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Krisentreffen. Am Dienstag-Abend wollen OB Starke und die bisherigen Sandkerwa-Veranstalter miteinander sprechen. Der Bürgerverein erhält mittlerweile breite Unterstützung.

OB Starke kommt nicht gut weg

Nach der Sandkerwa-Absage wollen sich der Bürgerverein Sand und seine Veranstaltungs GmbH mit der Stadt Bamberg zusammensetzen. Der Verein ließ verlauten: »Nach den Ereignissen der letzten Tage sind wir zum Gespräch mit der Stadt bereit.« Entsprechend hieß es aus dem Rathaus, dass sich OB Andreas Starke morgen (16.5.) mit den bisherigen Veranstaltern treffen wird, um die Zukunft der Sandkerwa 2017 zu besprechen.
Zwischenzeitlich haben sich andere unmittelbar oder mittelbar an der Sandkerwa Beteiligte gemeldet und sich ausnahmslos mit dem Bürgerverein solidarisch erklärt. Wie zu hören ist, hatten zunächst die Wirte im Sand klargemacht, dass es eine Fortführung der Sandkerwa oder eine Ersatzveranstaltung nur mit dem Bürgerverein geben könne. Die Gastronomen haben deutlich gemacht, dass sie bereit seien, sich bei einer Neugestaltung des Traditionsfestes einzubringen, manche auch finanziell.

In einer Stellungnahme des Bay. Schaustellerverbandes e.V. (BLV) heißt es: Der Bürgerverein Sand stemmt mit seiner Mannschaft ehrenamtlich seit über 60 Jahren die Sandkerwa und trägt damit zu einem enormen Wirtschaftsfaktor für die Stadt Bamberg bei. »Nach vorsichtigen Schätzungen« lassen sich eine Wirtschaftskraft von mind. 500.000 € je Sandkerwa für die Stadt Bamberg errechnen. BLV-Vorstand Georg P. Fischer teilt mit: »Wir sind gerne bereit in gemeinsamen Gesprächen unser Fachwissen ... sowie eine finanzielle Unterstützung ... für eine Sicherung des Kulturgutes "Bamberger Sandkerwa" einzubringen

In einer Pressemitteilung begrüßt die Untere Schiffer- und Fischerzunft Bamberg den »mutigen Schritt« der Sandkerwa-Verantwortlichen und »steht zu der Entscheidung des Vereins. Wir sind mit der Situation der Sandkerwa bestens vertraut... Aus eigener Erfahrung kennen wir die Vorgehensweise der Stadtverwaltung, insbesondere von OB Andreas Starke. Es kann nicht sein, dass die Kommune sämtliche Kosten und vor allem die Verantwortung auf den Verein abwälzt bzw. auf dessen ehrenamtliche Geschäftsführer. ... Unserer Meinung nach sollte dieses Fest ... mit allen Mitteln, die der Bürgerverein als nötig erachtet, unterstützt werden, wie es auch bei anderen bayerischen Festen dieser Größenordnung der Fall ist. Auch sehen wir, ... dass der Bürgerverein keinesfalls die Stadt Bamberg oder deren Oberbürgermeister angegriffen hat, sondern dessen haltlose Behauptungen widerlegt hat....
Wir werden kein Fischerstechen ... mit einem anderem Veranstalter außer dem Bürgerverein ... und dessen Bamberger Sandkerwa Veranstaltungs GmbH durchführen.«

Solidarität von der Arbeitsgemeinschaft aller Bürgervereine

Auch die Arbeitsgemeinschaft (ArGe) aller Bürgervereine der Stadt Bamberg macht sich für den Bürgerverein Sand stark. Die derzeitige Vorsitzende Christina Keidel findet, dass schon eine kleine Kirchweih eine große Herausforderung darstelle. Bei der „Massenveranstaltung“ im Sand sei dies ein noch viel größeres Problem. Die Stadt Bamberg habe jahrelang von der Sandkerwa als Touristenmagnet profitiert und dafür Reklame gemacht; das Risiko jedoch stets dem Bürgerverein überlassen. »Wenn die Stadt Bamberg weiterhin eine Sandkerwa haben möchte, dann muss die Haftung hinsichtlich des Sicherheitsrisikos von den Schultern der Ehrenamtlichen genommen werden«, betont die ArGE-Vorsitzende. Keidel wehrt sich zudem dagegen, dass die Bürgervereine gegeneinander ausgespielt werden.
Schließlich erklärt Forian Herrnleben namens der Puppenbühne Herrnleben: »Seit nunmehr 60 Jahren treten wir im Rahmen des Kinderfestes zur Bamberger Sandkerwa auf.« Auch uns blieb nicht verborgen, dass sich die Situation für die Veranstalter immer schwieriger gestaltete: »Erhöhte Sicherheitsauflagen und mehr finanzielles Risiko beim Verein/der GmbH auf der einen Seite, vor allem aber immer geringere Wertschätzung, man möchte fast sagen, eine gewisse städtische Überheblichkeit den Veranstaltern gegenüber auf der anderen. Wir können die Entscheidung des Bürgervereins zur Absage der Sandkerwa absolut nachvollziehen.«
15.5.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+13 #10 ralph Kloos 2017-05-19 11:32
Prekariatsprosa

Helmut Müller, CSU,
Bürgernah, auf Du und Du.
Mitglied von der Oberschicht,
kleine Leute mag er nicht.

