Auf einen guten Tag

                                    

In den großen Krisen des Lebens muss man immer zuerst wagen; dann kommt das Können und zuletzt das Sehen, dass es das Richtige war.
Carl Hilty (1833-1909) Schweizer Staatsrechtler


 

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A 14

Den hob i dä aana aigschänggd, di woä gsässn.

aischänggn  = wörtl. einschenken, verabreichen

Dem habe ich eine verabreicht, die hat gesessen.

 

Mä däfäd schiä a weng aischüän.

aischüän = wörtl. einschüren, einheizen 

Man dürfte direkt ein bisschen einheizen.

 

Bai den sain Voädrooch wär i bal aigschloofm, wenn mai Fraa mi ned immä widdä nai di Seidn kaud hädd.

aischloofm = wörtl. einschlafen 

Bei seinem Vortrag wäre ich bald eingeschlafen, wenn mich meine Frau nicht immer wieder in die Seite gestoßen hätte.

 

Däs kosd dä airooma.

airooma = wörtl. einrahmen; hier: merken
Das kannst du dir merken.

Di höd mi dä aigsaafd!

aisaafm = wörtl. einseifen; hier: eingeredet
Die hat auf mich eingeredet.

 

Des Röggla du i a weng aisaama.
aisaama = wörtl. einsäumen

Das Röckchen werde ich ein wenig einsäumen.(taugt noch)

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In den Startlöchern. Wer soll im neuen Aufsichtsrat der Sandkerwa GmbH sitzen? Gleich nach dem Grundsatzbeschluss für eine Beteiligung der Stadt, stellt sich die Postenfrage.

Eigentlich alles geregelt, worauf es ankommt

Jetzt liegt es beim Bürgerverein Sand, wie es mit der Sandkerwa weitergeht. Anfang Januar soll eine Mitgliederversammlung die Entscheidung treffen, ob das vom Stadtrat am 13.12.17 beschlossene Strukturmodell in Kraft treten soll. In dem Vertragswerk ist zumindest aus der Sicht des Außenstehenden alles geregelt, worauf es zurzeit ankommt. Die Stadt Bamberg wird knapp die Hälfte der Gesellschaftsanteile der Sandkirchweih übernehmen und damit künftig gleichberechtigt mit dem Bürgerverein über die Geschicke der Sandkirchweih entscheiden. Traditionsveranstaltungen wie Hahnenschlag und Fischerstechen bleiben in der Hand des Bürgervereins. Auf die Gesamtorganisation des Festes kann er über die paritätisch besetzte Geschäftsführung und einem ebenso aufgestellten Aufsichtsrat Einfluss nehmen. Maßgeblich wird dann aber sein, mit wem diese Gremien besetzt sind.

Ein Fortschreiten der Kommerzialisierung?

