Auf einen guten Tag

                                    

Der narzisstische Mensch verkörpert das, was der Durchschnittsmensch gerne wäre: Er ist selbstsicher, kennt keine Zweifel, fühlt sich jeder Situation gewachsen.

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Däs ko iech äna ned vädsaia.
äna = wörtl. ihnen
Das kann ich ihnen nicht verzeihen.

 

A anäschmol widdä, deed mi froia.
anäschmol, andäschmol = wörtl. ein anderes Mal
Es würde mich freuen, wenn wir uns ein anderes Mal wiedersehen.

 

Andivi woä dä dsoäd!
Andivi = wörtl. Endivie
Der Endiviensalat war so was von zart.

 

Alläwall rängds nuch.
alläwall, allawall = wörtl. alleweil, immer noch
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Alsglaing iech weä droo schuld.
alsglaing  = wörtl. gleichsam, wie, als ob
Gleichsam ich wäre schuld.

 

Amend hob i äs Solds vägässn.
amend = wörtl. am Ende, zu guter Letzt; übertragen: vielleicht
Zu guter Letzt habe ich das Salz vergessen.

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Schon Unterschiede. Die Absage der Sandkerwa 2017 war ein Paukenschlag. Ein gewichtiges Wort für die Zukunft des Volksfestes hat der Stadtrat. Die Fraktionen äußern sich.

Über Sinn, Größe und Finanzierung der Kirchweih neu nachdenken

In einem Punkt sind sich – fast - alle einig: Die Sandkerwa soll vorrangig wieder für die Bamberger da sein. Die CSU-Fraktion will die Chance zu einem Neuanfang nutzen. In einer Erklärung werben Bgm Dr. Christian Lange und Fraktionschef Dr. Helmut Müller dafür, »dass sich nun rasch alle an der Fortführung der Kirchweih Interessierten an einen Tisch setzen sollten, um über einen Neustart für die Sandkerwa zu sprechen. Gegenseitige Vorwürfe – egal in welche Richtung – seien wenig hilfreich. Jetzt gehe es um die Rettung des größten Bamberger Volksfestes.«
In einer (namentlich nicht unterzeichneten) Erklärung äußert sich die SPD-Stadtratsfraktion ähnlich, indem sie feststellt, dass »Schuldzuweisungen des Bürgervereins in Richtung OB und Verwaltung kontraproduktiv sind«.
Namens der CSU regen Lange und Müller an, »eine Art von Auffanggesellschaft zu gründen, unter deren Dach die Sandkirchweih künftig organisiert werden könnte. Diese Auffanggesellschaft könnte neben städtischen Einrichtungen, wie etwa der Congress- und Event GmbH, auch vom Stadtmarketingverein unter Einbindung der bisherigen Sandkerwa GmbH gebildet werden.« Die CSU-Spitze regt aber auch an, die Absage der Festes dazu zu nutzen, »um über Sinn und Zweck, Größe und Finanzierung der Kirchweih neu nachzudenken.«

Wieder mehr an den Bedürfnissen der Bamberger ausrichten

Die SPD-Fraktion »begrüßt die Errichtung einer Task-Force durch die Stadt, um doch noch eine Durchführung der Kirchweih zu erreichen. Sie unterstützt logistische und personelle Hilfe durch die Stadt, eine weitere finanzielle Unterstützung durch die Stadt, über die bisherige Unterstützung hinaus, lehnt die SPD-Fraktion ab. Auch eine Beteiligung der Stadt als Veranstalter der Kirchweih auch in Form einer Durchführung durch eine städtische Tochter lehnt die SPD-Fraktion ab.« Die Fraktion bekennt sich zum Prinzip der Gleichbehandlung aller eine Kirchweih ausrichtenden Bürgervereine und lehnt eine einseitige Unterstützung der Veranstalter ab.«
Namens der Bamberger Allianz (BA) kritisiert Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer, »dass es die Stadt mit ihren Ansprüchen zu weit getrieben habe. Auch der Umgang mit den ehrenamtlich Tätigen des Bürgervereins bzw. der Sandkerwa-GmbH sei nicht förderlich gewesen. Mit der Absage haben die ehrenamtlichen Veranstalter endlich die erforderliche Aufmerksamkeit für ihre Sorgen bekommen.« Die BA  schlägt nun vor, dass die Stadt sich an der Veranstaltungs-GmbH beteiligt und gemeinsam mit dem Bürgerverein eine Kirchweih auf die Beine stellt, die sich wieder mehr an den Bedürfnissen der Bamberger ausrichtet.
Verständnis für die Reaktion des Bürgervereins Sand hat auch die die BBB-Stadtratsfraktion. Norbert Tscherner erinnert daran, dass der Stadtmarketing-Verein jährlich 61.000 € städtischen Zuschuss erhält. Von diesem Geld kann »ein finanzieller Ausgleich für die kommenden Sandkirchweihen erfolgen«. Der eigentlich nur für die ersten fünf Jahre des Bestehens des Stadtmarketings angesetzte Zuschuss werde mittlerweile schon seit 20 Jahren gewährt.
Die GAL setzt sich dafür ein, »dass die Sandkerwa stattfinden kann, allerdings kleiner, überschaubarer und offen für neue Ideen«. Um dies durchzusetzen, sollten laut der Fraktionsvorsitzenden Ursula Sowa, die Veranstalter, Verwaltung und Stadträte sich  schnellstmöglich im Rathaus zusammensetzen. »Wir sind sicher, dass die Sandkerwa stattfinden wird. Klein, aber fein!«
10.5.17 Bilder: TVO; WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“.

