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Kann man nicht oder will man nicht? Die Stadtverwaltung „prüft intensiv“ mögliche Standorte für das traditionelle Bamberger Volksfest. Aber sie findet nichts.

Die meisten Flächen wurden als ungeeignet verworfen

Im Rathaus ist eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, um Vorschläge für einen dauerhaften Standort für ein Veranstaltungsgelände (Volksfest, Zirkus, Messen etc.) auszuarbeiten. Dabei sollten auch nicht im Eigentum der Stadt Bamberg stehende Flächen in die Prüfung einbezogen werden. Geprüft wurden mittlerweile mehr als zehn Flächen. Heraus kam: nichts! > Lies auch Wird der Plärrer sterben?“ v. 2.12.16
Jetzt beschäftigte sich die Vollversammlung des Stadtrates mit dem Thema (29.3.17). Diesmal standen sieben Flächen zur Auswahl: Das ehem. Bundessortenamt an der Galgenfuhr, das ehemalige HWKW-Gelände an der Memmelsdorfer Straße, das ehemalige Maisel-Gelände an der Moosstraße, ein Teil der ehem. MUNA an der (Geisfelder Straße, die unbebaute Fläche der Fa. Brose an der Memmelsdorfer Straße, eine Parkfläche in der Hafenstraße neben der Hausnummern 15, und eine Fläche in der Lagarde Kaserne.
Die meisten dieser Flächen waren von der Verwaltung als ungeeignet analysiert worden, größtenteils hat das der Stadtrat so auch akzeptiert.

„Areal im Bereich ehem. Bundessortenamt“ in der engeren Wahl

Unterschiedliche Betrachtungsweisen wurden in der Debatte deutlich. Indirekt ließen die Sprecher von CSU (Dr. Helmut Müller) und SPD (Klaus Stieringer) erkennen, dass auch der Verzicht auf einen „Bamberger Festplatz“ nicht mehr auszuschließen sei. In eine konkrete Richtung lenkte Stieringer das Thema mit der Anregung, »doch ein Gespräch mit dem Landkreis zu führen, ob nicht dort eine Fläche zur Verfügung gestellt werden könnte«. Unterstützt wurde diese Anregung von Ursula Sowa (GAL): »Was spricht dagegen, die Sache interkommunal anzupacken?«
Allerdings wurde diese Anregung von den weiteren Rednern nicht mehr aufgegriffen. Norbert Tscherner (BBB) betonte: »Wir haben das Kulturangebot einer Großstadt. Aber für die kleinen Leute gibt es immer weniger.« Hans-Jürgen Eichfelder (BA) sah den Vorschlag „Areal an der Galgenfuhr““ nicht ausreichend geprüft. Da sich die Fläche teilweise im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und teilweise im Eigentum der Bürgerspitalstiftung, »muss doch diese Aufgabe zu lösen sein«, meinte Eichfelder. »Ein Erwerb durch die Stadt wird seit längerem verhandelt«, legte Berichterstatter Ralf Haupt dar, »eine endgültige Aussage über den möglichen Grundstückserwerb kann derzeit nicht getroffen werden«.
Dennoch, am Ende der Debatte wurde die Verwaltung erneut beauftragt, den Standort „Bundessortenamt“ nochmals zu überprüfen; ebenso die Standorte "Muna-Gelände" und "Lagarde" sowie Kontakt mit dem Landkreis wegen eines dortigen Standortes aufzunehmen.
31.3.17 Bilder: WeBZet; Stadt Bbg. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“.

Kommentare   

+9 #9 Brosefan 2017-04-04 17:36
Die Fa. Brose hat den Plärrerplatz überbaut und stellt deswegen gerne in direkter Nachbarschaft ein Ersatzgelände zur Verfügung, oder? ;-)
+5 #8 Cityman 2017-04-01 09:38
#6 ....und da war doch schon mal ein Zirkus auf dem Macplatz. Also: nichts ist unmöglich in Bamberg.
+1 #7 Bürger dieser Stadt 2017-03-31 22:53
#6: Ein Festivalgelände in der Innenstadt ist auch totaler Quatsch. Es wird trotzdem gemacht. Es geht um Grundsätzliches.
+13 #6 Bender 2017-03-31 22:23
zu #3 u. #4
Ein Plärrer oder Zirkusgelände In der Innenstadt wäre doch totaler Quatsch. Davon ist auch nicht die Rede.
+15 #5 Frau Holle 2017-03-31 21:51
Es reicht nicht nur in Bamberg, sondern es ist bereits jetzt zu viel. Es würde definitiv nicht schaden, zumindest diese reinen Werbe-Events endlich abzuschaffen.
+7 #4 cityman 2017-03-31 19:25
# 3, jawohl. Hoffentlich kommt keiner darauf, dass der Maxplatz, der Heu- und Holzmarkt auch noch da sind. Im Ernst: in Bamberg reicht es mit Events. Auch wenn Tscherner meint, für den kleinen Mann gibt es kein Kulturangebot. Stimmt nicht, denn wir haben ja in Bamberg Distrikt-Kerwas ohne Ende und da wird die gewünschte Kultur geboten (wenn man die Schicki-Micki-Sandkerwa mit ihrer Sauf-Kultur weglässt).
+4 #3 Bürger dieser Stadt 2017-03-31 13:39
Ein sinnvoller Vorschlag von unerwarteter Seite. Bei der Veranstalterei brauchen wir mehr Landkreis und weniger Stadt. Die einen freuen sich über Besucher, die anderen werden entlastet. Klassisches Win-Win. Die momentan vorherrschende Überladung der (Innen-)Stadt ist nicht zeitgemäß und nicht gut für den sozialen Frieden. Da muß etwas passieren.
+27 #2 lenny 2017-03-31 13:09
Wenn man eine Sache will, findet man auch eine Lösung. Will man eine Sache nich, findet man eben keine Lösung.

Es geht eben leider nicht um unliebsame Sozialwohnungen, die man mal schnell abreißen lassen kann um mal schnell neue, teurere Wohnungen hochzuziehen. Es geht nicht um Tourismus, Asylanten, Immobilien oder Autohäuser, es geht eben um den Bamberger. Was hat man alles für Dinge gefunden, nur um keine Wohnungsschwemme durch die Konversion auf dem Bamberger Wohnungsmarkt zu verursachen...

In Fürth sperrt man letztlich sogar eine ganze Bundesstraße, weil man zweimal im Jahr eine Sache unbedingt will.
+13 #1 Robbi 2017-03-31 11:30
Da wollen einige Großkopferte den Plärrer nicht mehr. Im landkreis oder irgendwo am Stadtrand ist doch voll daneben.

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