Das Rennen ist eröffnet

Bambergs Oberbürgermeister Starke wird bei der nächsten Wahl 2026 nicht mehr antreten. Wie reagiert die Bamberger Politik auf die Entscheidung? Wer soll Andreas Starke 2026 im Amt beerben?

Vier in-offizielle Kandidaten werden genannt

Offiziell gibt es noch keinen Kandidaten oder Kandidatin. Doch verdeckt sind schon Namen im Umlauf. In einem größeren Artikel haben zwei Redaktionsmitglieder diese möglichen Kandidaten bereits genannt. Die WebZBlog schließt sich dieser Benennung an. 

Grundsätzlich muss befürchtet werden, dass aufgrund der großen Zersplitterung der kommunalpolitischen Landschaft noch mehr Kandidaten ins Rennen einsteigen werden. Aufgrund dieser Situation ist eine Stichwahl für 2026 sehr wahrscheinlich. Das liegt vor allem daran, dass die kleinen Parteien und Gruppierungen je einen eigenen OB-Kandidaten aufstellen werden. So wie 2020 wird dann den größten Schaden von dieser Parade vor allem das sog. bürgerliche Lager haben, weil wohl kein Kandidat die nötigen 50 Prozent plus X erhalten wird, um bereits im ersten Wahlgang den Sieg zu holen.

In dem FT-Bericht erscheint es aus heutiger Sicht wahrscheinlich, dass Melanie Huml (CSU) in einer Stichwahl gegen Jonas Glüsenkamp (Grüne) oder Sebastian Niedermaier (SPD) antreten muss.

Noch ist keiner der drei offiziell als Kandidat benannt. Doch hinter den Kulissen kann das bisherige gegenseitige Belauern in den jeweiligen Lagern schon bald auf einen offenes Hauen und Stechen hinauslaufen – nichtöffentlich und im schlimmsten Fall öffentlich. 

Vier Kandidaten etwas näher betrachtet

Melanie Huml gilt als die profilierteste Kandidatin. Als langjährige Landtagsabgeordnete und Ministerin kennt sie das politische Geschäft am besten. Andere CSU-Kandidaten sind nicht in Sicht. Aber sie soll sich bisher noch nicht mal interessiert für den Knochenjob im Bamberger Rathaus gezeigt haben. Also alles noch offen. Vielleicht sieht sie sich lieber als Landratskandidatin, denn Im Vergleich zum Bamberger OB-Stuhl erscheint der Sitz im Landratsamt nicht durchaus bequemer. 
Bei der OB-Wahl 2020 kam als grüner Kandidat Jonas Glüsenkamp in die Stichwahl. Was schon damals aufgrund der o.g. Lagerkämpfe als sehr wahrscheinlich gesehen wurde. Diesmal kann es anders aussehen, denn nicht nur die grüne Bundespartei ist rasant im Abstieg begriffen, sondern auch im Bamberger Rathaus geht grüne Politik oft nur noch im Rückwärtsgang. Eigentlich konnte er als 2. Bürgermeister und Personalreferent nur bei der Aufarbeitung der Rathausaffäre punkten. Glüsenkamp soll erklärt haben, sich erst kommendes Jahr über eine weitere Kandidatur zu entscheiden.

Angepasst an den scheidenden OB Starke sieht man in der SPD den Stadtratskollegen Sebastian Niedermaier als smarten Kandidaten. Der gelernte Gärtner “duzt sich quasi” mit jeder und jedem in der Stadt, schreibt der FT. Im Stadtrat hat er sich noch nicht groß hervorgetan. Aber die plötzliche Wende der SPD von Pro-Schlachthof zu Pro-Food Campus kann einem Gärtner das politische Genick brechen.

Man soll es nicht glauben, aber die Gerüchte ebben nicht ab, dass Klaus Stieringer hinter den Rathauskulissen eifrig an einer möglichen OB-Kandidatur arbeitet. Stieringer wird alles zugetraut und das kann man positiv oder negativ sehen. Er hat schon öfter die Fronten gewechselt und auch Skandale unbeirrt durchgestanden.

Aus welchem Grund auch immer haben die FT-Redakteure auch Ursula Redler (CSU-BA) befragt und eine sehr selbstbewusste Antwort erhalten. Sie konzentriere sich derzeit auf ihre Rolle als Staatsanwältin in einem großen Prozess und: „In meinem Beruf zählt Leistung, in der Politik halt nicht.“ Eine Kandidatur für 2026 sei derzeit weit weg – ausschließen will Redler sie aber nicht.


Geschrieben: -mdw; veröffentlicht: 23.06.24; Bilder v. webzet (Titelbild ist i.d.R. Symbolfoto); BildNw:

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