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Unsere Kraft ist immer nur ein Gefühl, das sich aus der Schwäche der anderen ergibt.
Joseph Conrad

 

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Bamberchä Deutsch

 

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A 11

Eä is ka aimfochä Mänsch.
aimfoch = wörtl. einfach (leicht zu nehmender Mensch)
Er ist kein einfacher Mensch.

 

Braugsd di goä ned aimüschn!
aimüschn = wörtl. einmischen
Du brauchst dich gar nicht einzumischen!

 

Dän sai Kuni is ja so wos vo aing, däs gibds goä ned.
aing = wörtl. eigen (eigenes, besonderes Verhalten)
Seine Kunigunde ist dermaßen eigen, das kannst du dir nicht vorstellen.

 

Äs is ned di Wäld aiganga.
aiganga = wörtl. eingegangen, z.B. bei einer Sammlung
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Hosd wos dsän Aileeng nain Glinglboidl?
aileeng = wörtl. einlegen
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Däs is mai Aimfoäd, doo hod si kannä hiidsäschdälln!
Aimfoäd = wörtl. Einfahrt
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Kehrtwende. Oberbürgermeister Andreas Starke nimmt in der Süddeutschen Zeitung Stellung gegen die Staatsregierung in Sachen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

Die Erweiterung könnte sich auf die Sicherheitslage der Stadt auswirken

»Unseriös« und »peinlich« nannte OB Andreas Starke allein den Versuch, auf den Charakter einer Aufnahme- und Rückführungseinrichtung (= ARE) hinzuweisen. Das war im Feriensenat des Stadtrates am 20.8.2015 > WeBZet-Bericht "Diesmal nicht einstimmig". Jetzt erkennt er an, dass zumindest nicht mehr als 1500 Personen auf dem Areal einer ehem. US-Wohnsiedlung im Osten Bambergs untergebracht werden sollten. Ausführlich beschreibt ein Artikel der SZ v. 9.6.17 die aktuelle Situation in Bamberg. In Stichworten:
Die Aufnahmeeinrichtung soll für Asylbewerber nur eine Durchgangsstation für wenige Monate sein. Derzeit können dort etwa 1500 Menschen untergebracht werden, das Sozialministerium will die Zahl auf 3400 anheben. OB Starke spricht sich klar gegen die Erweiterung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge aus. Die Polizei befürchtet, dass sich die Erweiterung auf die Sicherheitslage auswirken könnte. Was kann einer Kommune zugemutet werden?

Bamberg will die Obergrenze für Flüchtlinge

Die WeBZet zitiert in Auszügen grob aus dem SZ-Bericht von Autorin Claudia Henzler:

Wir wollen eine Bamberger Obergrenze«, sagt OB Starke (SPD) und spielt damit bewusst ein CSU-Schlagwort zurück in Richtung Staatsregierung. ...
Derzeit können auf dem Areal ... im Osten der Stadt knapp 1500 Asylbewerber untergebracht werden, die dort auf die Bearbeitung ihres Antrags warten. Dabei soll es nach Ansicht der Stadt bleiben. Doch die Regierung will demnächst weitere acht der lang gezogenen Wohnblöcke in Betrieb nehmen. ... Einen konkreten Termin dafür gibt es noch nicht.
Bambergs Polizeichef warnt ebenfalls davor, die Zahl wie geplant auf 3400 anzuheben. Er sehe das »mit Sorge«, sagt Thomas Schreiber, Leiter der Polizeiinspektion. Er befürchte Auswirkungen auf die Sicherheitslage und das Sicherheitsgefühl der Bamberger, aber auch auf die Akzeptanz der Einrichtung....
Vor allem aber geht es um die vielen Fremden in der Stadt, darunter viele junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren, aus 14 Nationen, die wenig Sinnvolles zu tun haben, während sie auf die Bearbeitung ihres Antrags warten. ...
Zur Beunruhigung vieler Bamberger trägt bei, dass die Polizei einen Anstieg der Kriminalität registriert, vor allem bei Ladendiebstählen. 710 Fälle von Ladendiebstahl haben Thomas Schreibers Beamte im vergangenen Jahr bearbeitet. Fast jeder zweite sei von einem Flüchtling verübt worden. Meist gehe es dabei um Kleinigkeiten, sagt Schreiber, in Supermärkten würden Dinge des täglichen Bedarfs gestohlen, etwa Babynahrung oder Zigaretten. ...
Das Sozialministerium hält an seinen Plänen fest, auf 3400 Plätze aufzustocken. Es hatte schon vor Monaten beschlossen, sich über den Protest des Stadtrats hinwegzusetzen. ... »Niemand kann vorhersagen, welche Herausforderungen die nächsten Monate oder Jahre auf uns zukommen«, sagt Pressesprecher Oliver Hempfling von der Regierung von Oberfranken. Deshalb müsse man die Strukturen aufrechterhalten. ...
OB Starke sagt dazu, die Verteilung dürfe sich nicht an vorhandenen Gebäuden orientieren, sondern an dem, was man einer Kommune zumuten kann. »Eine Stadt mit 70 000 Einwohnern darf nicht überfordert werden.« ...
Defizite sehen Stadt und Polizei noch bei der Betreuung der Asylsuchenden. Hier können sich Sozialverbände und Ministerium nicht über die Höhe der Zuschüsse einigen. ...“
12.6.17 Bild: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+7 #5 schönlangsam 2017-06-14 20:37
warum wurde in nürnberg bei oberasbach ein ganzes zeltdorf für die flüchtlinge aufgebaut und steht seit anfang an vollkommen leer?

weil bamberg ein besseres bauernopfer für die schäbige csu-politik zu sein scheint. schleierhaft warum so viele blinde wähler diese "diktatoren-partei" am leben erhalten.

muss wohl am verkappten königs-syndrom der bayern liegen.
+18 #4 Froher 2017-06-14 06:58
Starke hätte früher zu dieser Einsicht kommen sollen. Dieser SZ-Bericht erscheint mir zudem etwas wirklichkeitsnäher als das was oft im FT zu lesen war.
+26 #3 Hape Bender 2017-06-12 13:39
Die Bamberger Abschiebeeinrichtung wird beibehalten, weil keine andere Stadt ja sagen wird. Im Gegenteil, woanders werden die Flüchtlingseinrichtungen zurückgefahren.
+29 #2 Rubberduck 2017-06-12 09:11
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Das alles hätte ihm der Bürger von Bamberg Ost schon vorher sagen können - bzw. es wurde gesagt.
Das des mit dem Schuppen da oben nichts wird, hat hier jeder gewusst.
Hätten sie halt gehört die Affen!
+22 #1 freggerla 2017-06-12 09:07
ach ne, ist der Starke jetzt auch plötzlich Nazi oder mimimi oder Aluhut Träger oder was??

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