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Stichworte: Zu wenig erschwingliche Wohnungen – Boom bei Ferienwohnungen - Wohnungen für Asylbewerber. Studierende verlassen die Stadt, weil sie keine Wohnung bekommen.

Die preisgünstigen Wohnungen sind weg

Oberbürgermeister und Uni-Präsident haben vor wenigen Tagen dazu aufgerufen, Zimmer für Studierende zur Verfügung zu stellen. Nicht das erste Mal. Dabei wächst die Zahl der Studierenden kaum mehr. Aber die Wohnungssituation in Bamberg ist prekär.
Wie man hören kann, hat sich manche/r Studierwillige an der Uni Bamberg gar nicht erst immatrikuliert, weil sie keine Möglichkeit sahen, eine Wohnung zu finden. Andere sollen sich mittlerweile wieder abgemeldet haben, weil sie auch nach langer Suche keine „Bude“ fanden. Die Studentenwohnheime sind rappelvoll – und damit die preisgünstigen Wohnungen weg.

Die Steuerungsfunktion nicht ausreichend wahrgenommen

Was sind die Gründe? Genau genommen, haben sich für dieses Wintersemester rd. 150 Studierwillige mehr als letztes Jahr an der Bamberger Uni eingetragen. Macht´s das aus? Es ist aber auch zu hören, dass die in den vergangenen Jahren neu gebauten Wohnheime mit gehobenem Standard gebaut wurden und für viele Studenten dann doch zu teuer sind? Dabei sollen Studierende, die es sich leisten können, schon auf höherpreisige Unterkünfte ausgewichen sein. Besonders studentische Wohngemeinschaften sollen Mieten zahlen (müssen), die teilweise deutlich über dem Mietspiegel liegen. Auch für eine Ein-Zimmer-Wohnung soll bereits um die 600 bis 700 € verlangt werden.
Auf dem privaten Wohnsektor nutzt man inzwischen offensichtlich die Gunst der Stunde. Die Stadt Bamberg wird mittlerweile von allen Seiten angegriffen. Sie habe ihre Steuerungsfunktion nicht ausreichend – heißt: sozial – wahrgenommen. Denn die Preise für Bauen, Kaufen oder Mieten haben in Bamberg Dimensionen angenommen, die für viele Menschen nicht mehr leistübar sind. Dazu kommen steigende Kosten für Lebensmittel, Wasser oder Strom.

Dabei hatte es die Stadt Bamberg in der Hand: Sie hätte nach Abzug der Amerikaner zugreifen müssen, so wie es andere Städte getan haben. Es gab gut erhaltene Wohnungen en Masse – und es gab über tausend ehem. Soldatenunterkünfte, deren Standard bei der US-Army locker mit einem Studentenwohnheim mithalten kann.

Vorbei!
24.11.17 Bilder: PSt. Stadt Bbg; WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+8 #13 Werner 2017-11-25 19:49
Jetzt melde ich mich doch nochmal zu Wort:

Heute im Käsblatt FT war zu lesen: die Offiziershäuser werden nicht verkauft, stattdessen vermietet!

Heißt das nun, das die Stadtbau bei der Nachbarschaft nicht die erhofften Preise erzielt und erstmal abwarten will? Scheint so.
0 #12 Bürger dieser Stadt 2017-11-25 07:32
Hallo Bernhard!
Wisen Sie, genau an Sie habe ich gedacht, als ich den Beitrag von gablmann gelesen habe. Ich dachte mir, das läuft doch völlig diametral gegen die politisch fundierten und daher über viele Zweifel erhabenen, gutachtlich angehauchten politischen Auffassungen unseres lieben Bernhard! :)

Ihre Tatsachenangaben stimmen ja. Räumlich expandiert die Uni zwar noch, aber das ist nebensächlich. Der Basketball scheint mittlerweile mindestens genauso Aushängeschild wie Sport zu sein, aber auch das ist nebensächlich.

Familien mit Kindern und Studenten haben weiterhin ein hohes Zuzugsinteresse. Trotz angespannter KiTa-Situation und belasteter Wohnraumsituation und Infrastruktur. Darauf kommt es bei Zuzugsentscheidungen nämlich nicht an. Die Menschen wollen Lebensgefühl. Das Café um die Ecke ist wichtiger als ein garantierter Kita-Platz. Für die Zuzugsentscheidung jedenfalls. Sobald man erst mal zugezogen ist, will man zwar an der Infrastruktur teilhaben. Aber das ist auch nebensächlich, weil deshalb ziehen die Famlien nicht wieder weg. Nur einige mobile Studenten, die keine Wohnung finden. Verschmerzbar. Die Stadt bleibt interessant wie nie zuvor.
Jedes neue Wohnraumprojekt hat gute Chancen, bereits vor Fertigstellung quasi schon "ausverkauft" zu sein.

Vielleicht haben Sie sogar Recht, wenn Sie meinen, dass es langfristig besser wird. Es soll ja einen Stadt-/Landflucht-Zyklus geben. Vielleicht haben wir in 10 Jahren eine andere Situation?



