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Viel Aufregung. Die Absicht, die Sandkerwa 2017 ausfallen zu lassen, bewegt die Gemüter. Die Zahl der Kommentare zeigt es. Hier ein Kommentar von der „Konkurrenz“.

Bei solch einem Schirmherrn braucht’s keinen Regen

In der Bamberger Online-Zeitung wird der Sachverhalt analysiert und kommentiert. Die WeBZet bringt hier einen Ausschnitt. Wer alles lesen will, kann den BOZ-Artikel hier aufrufen.
Der Oberbürgermeister war der erste, der von der Absage der Sandkerwa erfuhr, eine Stunde früher als die Standbetreiber. Und gleich im zweiten Satz der städtischen Pressemitteilung (unten) wird die Informationspolitik der Ehrenamtlichen angeklagt. Das ist schlechter Stil.
Und zeugt vom zerrütteten Verhältnis, das seit Jahren herrscht. Die Veranstalter bitten seit Jahren, die Stadt möge keine überörtliche Werbung mehr für die Kerwa machen, der Oberbürgermeister solle seinen städtischen Tourismus- und Kongress-Service anweisen, Werbung zu unterlassen: die Kerwa-Gassen seien verstopft, die Tiefgaragen dicht, die Busse sowieso – und mit dem Ansturm der Massen steige das Risiko. Doch die Stadt machte Werbung für „ihre“ Kerwa – ungebremst. Und der Verein sollte zahlen, für noch mehr Beschilderung, für noch mehr Rotes Kreuz, für noch mehr Notärzte und Sanitäter, noch mehr Klohäuschen. Die Kosten haben sich binnen drei Jahren vervierfacht!

Wie ist das mit den Bilanzen?

