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anäschmol, andäschmol = wörtl. ein anderes Mal
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Vier Wohnblocks herauslösen? Die Bundestagsabgeordneten Schwarz (SPD) und Badum (Grüne) wollen das Füchtlingslager in Bamberg-Ost vorzeitig reduzieren. Mit wenig Erfolgsaussichten.

Der Zaun müsste verschoben werden

Es wäre polemisch jetzt zu fragen, ob das vor knapp zwei Jahren von Rot-Grün bejubelte Wohnviertel „Mundo Arabico“ jetzt durch die Hintertür auf dem Gelände der ehe. US-Wohnsiedlung Flynn-Area entstehen soll. Der Vorstoß der Abgeordneten Andreas Schwarz (SPD) und Lisa Badum (Bündnis 90/Grüne), in einem ersten Schritt bis zu vier Wohnblocks von der Flüchtlingsunterkunft AEO abzutrennen und als Wohnraum für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen, erinnert an diesen Vorschlag.
Vorher gab es aber bereits das heftige Drängen aus den Nicht-Gro-Ko-Fraktionen im Bamberger Stadtrat, diese (damals) hochattraktive Wohnsiedlung umfassend dem Bamberger Wohnungsmarkt zuzuführen. Sollte so nicht sein - die Geschichte ist allen Interessierten in Bamberg bekannt. Suche unter Stichwort "Flynn-Area"!
Die beiden Abgeordneten schlagen jetzt vor, die AEO in Teilen vorzeitig zurückzubauen. Nur der Zaun müsste verschoben werden, dann könnten vier Häuser mit rund 80 Wohnungen aus der großen Flüchtlingseinrichtung herausgelöst werden. Diese könnten zur Entlastung für den angespannten Bamberger Wohnungsmarkt beitragen, meinen die beiden Abgeordneten. Wer dort vor dem Zaun leben soll, darüber haben sie sich offensichtlich keine Gedanken gemacht.
Es scheint eher so zu sein, dass mit diesem Vorschlag Hoffnungen geweckt werden sollen, die umstrittene Einrichtung könne noch vor dem vereinbarten Termin 2025 verkleinert werden. Vielleicht wollen sich die beiden Bundespolitiker auch nur an die Spitze einer Bewegung in Bamberg setzen, die die AEO wegen ihrer problematischen Nebenwirkungen für die Stadt möglichst bald begrenzen möchte.

Wenn die Pläne nur schon vor zwei, drei Jahren gekommen wären

Doch wie man hört, stößt der Vorschlag von Schwarz und Badum schon beim Bayerischen Sozialministerium auf wenig Gegenliebe. Man sieht wenig Anlass, die vor zwei Jahren mit der Stadt Bamberg geschlossenen Vereinbarungen zu überdenken. Auch die CSU-Stimmkreisabgeordnete für Bamberg, Gesundheitsministerin Melanie Huml, lehnt einen Kurswechsel ab. Man brauche auch Reservekapazitäten. CSU-MdB Thomas Silberhorn wirft der Stadt Mitschuld an der in Bamberg zu beklagenden Situation vor.
Die Geschichten sind dem interessierten WeBZet-Leser bekannt. > Stichwort "Flynn-Area"!
Als engagierten und sich bekennenden Bürger aus Bamberg-Ost hat die WeBZet Markus Ritter, den Initiator einer Petition zur Begrenzung der AEO, zum Vorschlag der beiden Abgeordneten gefragt. Ritter hält die Pläne für wichtig und richtig, wenn sie nur schon vor zwei, drei Jahren gekommen wären. Damals hätte man sicher eine gute Lösung finden können. Jetzt würde es schwierig werden. Er sei auch wenig optimistisch, »dass die Staatsregierung bei der Flüchtlingsunterbringung künftig mehr als bisher auf die Wünsche der Bamberger Bevölkerung eingeht«. Im Gegenteil: »Ich fürchte, dass wir nach der Landtagswahl sogar noch mehr Flüchtlinge bekommen«, sagt Ritter.
26.1.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+17 #7 Rubberduck 2018-01-29 13:35
Alle diese Scheinheiligen sind das berühmte Fähnchen im Wind.
Hauptsache jeder von diesen Gesichtern kann sich profilieren.
SPD & CSU Volk - alles dasselbe.
In einen Sack gesteckt und draufgehauen....
Es wird keinen falschen treffen.
Zum kotzen so ein Auftreten. :-x
Schließt den Bunker dort oben endlich!
+13 #6 Birkenallee 2018-01-29 12:00
"Wer dort vor dem Zaun leben soll, darüber haben sie sich offensichtlich keine Gedanken gemacht."

Ich habe schon das Gefühl, dass der Bamberger Stadtrat sich Gedanken um die Anwohner macht - als Bewohner des Kapellenschlags wurde ich bisher auf mehrere Veranstaltungen eingeladen und Vorschläge wurden aufgegriffen und meist auch umgesetzt.
Leider sind dem Stadtrat die Hände gebunden solange unser OB seine Geschäftchen mit München macht und von der bayrischen Regierung die Zeichen mehr auf 4500 als auf Reduzierung stehen?
Was bringt den Bamberger Bewohnern das IT Zentrum, die Bundespolizeischule und die renovierte Wolfsschlucht? Gar nichts solange meine Frau am Bahnhof Angst hat, weil wieder einmal ein junger Mann in der Brennerstrasse die Hose runter lässt (zur Anzeige wurde es gebracht, trotzdem sind der Polizei keine Vorfälle bekannt).
Melanie Huml zeigt sich gern auf Titelseiten wenn wiedermal ein Baum im Kiga gepflanzt wird. Für die Bamberger Bevölkerung tut sie rein gar nichts.
Ich bin mir sicher, 2 Wochen nach der Wahl wird die AEO voll gemacht und andere Einrichtungen in Bayern werden geschlossen. Wer mir nicht glaubt, der soll mal schauen wie die AEO seit Monaten ausgebaut wird und wieviel Millionen investiert wurden.
Das Leben in Bamberg hat sich in 2 Jahren komplett geändert. In den nächsten 2 Jahren wird es definitiv noch weiter in negative gehen. Tut endlich mal was!
+25 #5 Heiner 2018-01-26 18:15
@4
Da war er noch in "Strulli" . Hatte ihn mal angeschrieben wegen eines Anliegens für eine bestimmete Bevölkerungsgruppe. Er hatte gar nicht reagiert !!
+35 #4 Bernhard 2018-01-26 14:30
Das ist mehr als scheinheilig. Vorgezogener Wahlkampf von SPD/Grün, aber ohne jeglichen Effekt für Bamberg.

Wo waren Sie vor zwei Jahren, Herr Schwarz?
+41 #3 Heiner 2018-01-26 13:06
Jaja , erst dafür und keinen Arsch in der Hose haben und NEIN sagen. Jetzt aber auftreten und sagen so geht das nicht. Ich erinnere an die Sitzung als dem Stadtrat Weinsheimer das Wort verboten wurde nur weil er die Befürchtungen der Anlieger vortrug!
+33 #2 Peter MKo 2018-01-26 09:45
Herr Ritter sagt es richtig. Genauer wäre es zu sagen, daß im Herbst 2015 die Weichen falsch gestellt wurden. Jetzt versucht man sich wieder als Retter aufzuspielen.
+28 #1 Werner 2018-01-25 21:10
Pharisäer!

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