Kommentare   

+16 #8 Bürger dieser Stadt 2017-05-12 08:23
#8: Schlimmer als die Antänzer sind doch diese beschissenen Lärmevents, die keine Kultur sind, aber der örtlichen und ehrenamtlichen Kulturlandschaft schaden. Sogar der Sandkerwa schaden sie, weil es in dieser Stadt einfach so viel Schrott gibt mit der Folge, daß die Sandkerwa von vielen nicht mehr wirklich gewollt ist. Es gibt einfach viel zu viel Blödsinn hier! Irgendwer muß doch davon profitieren, sonst wäre man nicht so unvernünftig, unverschämt und hartnäckig ignorant bei diesem Thema! Schaffen Sie also bitte auch diese Lärmevents ab, dann können Ehrenamt und örtliche Kultur (u.a.) endlich aufatmen!
+17 #7 schönlangsam 2017-05-11 23:49
dass die stadt sich sogar gegen die ehrenamtlichen wendet, sieht man an vielen situationen. teilweise werden sie einfach nur schamlos ausgenutzt um die eigene (geplünderte) kasse zu schonen.

aber die stadt arbeit sogar vorsätzlich gegen die örtlichen ehrenamtlichen. nicht nur bei der sandkerwa durch eigenprofitable vorschriften.

nein - sie erlaubt spenden-abzocke und -betrug in der fußgängerzone und verdient daran sogar recht gut.
die ekelhaften betrügerfirmen, die mit lügen den leuten dauerabos abzocken, verderben den örtlichen organisationen den spendenkuchen.
dieser ist aber zwingend notwendig, um vor ort die von der stadt gestrichenen aufgaben in bamberg bewältigen zu können.
außerdem verjagen diese lästigen heuschrecken auch die menschen auf dem weg in die innenstadt.

alleine daran sieht jeder, dass die stadt NICHTS für das ehrenamt übrig hat; die sandkerwa erlebt es nun auf andere weise. im gegenteil, sie arbeitet sogar gegen die eigenen bürger und deren engagement und bedürfnisse. hauptsache sie leben wie die maden im speck.
+40 #6 cunningham 2017-05-11 10:28
"Schuldzuweisungen des Bürgervereins in Richtung OB und Verwaltung kontraproduktiv sind." Die Herrschaften aus der Politik haben es immer noch nicht begriffen. Die Überheblichkeit und Respektlosigkeit gegenüber den ehrenamtlichen Kräften des Bürgervereins ist unglaublich. Warum halten die nicht einfach mal ihren Mund, und akzeptieren die Entscheidung des Bürgervereins.
+14 #5 Bürger dieser Stadt 2017-05-10 21:48
Die Ich-segle-mit-dem-günstigsten-Wind-Politik der CSU ist bekannt. Trotzdem sollte jetzt Lange bei diesem Kerwa-Theater das Heft in die Hand nehmen. Der OB ist verschlissen.
+36 #4 Clavius1970 2017-05-10 19:00
Klein aber fein? Daß unsere liebe Frau Sowa unter einem gewissen Realitätsverlust leidet war ja hinlänglich bekannt. Das bringt schon die Mitgliedschaft bei der Besserwisser- und Oberlehrerpartei mit sich. Aber daß es so schimm ist, hätte ich auch nicht gedacht. Vor dem Schlenkerla ist mittlerweile an jedem sonnigen Tag Sandkerwa bis in die späten Abendstunden. Und mit den Wendehälsen Müller und Lange mit Ihren charakterlichen Mängeln verhandelt doch keiner wenn er nicht muss. Die Kerwa ausfallen lassen und die ganze Schönrednertruppe mal richtig bloßstellen.
+15 #3 Ibiza 2017-05-10 14:43
Also von 61.000 € kann man schon ein paar Flugtickets nach Malle kaufen. Und dabei bleibt womöglich sogar noch eine kleine Anschubfinanzierung zwecks Lebenshaltung bzw. Ballermann für die erste Zeit übrig (4er-WG). Also ich weiß sehr genau, wie man diesen Betrag gemeinnützig investieren könnte!
+50 #2 Bambergerin 2017-05-10 11:24
Wie kann es bitte sein, dass das Stadtmarketing, dessen Events vor Sponsoren schier aus den Nähten platzen, zusätzlich jährlich mit einem Zuschuss von 61.000,- € aus unseren sauer verdienten Steuergeldern gebauchpinselt wird? Ach ich vergaß - einer unserer Bremer Stadtmusikanten ist da ja Geschäftsführer.... Ein Schelm der Böses dabei denkt...
+38 #1 Ein Bamberger 2017-05-10 10:54
"Wir sind sicher, dass die Sandkerwa stattfinden wird. Klein, aber fein!"

Da merkt man wieder den Realitätsverlust unserer Politiker....

Durch die Massenhafte Werbung und das Aufblähen der Kirchweih wird es eine kleine, feine Sandkirchweih nicht mehr geben!

Die Massen aus dem Umland werden trotzdem kommen und den Sand bevölkern... und der Bamberger hockt am Land aufm Keller und lässt es sich schmecken!

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