In einer Pressemitteilung (s. WeBZet-Artikel von gestern) lobt sich die Stadt für die Übernahme von 51.000 €. Die Hälfte hiervon ist der prozentuale Kirchweih-Zuschuss, der auf eine Abmachung von 2001 zurückgeht. Alle Kirchweihfeste erhalten diesen, auch die Events des Stadtmarketings. Die Höhe berechnet sich je nach in 2001 vorhandener Kosten. Doch die enorme Kostensteigerung (die von der Stadt mitverursacht ist) kann von einem ehrenamtlich tätigen Verein nicht gestemmt werden. ...
Der Verein hatte mehrfach ein Trägermodell ins Spiel gebracht, bei der sich die Stadt vor allem hinsichtlich der Haftungsfragen an der Sandkirchweih beiteiligt. Vorbilder für solche Kooperationsmodelle gibt es dafür genug. Hier hätte der Oberbürgermeister längst aktiv werden können. ...
Die Sandkerwa ist markenschutzrechtlich geschützt. Kein anderer kann dieses Fest veranstalten. Und Ehrenamtliche kann man weder ins Rathaus zitieren und schon gar nicht zum Feiern zwingen. Den Schaden haben die Stadt und ihre Oberen. Biertrinken können die Bamberger auch abseits der Wege.
> Auch FT-Chefreporter Michael Wehner hat einen lesenswerten "Kommentar zur bedrohten Sandkerwa - Ein starkes Stück von Bamberg" geschrieben.
5.5.17 Bilder: Bbger Online-Zeitung; WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+26 #8 Clavius1970 2017-05-06 10:40
Jetzt kommen wieder die Betroffenheitsorgien der Totengräber unserer Lebensqualität. Verantwortlich für den Rückgang des ehrenamtlichen Engagements bei öffentlichen Veranstaltungen sind doch die Schreibstubenhengste*stuten mit fast krankhaften juristischen Rechtsempfinden. Auch Obersheriff Hermann hat doch das Problem nicht erkannt. Wenn unsere Gerichte erst nach dem 20. Kleindelikt mal jemanden einbuchten, muss man sich nicht wundern, dass die Sicherheitsvorkehrungen ausufern. Ein randalierender Besoffener auf der Sandkirchweih kann ja jeden Tag dieselben Polizisten beleidigen und steht trotzdem Tag für Tag wieder auf der Matte. Passiert ihm was sind der Veranstalter und die Sicherheitsorgane schuld. Diese von unserer Wattebauschjustiz bemutterten Kleinkriminellen binden Ordnungskräfte und kosten viel Geld. Personal das dann bei der Abwehr wirklicher Gefahren fehlt. Also die Sandkerwa mal ein Jahr dicht machen oder auf Mindestmaß zurückfahren. Kirchweihbaum mit mind. 20m Hlöhe aufstellen, Fischerstechen, Kindervergnügen, Hahnenschlag etc.. Die Bewirtung überimmt die vorhandene Gastronomie ohne zusätzliche Außenflächen. Und wenn das den Touris und sonstigen Nichtbambergern nicht paßt, dann sollen sie dort saufen wo sie herkommen.
+25 #7 Froher 2017-05-06 08:20
Ganz nebenbei. Man muß sich mal vorstellen was für Berichterstattung wir hätten wenn es nur den FT geben würde.
+20 #6 Ibiza 2017-05-06 01:11
Das Starkinger-Duo agiert äußerst unprofessionell. Deren Kommentare sind teils richtig kindisch. Die Berichterstattungen des FT und BR sind nicht ausgewogen. Immerhin sind viele Kommentare dort vernünftig. Zum Unterschichten-Medium Facebook muss nichts gesagt werden.
+8 #5 gablmann 2017-05-05 22:15
Ich freu mich!
Das erste mal (seit ich die WEBZET lese) sind vier Kommentare hintereinander richtig klasse, ja gar vernünftig.
(einschließlich der Ironie von @4 Heiner)
+21 #4 Heiner 2017-05-05 21:20
Die Kerwa wird gerettet. Stieringer und seine Spießgesellen werden das schon richten. Die feindliche Übernahme durch das Stadtmaketing , Citymanager was weiß ich noch für illustre Gestalten sich hervortun werden um als Retter der Kerwa dazustehen. Die Kerwa wurde und wird verramscht das weiß jeder Bamberger. Nebenbei geht es schon sehr auf die Wahlen zu, da macht es sich doch nicht schlecht sich als Eventobermeister zu präsentieren. Nein Spaß beiseite , Bamberg wird nicht sterben wenn die Kerwa einmal ausfällt. Zurück zu den Wurzeln ist angesagt , Kerwa für Bamberger ohne Touristen, das wäre es. Wir könnten uns ja treffen mal beim Liebold auf einen Leberkäs, beim Trum auf ein Bier, danach noch zum Hansi mit dem OB auf einen Absacker. Und das ganz spontan!
+39 #3 Heinz 2017-05-05 16:00
Als eigentlich leidenschaftlicher Kerwagänger, der Änderungen der letzten Jahre aufmerksam verfolgt hat, meine ich, dass bereits im letzten Jahr irgendwas gefehlt hat, trotz der offensichtlichen Umstände.

Es ist zwar sehr schade, dass die Entscheidung jetzt so ist, aber je mehr ich drüber nachdenke, ist es aus Sicht der Veranstalter wohl die richtige und ich bewundere ihre Konsequenz!

Jetzt heisst es: akzeptiert das Aus, lasst es lieber (@Starke/Stieringer) ganz, anstatt eine gekünstelte Veranstaltung draus zu machen. Davon haben wir ja schon viel zu viele, und wenn ich richtig liege steht in wenigen Wochen schon wieder dieses unsägliche Weinfest an.

Diesen Brief der BOZ kann ich in allen Teilen unterschreiben.

(Leibhaftiger Bamberger, 43, m)
+58 #2 cunningham 2017-05-05 11:47
Vielen Dank für die ehrliche und objektive Berichterstattung der webzet/BOZ. Der Bürgerverein hat völlig richtig gehandelt. Die heuchlerischen Kommentare der Herren Starke/Stieringer sind abstoßend.
+40 #1 Bürger dieser Stadt 2017-05-05 10:58
Stimmt es wirklich, daß die Stadt hemmunglos für diese Veranstaltung wirbt, obwohl die Veranstalter mit ernsthaften Gründen darum gebeten hatten, das doch bitte sein zu lassen?

Wie verantwortungslos wäre das denn bitte?! Hätte der OB eigentlich noch alle Tassen im Schrank?!

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