Gleich nach dem Grundsatzbeschluss für eine Beteiligung der Stadt, ist bereits Postenfrage aufgeflammt. Den sechs Aufsichtsräten werden die Aufgaben oberhalb der Geschäftsführerebene obliegen, wenn es z.B. um konzeptionelle Grundsatzentscheidungen oder um die Budgetplanung geht.
Sicher sind seitens der Stadt bereits zwei Posten vergeben: Im Rahmen der paritätischen Besetzung wird OB Andreas Starke den Aufsichtsratsvorsitz und Horst Feulner vom Concert- und Eventservice ein Geschäftsführer werden.
Wie man hört, soll die Besetzung der Aufsichtsratsposten nach dem Parteienproporz erfolgen. Im Klartext: CSU und SPD stellen je ein Mitglied. Dabei soll es einen Sandkerwa-Aufsichtsrat Helmut Müller nicht geben. Für das Amt soll der neue finanzpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Stefan Hipelius, im Gespräch sein.
Laut Meldung im FT (14.12.17) soll bei der SPD Klaus Stieringer das Aufsichtsratsmandat für sich zwar nicht ausschließen, aber es soll noch weitere Kandidaten geben. Entschieden sei noch nichts.
Einen ganz anderen Vorschlag hat - gegen den Widerstand von OB Andreas Starke - die Fraktion der Bamberger Allianz (BA) eingebracht. Man möchte statt Politiker lieber den/die jeweilige/n Vorsitzende/n der „ArGe der Bürgervereine“ (ein Jahr Amtszeit) und den/die jeweilige/n Vorsitzende/n des Hotel- und Gaststättenvereins im Aufsichtsrat sehen. Weil man ihnen eine gewisse Fachkompetenz zumisst. Dem Vorschlag werden allerdings wenige Chancen eingeräumt.
Vielleicht noch einen Passus aus der leidenschaftlichen Rede von GAL-Stadtrat Ralf Dischinger am 13.12.17. Er sagte: »Wir retten die Kerwa nicht durch juristische Konstruktionen, sondern durch ihren Geist«. Er fürchte durch die gefassten Beschlüsse ein Fortschreiten der Kommerzialisierung.
15.12.17 Bilder: Sandkerwa-Veranst. GmbH; WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+13 #5 Bremer 2017-12-16 06:49
#2: Dieser Denkansatz ist völlig richtig, er würde vielen Menschen zu mehr abendlichem Spaß verhelfen. Dieses Angebot fehlt einfach. Man beklagt sich über regelmäßige Trunkenheit auf den Straßen. Dabei legt es das ganze Angebot, das ganze Geschäftsmodell darauf an, die Leute zum Trinken zu bewegen. Viel mehr ist da nicht, bei großen Veranstaltungen wie der Kerwa füllt sich das eben noch mehr als ohnehin schon. Was will man auch sonst machen außer einen zu heben, oder zwei, oder drei...? Wirklich entspannt oder sogar fröhlich wirkt in den Abendstunden selten jemand. Das hat Gründe.
+12 #4 Frau Holle 2017-12-15 20:18
Wunderbar, dass so wichtige Themen wie die Sandkerwa und der Basketball so beherzt und effektiv angepackt werden. Evtl. könnten von diesen Kleinbeträgen etwa ein paar Unebenheiten in der Brennerstraße beseitigt werden, aber solche Nebensächlichkeiten lassen sich da schon besser auf die lange Bank schieben. Eine Kerwa ist da einfach wichtiger.
+6 #3 Baba Yaga 2017-12-15 12:48
#2 Es entsteht der Anschein, dass Sie jemand auf dem Kieker hat. Sie wissen ja, zu viel gesunder Menschenverstand ist in Bamberg ungesund...
-24 #2 Bürger dieser Stadt 2017-12-15 10:29
Der "Geist" der Kerwa. Ein guter Gedanke. Einen richtigen "Geist" wird dieses Fest leider nie haben können. Warum?

Weil es heutzutage einfach sehr viele Möglichkeiten der Zerstreuung gibt, auch und gerade im Alltag. An jedem Abend kann man sich in einer Bar oder Kneipe die Kante geben, es gibt zig Kulturveranstaltungen, sehr viele Festchen ("Events"), liberale Öffnungszeiten und schließlich ein hohes Maß an individueller Mobilität. Die Kerwa ist nur ein Festchen und eine Zerstreuungsmöglichkeit von vielen. Das ist nicht wirklich ein Mittelpunkt. Es ist nichts Besonderes mehr.

In Bamberg gibt es definitiv genug Freiluftfestchen und auch Kneipen, Wirtshäuser, etc.. Was könnte aber im Bamberger Zerstreuungsprogramm fehlen? Ich meine: Möglichkeiten für die Leute, ihre Energie wegzutanzen. Und zwar im Alltag (auch "After-Work"). Nicht jeder will nur passiv an der Bar oder in einer Kneipe sitzen. Es fehlen Tanzclubs, besonders solche, die einladend auf mittlere bis gehobene Altersgruppen wirken.

Vielleicht wäre es angebracht, sich mal über so etwas Gedanken zu machen. Also über Zerstreuungsmöglichkeiten, die die Lebensqualität wirklich anheben können. Und nicht über Festchen, die eher überflutend auf die kleine Altstadt wirken.
+26 #1 M.H.S 2017-12-15 09:59
Die Beute wird untereinander verteilt, solange es nur geht!

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