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Mehrere Tausend Mieter und Vermieter in Bamberg erhalten ab Mitte April ein von OB Starke unterzeichnetes Schreiben. Die Angeschriebenen können sich an der Erhebung beteiligen.

Mieter werden in mehreren Schritten befragt

Wichtig! Die Vermieter werden schriftlich befragt; die Mieter vorwiegend in Interviewform. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig.
Die Mieterhaushalte wurden bereits mittels einer Zufallsstichprobe aus dem Bamberger Einwohnermelderegister ausgewählt; die Datenerhebung erfolgt dann in mehreren Schritten.

Zunächst wird mittels eines Kurzfragebogens geklärt, ob die Wohnung für die Auswertung überhaupt in Frage kommt. Ist das der Fall, wird in einem nächsten Schritt ein Termin für ein persönliches Interview mit den Mieterhaushalten vereinbart. Die Interviews werden anschließend durch geschulte und zum Datenschutz verpflichtete Interviewer im Zeitraum von April bis Juni 2017 durchgeführt. Im Rahmen des Interviews werden die Mieter zur Art, Größe, Beschaffenheit, Ausstattung und Lage ihrer Wohnung befragt.

Mietspiegel soll für Transparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgen

Alle Daten werden vertraulich behandelt und die datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden eingehalten. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig, die Stadt Bamberg bittet jedoch um rege Beteiligung. Warum? Für eine repräsentative Befragung ist eine hohe Beteiligung erforderlich. Deshalb ist sehr wichtig, dass möglichst viele ausgewählte Mieter und Vermieter an der Befragung teilnehmen.
Seit dem Jahr 2014 sorgt ein qualifizierter Mietspiegel für Transparenz auf dem Wohnungsmarkt in Bamberg. Er dokumentiert die ortsübliche Vergleichsmiete für verschiedene Wohnungstypen und ist daher von großer praktischer Bedeutung für den Ausgleich zwischen Mietern und Vermietern. Er schafft Rechtssicherheit und dient in Bamberg seit Anfang 2016 auch als Grundlage für die Prüfung der Mietpreisbremse.

Der Mietspiegel 2018 wird wieder gemeinsam mit dem Mieterverein Bamberg e. V., Haus & Grund Bamberg e. V. und Vertreter/innen der Bamberger Wohnungswirtschaft entwickelt.
Mit der Durchführung und Auswertung der Befragung wurde das ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung GmbH aus Hamburg beauftragt.
Weitere Informationen zur aktuellen Erhebung des Mietspiegels können unter https://www.alp-institut.de abgerufen werden. Außerdem stehen die Ansprechpartner des ALP Instituts für Wohnen und Stadtentwicklung GmbH werktags von 9 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 040 - 8796 9159 8 und der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.
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Kommentare   

+3 #9 Hainberger 2017-04-18 09:57
Hallo zusammen,

ich gehöre zu den "Glücklichen" die bei der Umfrage dabei sind.

Eine der Fragen geht folgend:
"Liegt Ihre Wohnung in einem Einfamilienhaus, einer Doppelhaushälfte, einem Reihenhaus oder Zweifamilienhaus?"

Wenn ich diese mit Ja beantworte ist das ein Ausschlusskriterium und ich falle nicht in die Statistik (obwohl ich gerne würde und zum Interview geladen wäre).
Weiß jemand warum?

Beste Grüße!
+7 #8 Heinrich Schwimmbeck 2017-04-12 09:21
zu #5: Man weiß es sehr genau, wie viele Wohnkosten Bamberger ALG2-Bezieher vom ohnehin extrem knappen Lebensunterhalt abzwacken müssen. Alle 2034 Bedarfsgemeinschaften zusammen hatten 41.395 € selbst aufzuwenden, im Durchschnitt pro BG also 20,35 € (Stand Dez. 2015, Statisiken der Bundesanstalt für Arbeit). Und das liegt natürlich daran, dass die Stadt Bamberg die KdU-Grenzen (bis zu welcher Höhe die Kosten der Unterkunft angemessen sind) viel zu niedrig setzt.
Ich erwarte durch den neuen Mietspiegel im Vergleich zur letzten Ergebung vor 4 Jahren deutlich höhere qm-Angaben für Bamberg. Das hat zwei entgegengesetzte Effekte. Negativ: Vermieter können auf höhere reguläre qm-Preise verweisen, dann also höhere Mieten rechtfertigen. Positiv: Für ALG2-Bezieher werden dabei deutlich höhere KdU-Grenzen herauskommen, die Stadt Bamberg muss also höhere Anteile an den Wohnkosten tragen.
Das heißt noch lange nicht, dass die KdU-Grenzen dann richtig gezogen sind. Das Vorgehen, mit dem die Grenzen zuletzt festgesetzt wurden, ist unsachgemäß und belastet ALG2-Bezieher finanziell erheblich. Darüber kann der Interessierte auf den BaLi-Seiten detailliert nachlesen (http://bambergerlinke.blogspot.de/2016/02/antrag-den-familiensenat-kdu-grenzen.html).
Wer sich in dieser Frage engagieren mag, findet Mitstreiter in der Bamberger Arbeitslosen- und Armuts-Initiative (kurz: AuA), die sich jeden 3. Freitag im Monat um 16:30 Uhr im esg-Cafè trifft (Kontakt: facebook oder aua-bamberg@gmx.de).
Welche Art der Ermittlung der KdU-Grenzen für 2108 angewandt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Darüber habe auch ich als Stadtrat im zuständigen Senat bisher keinen Einblick bekommen.
+8 #7 babsi 2017-04-11 11:03
so isses. wir brauchn einvach noch mehr von den geilen iwents aufm magsblads damid harz4ler von bolidik abgelengt sind. kultivierte sachn sin ned gewünschd weil dann die kualidäd zu hoch is und harz4ler nimmer komen und nur tsu hause rumhängen und auf dumme gedangn komen. mehr geld für harz4 miete is auch von bauern ned gewünschd weil auch die von bolidik abgelengt werdn müssn. wen die tsu fiel über bolidik nachdengen werdn die tsornig und komen mit misdgabeln un des is bambächs undergang. des is überhaubd ned geil. das geld soll gefälliggst klausimausi bekomen um noch mehr von den geilen iwents tsu machn um bambäch tsu redden.
+17 #6 schönlangsam 2017-04-11 07:57
#5
sie können doch von einer stadt, die ihre immobilienhaie sogar vorsätzlich pudert nicht auch noch verlangen, dass sie sich ernsthaft um die schwachen der gesellschaft kümmert.

