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Im 2. Gespräch zur Zukunft der Sandkerwa hat die Stadt einen konkreten Vorschlag zur Durchführung der weiteren Veranstaltungen gemacht. Immer noch vertraulich.

Müller lässt sein Amt ruhen

Die Forderung erschien spektakulär: Die Junge Union (= CSU-Jugend) verlangte, dass der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bamberger Stadtrat, Helmut Müller, wegen seiner Äußerungen über „Prekariat auf der Sandkerwa“ zurücktreten soll. In einer Internetmitteilung hieß es: „Nach diesen Äußerungen seiner Einzelmeinung ist eine Vertretung der Interessen der CSU als Fraktionsvorsitzender, sowie die Interessen der Bamberger Bürger als gewähltes Mitglied im Stadtrat nicht mehr möglich und ein Rücktritt aus allen Ämtern die einzig logische konsequente Folge.“ Es kam anders. In der Fraktionssitzung am Montagabend (22.5.) überließen seine Kolleginnen und Kollegen es ihm selbst, wie er mit der Affäre umgeht bzw. die Negativwirkung reduziert. Als Fraktionsvorsitzender bleibt Müller im Amt. Neueste Nachricht: Müller hat heute früh erklärt, dass er sein Amt vorläufig ruhen lässt.

Organisatorische Veränderungen und finanzielle Erleichterungen

Noch am Abend verschickte die städt. Pressestelle eine Mitteilung über das Ergebnis des 2. Krisengesprächs zur Zukunft der Sandkerwa gestern Abend (22.5.2017). Darin heißt es lapidar: „Der Vorstand des Bürgervereins 4. Distrikt, die Geschäftsführer der Bamberger Sandkerwa Veranstaltungs GmbH sowie die Stadtspitze haben sich am Abend des 22.5.2017 zu dem vereinbarten Gespräch zur Zukunft der Sandkerwa getroffen. Dabei hat die Stadt Bamberg – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Stadtrat – einen konkreten Vorschlag zur Durchführung der weiteren Sandkerwa-Veranstaltungen gemacht. 
Vorschlag wird nun im Vorstand und im Ausschuss des Bürgervereins zeitnah diskutiert (heute Abend, 23.5.17)  Die Ergebnisse sollen dann im Rahmen der Vollsitzung des Bamberger Stadtrats am 24.5.2017 vorgestellt und beraten werden. Bis zum Abschluss der Meinungsbildung im Bürgerverein und bis zur Vorstellung im Stadtrat wurde von den Teilnehmern Vertraulichkeit vereinbart.“
Dennoch sickerte noch im Laufe des Abends durch, dass die „Stadtspitze“ dem Bürgerverein bzw. seiner Veranstaltungs-GmbH finanzielle Erleichterungen, aber auch organisatorische Veränderungen angeboten habe. Insbesondere sollen die Haftungsrisiken anders verteilt werden, um die Veranstalter zu entlasten. Angeblich sollen auch Preisnachlässe bei den Leistungen städtischer Tochtergesellschaften (z.B. Entsorgungs- und Baubetrieb) im Angebot sein.

23.5.17 Bilder: BüV Sand; WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+5 #8 schönlangsam 2017-05-23 23:05
was bedeutet jetzt dieser schwachsinn?

ruhen lassen in der sitzungsfreien zeit? ruht dann auch sein geld? ist ja nicht gerade wenig, was er jeden monat zusätzlich noch steuerfrei einstreicht. das ist wohl auch seine einzige stärke.

andere familien müssen mit weit weniger auskommen.

Hinweis v. WeBZet: Auch die Aufwandsentschädigung für das Ehrenamt Stadtrat muss versteuert werden.
+4 #7 Heiner 2017-05-23 21:28
Klasse der Kalbskopf agiert zweimal. Nein dreimal 1 als Metzger. 2 als Bürgervereinschef. 3 als Stadtrat. Das tollste daran ist das wenn 1 2 oder 3 was sagt die anderen nix davon wissen. Dazu kommt noch dass der Neller das verteidigt, klar ist ja auch Richter. CSU Richter ????? Bei der nächsten Wahl gibt wieder Leberkäsbrödla und das Volk macht sein Kreuz. Ich a .
+14 #6 Clavius1970 2017-05-23 16:52
zu #5 Der Kalbs Michel hat das Sammeln von Unterschriften für den Radentscheid auf dem Lindenfest untersagt. Politische Agitation auf Volksfesten? Das geht gar nicht. Da hat die CSU ihre Prinzipien und versucht das Vorgehen auf den Vorsitzenden des Bürgervereins Gangolf zu schieben. Der Stadtrat Kalb war es nicht. Wahrscheinlich haben die CSUler den Michel schon doppelt gesehen. Normal ist es ja umgekehrt. Und trotzdem wählt der Bamberger beim nächsten Mal die wieder, die ihn am meisten verachten.
+7 #5 Bürger dieser Stadt 2017-05-23 12:19
#2: Man muß Prioritäten setzen. Stelle ich die drei Spitzenkandidaten nebeneinander, steht Müller an letzter Stelle, und das mit Abstand. Wie auch immer, anscheinend lässt er den Fraktionsvorsitz jetzt doch "ruhen" (?).

#3: Um was für einen Auftritt hat es sich denn gehandelt?
+19 #4 Samson 2017-05-23 12:12
Was ist das für ein vertrauliche Gespräch, wenn fast zur gleichen Zeit schon Inhalte durchsickern?
Super-Andy wird sie wieder alle austricksen.
+19 #3 Heiner 2017-05-23 12:10
Und ich dachte er tritt zurück und nimmt den Kalb auch gleich mit. Der Auftritt vom Kalb am Lindenfest gegenüber der Dame vom Radentscheid hat ja auch so ein Gschmäckla.
+24 #2 Bambergerin 2017-05-23 11:30
@#1: Da muss ich Ihnen leider widersprechen - meiner Meinung nach müssten mindestens alle 3 zurücktreten...
-16 #1 Bürger dieser Stadt 2017-05-23 11:19
Das wäre ja noch schöner, wenn jemand wegen so einem Firlefanz zurücktreten würde! Wir haben wirklich andere Probleme hier. Wenn Rücktrittsforderungen derzeit berechtigt sind, betrifft das ausschließlich Oberkumpel-Andi und Klausimausi. Das sind diejenigen, die schon genug Grund dafür geliefert haben. Rücktrittsforderungen gegen Müller sind im Vergleich dazu absolut vermessen.

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