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Auch eine Jahrhundertaufgabe

Eine alte Rede, die weiterhin gilt: Vor vier Jahren schied der damalige Baureferent Michael Ilk aus dem Amt. In seiner „Abschiedsrede“ sprach er klare Worte - zum Zustand der Straßen in Bamberg.

Irgendwann unüberblickbarer Berg an Ersatzinvestitionen

Vor vier Jahren richtete der scheidende Bamberger Baureferent Michael Ilk „Abschiedsworte“ an den Bamberger Stadtrat. Er sprach klare Worte zum Zustand der Straßen in Bamberg. »Straßensanierung sei insbesondere für die Stadt Bamberg als Jahrhundertaufgabe zu begreifen, um nicht in 10 oder 20 Jahren mit einem unüberblickbaren Berg an Ersatzinvestitionen in die Straßeninfrastruktur konfrontiert zu sein«. Der gelernte Tiefbauer Michael Ilk erläuterte damals ausführlich die Situation. Das Stadtgebiet Bamberg umfasse rd. 320 ha Verkehrsfläche (Straßen, Wege und Plätze). Durch den städt. Entsorgungs- und Baubetrieb EBB seien beispielsweise 270 km Straßen und mehr als 60 km Radwege zu betreuen.
Die Stadtratsfraktion der Bamberger Allianz „grub diese Rede aus“ und stellte ihren Inhalt als Anfrage an Oberbürgermeister Andreas Starke: „Wie wird heute der Bedarf und die Notwendigkeit von Baumaßnahmen zur laufenden Unterhaltung oder Instandhaltung von Gemeindestraßen in Bamberg eingeschätzt?“
In der Anfrage der BA-Fraktion werden die Bemühungen des EBB anerkannt, bekannte Schäden an Verkehrsflächen im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten nach Prioritäten (Besondere Gefährdungslage, Hauptverkehrsstraße, Witterung etc.) kurzfristig abzuarbeiten. Andererseits nimmt die Fraktion aber auch Bezug zu einer Aussage Ilks, dass besonders bei unterdimensionierten Straßen eine straßenzugweise Sanierung angestrebt werden müsse. Denn - so Ilk - »nur durch dieses schrittweise, aber konsequente Vorgehen sind die Bauarbeiten wirtschaftlich durchführbar und auch für den Anlieger erträglich«.

Mehr Geld für den Straßenunterhalt

Aus Sicht der BA-Fraktion hat sich die Situation in den vergangenen Jahren nicht geändert: Die Reparaturen werden immer mehr, weil die fälligen Generalsanierungen nicht gemacht werden. In direkter Rede an den Oberbürgermeister heißt es dann in dem Schreiben: »Es ist augenscheinlich, dass etliche Straßen in der Stadt sanierungs- oder zumindest reparaturbedürftig sind.«
Konsequenz: Es müsse mehr Geld für den Straßenunterhalt in die Hand genommen werden.
In einem Antwortschreiben räumt OB Starke ein, dass »aus fachtechnischer Sicht ein Vollausbau im Besonderen bei alten, unzureichend tragfähigen und nicht richtlinienkonformen Straßenaufbauten, wie sie im Stadtgebiet sehr häufig zu finden sind, einer reinen Sanierung der Verschleißschicht vorzuziehen ist«. Allerdings seien in den jeweiligen Entscheidungsfindungsprozess neben den fachtechnischen Wünschen des Straßenbaus regelmäßig die kurzfristigen Belange der Verkehrssicherheit, die finanziellen und personellen Ressourcen der Stadt (…), aber auch die Interessenslage der Bürgerschaft einfließen zu lassen.
»Leider sind die Herausforderungen der Stadt Bamberg gerade in Bezug auf die finanziellen Aspekte des Straßenbaus mit dem Wegfall der Straßenausbaubeitragssatzung nicht einfacher geworden.«

22.6.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare. > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. NEU: Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung > öffne Impressum l. Spalte ganz unten.{jcomments on}

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