Wir sind für dich Prekariat -
Du für uns ein kranker Schrat;
hast schon immer viel gesabbelt
meistens aber nachgebabbelt.

Chef der christlichen Fraktion!
Volksvertreter? Was ein Hohn.
Helmut Müller, lass es sein.
RÜCKTRITT - ab ins Altersheim!

Was Bamberg braucht, sind neue Männer -
keine greisen Heckenpenner.
Ich bin ja nur ein „kleines Licht“ -
es grüßt Sie Ihre Unterschicht.
+20 #9 kurtosbamberg 2017-05-16 15:32
#2
Sie dürfen nie vergessen, dass die größten Schreihälse (hier mal ein Marktschreier) immer nur in die eigene Tasche wirtschaften.

Dieser blitzsaubere "Plärrer-Totengräber" (ihr Zitat) sorgt sich doch nur um seine eigenen Standflächen, die er dann wieder teuer untervermietet.

Mit solchen Leuten und so einer Stadtspitze kann das nichts werden mit unserer Kerwa. Bamberg ist eine undurchsichtige Ansammlung unlauterer Geldschöpfer und Selbstbediener geworden.
+15 #8 Bürger dieser Stadt 2017-05-16 11:04
#7: Plappert da jemand Kindergarten-Interna raus? Das ist unerhört! ;-)
+37 #7 merci 2017-05-16 10:16
Wenn schon ein gewisser Herr S. aus dem Mallorca-Urlaub bei der Pressestelle der Stadt anruft und sich beschwert, dass sein Vertreter, ein gewisser Herr L., in den Berichten zur Rettung der Sandkerwa zu positiv dargestellt wird und der Herr S. zu schlecht wegkommt; was soll man da noch sagen.
+47 #6 Clavius1970 2017-05-16 05:47
Fassen wir mal zusammen:
1. Der BV Sand hat die Schnauze gehörig voll.
2. Alle anderen, an der Sandkerwa direkt Beteiligten, stärken dem BV Sand den Rücken.
3. Würden Sie von den Herren Starke, Lange, Stieringer, Müller eine Gebrauchtwagen kaufen?
4. Nein
5. Sandkirchweih 2017 wird am Dienstag endgültig beerdigt.

PS: Unseren Herrn Oberbürgermeister kann man schon als Macher bezeichnen. Nämlich als Schulden(macher).
+34 #5 Samson 2017-05-15 22:30
Wetten daß der Herr Oberbürgermeister versucht die Leute über den Tisch zu ziehen. Deshalb sollten sie die Kerwa heuer tatsächlich ausfallen lassen. Damit der große Starke mal die Zeche zahlen muß.
-19 #4 gablmann 2017-05-15 21:52
Der Andi wird's schon richten

Das hier ist die Geschichte, von einem braven Mann

Wann immer Not am Mann ist, na da muss der Arme ran
Denn wenn das Klo verstopft ist, die Badewanne leckt
Wenn die Stadt bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt
Dann heißt es "Andi vor!" Da rufen sie im Chor:

Der Andi wird's schon richten, der Andi macht's schon gut
Der Andi, der macht alles, was sonst keiner gerne tut

Der Andi wird's schon richten, wir haben ja zum Glück
Den guten alten Andi, unser bestes Stück
+21 #3 Bürger dieser Stadt 2017-05-15 20:51
Wenn es um öffentliche Veranstaltungen geht, scheint in dieser Stadt generell eine gewisse Überblichkeit zu herrschen. Sowohl seitens der Stadt als auch seitens mancher Eventfetischisten. Wobei beides irgendwie auch synonym ist...
+19 #2 schönlangsam 2017-05-15 20:47
"Georg P. Fischer teilt mit: »Wir sind gerne bereit in gemeinsamen Gesprächen unser Fachwissen..."

ausgerechnet der totengräber des "plärrers" macht große töne. dabei war er derjenige, der aus dem plärrer den "bamberger frühling" machte. unglaublich wie dreist sich manche pfeifen selbst in szene setzen, obwohl sie gnadenlos versagt haben.

der ist genauso unverfroren wie unsere stadtspitze. mal sehen, wann der krug seinen letzten gang zum brunnen antreten wird. ich glaube fast, dass endlich die mär vom starken staate bamberg zerplatzen wird.
+34 #1 mireille 2017-05-15 20:19
Hurra, endlich wird in dieser Stadt mal wieder Rückgrat und Zusammenhalt gezeigt. ( Damit meine ich nicht die Stadt Bamberg)
Finde ich spitze :-)

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