das müsste ja aus der eigenen kasse finanzierte werden. und das braucht man schließlich, um die ... (gestr. v. WeBZet) spitzenbeamte weit überdurchschnittlich zu bezahlen.

wenn man weiß, welche christlichen oder sozialen stadträte so laut nach dem mietspiegel gerufen haben, weiß man haargenau wer hinter diesem schmutzigen deal steckt.

einen mietspiegel im schlimmsten aller mietpreise zu beantragen ist schon mehr als eine klientelpolitik der anwalts- und lobbyistenpartei.

schlimm und pervers nur, dass die angeblich sozialen absahner dabei auch noch mitmachten. jetzt zahlen die armen leute eben drauf - voila. machen wir halt die nächste feier, damit es niemand merkt.
+9 #5 Bürger dieser Stadt 2017-04-11 07:36
Das ist das Problem. Ich will nicht wissen, wie viele ALG2-Bezieher von ihrem Regelsatz auch Wohnkosten bestreiten müßen, weil die KdU unrealistisch gedeckelt sind. Eine Differenzierung nach Baujahr der Mietverträge in den Mietspiegeln könnte das Problem entschärfen.
+9 #4 Olaf 2017-04-10 22:39
Für die Berechnung von Wohngeld und Sozialleistungen (wie Grundsicherung im Alter etc.) dürfen aber, wenn das hinkommen soll, nur Mietverträge aus den letzten drei, vier Jahren genommen werden. Wenn man das am Durchschnitt bemisst, langt's nimmer, denn da sind nicht wenige Verträge aus den 1970er/1980er Jahren dabei, wo noch nichtmals die Hälfte der heutigen Durchschnitts-Neuvermietungswerte erreicht wird, Andererseits müssen diese Altverträge mit einbezogen werden, wenn es um die erlaubte Anhebung Richtung Mietspiegel geht...
+11 #3 DerBamberger 2017-04-10 21:13
das ist doch ein Versuch einen noch höheren Mietspiegel einzuführen, damit auch ordentlich Reibach gemacht wird.
+8 #2 Bürger dieser Stadt 2017-04-10 19:31
Interessant ist nicht das Baujahr der Wohnungen, sondern das Datum der Mietverträge. Besonders aussagekräftig sind Mietverträge, die nicht älter als 3 bis 5 Jahre sind. Altverträge dagegen sind i.d.R. günstiger und drücken den Durchschnitt. Das verzerrt ein Stück weit die Realität. Eine Datenerhebung und -auswertung ist nie allumfassend.
+22 #1 Clavius1970 2017-04-10 18:43
Schon wieder diese Sprücheklopfer!
Hoffentlich schaffen die Beteiligten es diesmal für alle 16 Wohnungskategorien belastbare Daten zu erheben. Für eine Kategorie konnte keine Datenbasis, für 4 Weitere konnten nur zwischen 13 und 26 Vergleichsmieten, ermittelt werden. Erst ab 30 Vergleichsmieten gilt uneingeschränkte Aussagekraft. Interessanterweise handelt sich bei den Lücken im Mietspiegel um Wohnungen zwischen 20 und 41 qm, die man in einer Studentenstadt schon finden könnte. Also lieber Stadtrat, mal genau hinschauen für welche mangelhafte Arbeit hier Geld bezahlt wird. Auf den OBersprücheklopfer könnt Ihr euch da nicht verlassen.

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