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Auf einen guten Tag

 

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern als ihr treu zu bleiben.
Friedrich Hebbel

 



 

In Bamberg besteht Wohnungsnot. 58 Wohnungen sollen jetzt entstehen, indem das ehem. Karmelitenkloster am Karmelitenplatz umgenutzt wird. Für arme Leute wird das aber nichts sein.

Etliche neue Gauben werden vornehmlich aus Glas bestehen

Die deutsche Ordensprovinz der Karmeliter hat sich aufgrund der sinkenden Brüderzahl dafür entschieden, ihre historischen Konventbauten in Bamberg zu veräußern. Das Gebäude hatte auch in früheren Jahrhunderten verschiedene Nutzungen durchlebt; jetzt soll das Gebäude zu einer Wohnanlage mit 58 Eigentumswohnngen und einer ensprechenden Tiefgaragenanlage umgebaut werden.
Im Bausenat des Stadtrates wurden die Pläne zweimal behandelt. Gegenüber der ersten Behandlung wurde für eine zweiten Lesung am 22.8.19 die konzipierte Tiefgarage umgeplant. Die Zufahrt soll unauffällig in die Freiraumstruktur eingebunden werden, das heißt, es soll nun eine geschlossene Überdeckung mit Begrünung enstehen. Strittig Kernpunkte blieben allerdings, dass ausschließlich Eigentumswohnungen entstehen sollen und der Kaufpreis bis zu 6000 € für dem Quadratmeter betragen soll; desweiteren, dass die Dächer mit etlichen weiteren Gauben versehen werden sollen, deren wesentlicher Baustoff Glas sein soll.
Während sich die Senatsvertreter von CSU und SPD mit der Planung gut anfreunden konnten, hielten die Sprecher von GAL und Bamberger Allianz dagegen.

Fensterflut ist die Folge der Übernutzung des Daches

Petra Friedrich (GAL) kritisierte vornehmlich die hohen Quadratmeterkosten. Der Vertreter der Investorfirma Terraplan aus Nürnberg meinte dagegen, dass man durchaus eine »durchmischte Mieterstruktur« anstebe, das aber wesentlich Sache der einzelnen Eigentümer sei. Was den hohen Kaufpreis (6000 €) anbetreffe, so würden die Käufer aufgrund der Denkmalsanierung innerhalb der nächsten zehn Jahre ein Drittel des Kaufpreises über Steuervergünstigngen zurückerhalten.
Michael Bosch (BA) ging auf die stadtheimatpflegerische Sicht ein. Die großen Dachbereiche der drei Klosterflügel hätten heute schon viele Gauben. Die weitere, »extreme Durchfensterung mit Gauben im Mansardgeschoss verändert die Dachlandschaft erheblich«. Diese Fensterflut sei die Folge der Übernutzung des Daches und im historischen Bestand hier nicht angebracht.
OB Andreas Starke bemerkte dazu, wenn die ersten Musterfenster fertig seien, dann können sie von den Senatsmitglieder besichtigt werden.
GAL- und BA-Fraktion lehnten aus den jeweils genannten Gründen die vorliegende Planung ab.
27.8.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten.  Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+7 # Bamberger 2019-08-28 15:42
"Hoch" ist relativ.
Wenn am Kunigundendamm die Wohnungen schon 4000-4500 EUR/qm kosten, in den unteren Etagen. Auf der Erbainsel wird inzwischen auch 5.000 EUR/qm aufgerufen. Dann ist in dieser Lage sicher der Preis im Rahmen des Erwartbaren. Billiger wird es dann auch nicht, wenn der Stadtrat gerne noch die ein oder andere Extrabratwurst haben will. Umplanung hier, weniger Dachgauben = weniger Wohnraum da.
Da sollte man dann auch etwas vorsichtiger sein, welchen Preis man selbst für angemessen hält, wenn man sich aktiv daran beteiligt das Bauvorhaben zu verteuern.
Man muss dann eben auch mal Farbe bekennen: Will man günstigen Wohnraum oder will man architektonisch ansprechende Gebäude, die möglichst nicht höher als 3 Vollgeschosse sind am besten noch mit aktuellster Gebäudetechnik. Beides zusammen ist nur schwer vereinbar. (nicht bezogen auf dieses Bauvorhaben, da ist ja der Denkmalschutz zu beachten, was das Ganze natürlich auch nicht billiger macht im Vergleich zu einem Bau auf der grünen Wiese (Erba).
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+34 # Werner 2019-08-28 17:17
6k€? Ham die se nimmer alle? Und der Starke jubelt dem ganzen auch noch zu, hat der vergessen, dass er ein Parteibuch der Rotsocken hat? Und die Karmelitenbrüder zeigen durch den Verkauf auch nur ihr wahres Gesicht, dass sie auch nix anderes als ihren Säckel füllen wollen - shame on you! Ein weiterer Preistreiber wird sicherlich der unbegrenzte Auflagenwahn der zig daran beteiligten Behörden sein.
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+27 # supi 2019-08-28 19:06
Die kirche gibt's die kirche nimmst, und egal was es kostet, es wird immer einen käufer geben, der käufer wird auch immer einen mieter finden und damit ist alles ok, einfach perfekt auch in steuerlicher hinsicht, bloss halt gar nichts unterm strich für den bamberger wohnungssuchenden, aber für den interessiert sich ja so wie so keiner
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+14 # cityman 2019-08-30 17:22
...wobei das Nehmen ja wohl Hauptsache geworden ist und man vom Geben fast nix spürt, und das soll ja 'seliger' sein. Dass ich nicht lache.
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+15 # Werner 2019-08-31 13:34
Das ‚Nehmen‘ hab ich gottseidank schon vor etlichen Jahren durch eine einfache Erklärung und geleistete Unterschrift beim Standesamt schon unterbunden und war in 2 Minuten erledigt.
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-3 # supi 2019-09-02 18:58
ja, aber das ist halt auch net die lösung des problems
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+6 # rüpel ralle 2019-09-04 17:01
Erstaunlich, dass für den Umbau der alten Klosteranlage überhaupt eine Baugenehmigung erteilt wird.
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+8 # Babenberger 2019-09-10 21:43
Die Sozialklausel ist da wohl einmal wieder unter den Tisch gefallen?
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0 # Eberhard Braun 2020-02-16 21:53
Eigentlich kann man doch froh sein dass ein Investor bereit ist und sich dem maroden Gemäuer annimmt. Von allen Seiten nur Genölle. Wer ist den Bereit Risiko und Kosten sonst auf sich zu nehmen und den alten Kasten umzubauen? Es wird doch niemand gezwungen dort was zu kaufen. Wohnraum wird auch keinem weggenommen außer den Karmeliten. Profitieren werden aber am Ende wieder nicht die Bamberger sondern Investoren die bereits heute schon wissen dass die Preise weiter steigen werden. Schön dass sich einer dem Spagat mit Genehmigungsbehörden, Denkmalämtern und Weltverbesserer stellt und Bamberg zusätzlichen wenn auch teuren Wohnraum zusätzlich erhält.
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Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

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bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

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Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

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Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

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Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

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Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

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Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

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Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

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Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

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Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

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