.
-11 #11 Bernhard 2017-11-25 01:08
Nochmal für alle, die des Lesens wohl nicht mächtig waren (wie unser bekannter selbsternannter "Bürger der Stadt"): Die Studierendenzahl in Bamberg stagniert. Nichts mit "weitere Expansion".

Natürlich gehts dann wieder gleich los mit Flüchtlingen und Basketball. Typisch der (Wut-)"Bürger" eben. Meine Ausführungen darüber, dass es den Basketball seit den 1950ern in Bamberg gibt, man bereits in den 90ern Pokalsieger war und dass es die Arena (ehemals Forum) auch schon seit 2001 gibt, werden halt ignoriert. Die Realität ist ja auch kompliziert... einfacher ist da natürlich schimpfen. Auf alles und jeden und die "da oben" sind schuld, wenns regnet.

Egal. Zurück zum Thema:
Abhilfe sollte mittelfristig durch die Nutzbarkeitsmachung der Lagarde kommen. Bis diese fertig ausgebaut ist, sollte dann auch der Nutzungsvertrag mit der ARE (bis 2025, wenn der Staat sich an den Vertrag hält) abgelaufen und dieses Gebiet für die Bebauung zur Verfügung stehen. Also langfristig wird sich die Situation verbessern.

Und kurzfristig? Sollten diejenigen die jetzt mehr Wohnraum fordern mal still halten, wenn tatsächlich mal jemand ein neues Hochhaus bauen will. Stichwort Sperber. Das wäre erschwinglicher Wohnraum.
+4 #10 Bürger dieser Stadt 2017-11-24 22:14
Diese Entwicklung geht immer weiter. Flughafenausbau, Muna-Gewerbepark, Uni-Expansion, Basketball-Halle, Tourismus. Klausimausi-Festchen unverzichtbar. Die Stadt ist zustromgeschädigt, seelisch wie räumlich. Sicher im Verhältnis zur Größe eine der am höchsten belasteten Städte Deutschlands. Und die Stadt als Kommune ist offenbar nicht willens oder in der Lage, an dieser Entwicklung finanziell zu partizipieren. Je größer die Prosperität, desto desolater die Stadtfinanzen. Also doch Muna. Ein Teufelskreis.
+2 #9 Werner 2017-11-24 21:08
@WebZet: ihr könnt den Post 6, 7 und diesen hier löschen. Sie dienen nicht der sachdiskussion. Ich entschuldige mich damit angefangen zu haben.

#Bergradfahrer: komm mit, ich bring dich wieder hoch nach St. Getreu.
+15 #8 gablmann 2017-11-24 20:05
Der „Bamberg-Boom“ und seine Auswüchse
500.000 Übernachtungsgäste, 5 oder 6 oder 7 Mio. Tagestouristen, 12.500 Studenten, 1.500 Are-Bewohner. Das ist einfach alles zu viel für unsere einst so überschaubare, kleine, liebenswerte Stadt.
Noch ne größere Halle mit 10.000 Plätzen und nen Landeplatz, der bald zum Flughafen wird.
Sportstadt, Schulstadt, Einkaufsstadt, Universitätsstadt, Welterbestadt und was weiß ich noch alles…. Aber inzwischen schon nicht mehr: Wohlfühlstadt
Es ist einfach alles zu viel. Stoppt die Superlative! Weniger ist manchmal mehr.
Sonst bleiben o.g. Themen nur ein Pfurz im Universum. Stinken tut es aber hier bei uns in Bamberg.
-1 #7 Bergradfahrer 2017-11-24 19:42
Dienstfrei, lieber Werner! Aber nimm doch bitte wieder brav deine Medis! Haben wir doch auf Station so oft besprochen.
-1 #6 Werner 2017-11-24 19:01
Ach schau mal an, den Bergradfahrer ham‘s aus der Geschlossenen auch mal wieder rausgelassen. :-x
+1 #5 Bergradfahrer 2017-11-24 16:52
Ketzerische Frage: Muss denn wirklich inzwischen Krethi und Plethi studieren? Klingt auf den ersten Blick elitär. Ist es auch, denn die höchsten Bildungsabschlüsse sind nur für die Besten. Als Freund (und Produkt) knallharten Leistungsdenkens geht es mir nicht ein, wieso auf einmal ein Vielfaches an Akademikern möglich und nötig wäre.
-9 #4 Werner 2017-11-24 16:05
Die Stadt selbst, mit ihren städtischen (Immo)Unternehmen und seiner Vetternwirtschaft ist in Bamberg der größte Preistreiber überhaupt! Daneben auch noch die Quassler von GAL, die etwas von Bodenversiegelung schwafeln, behindern die Ausweisung neuer Bauflächen, so viele Baulücken gibt es gar nicht. Es geht meiner Meinung nach nur über Expansion, der Lage Herr zu werden.

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