) und möglichst alle Einkommensgruppen (25 Prozent bezahlbarer Wohnraum). Wohnergänzende Nutzungen in den Erdgeschossen sind neben einer hochwertigen Freiraumgestaltung mit Gemeinschaftsbereichen für eine attraktive Gesamtgestaltung gefordert."

Wohlgemerkt NUR 25% SOLLEN BEZAHLBARER WOHNRAUM WERDEN!

Die restlichen 75% können dann ja wieder hochpreisig und nur von Besserverdienern gemietet oder gekauft werden. Es wird noch nicht einmal festgeschrieben ob es Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen werden sollen! Wir Bürger werden in Sachen Konversionsgelände weiterhin den Kürzeren ziehen, sofern wir eben nicht zu den Besserverdienern gehören!
+2 #1 McFly 2017-10-04 13:47
Leider ist auf der Seite www.bamberg.de/stadtplanungsamt weder der Abschlussbericht noch ein Formular zur Einbringung der Bürgerinteressen zu finden.
Liebe Webzet Redaktion: Bitte bei Gelegenheit einen entsprechenden Link zur Verfügung stellen. Dankeschön!

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