Eine Bürgerversammlung hat Empfehlungen zur Zukunft des MUNA-Geländes beschlossen. Der Konversionssenat wird sich damit beschäftigen. Verwaltung plädiert für „differenzierte Betrachtung“.

Für die Ausweisung eines Naturschutzgebietes ist die Regierung zuständig

Etliche E-Mails bezüglich der zukünftigen Nutzung der Flächen der ehem. MUNA sind in den vergangenen Tagen bei Stadtverwaltung und Stadtratsfraktionen eingetroffen. Alle Schreiber fordern „die Waldflächen dauerhaft zu sichern“ und dass „sich die Stadt bei der Regierung von Oberfranken für die Erweiterung des bestehenden Naturschutzgebietes „MUNA“ nach Norden bis zur Geisfelder Straße sowie für die Neuausweisung eines Naturschutzgebietes auf dem Schießplatz (außer der noch genutzten Schießbahn) einsetzt“.
Der Konversionssenat des Stadtrats wird sich am Dienstag (19.11.19) mit den Empfehlungen aus der Bürgerversammlung vom 29.9.19 befassen. Volker Braun und Martin Bücker hatten sich ergänzende Anträge eingebracht; diese wurden von einer großen Zahl der an- wesenden Bürger/innen beschlossen.
Im Sitzungsvortrag der Stadtverwaltung heißt es zum Sachverhalt: „Seitens der BImA wurde erklärt, dass kein Bundesbedarf für die nicht durch die Bundespolizei genutzten Teilflächen des ehemaligen US-Schießplatzes bestehe und daher grundsätzlich ein Erwerb durch die Stadt Bamberg möglich sei.“ Für die Ausweisung eines Naturschutzgebietes sei allerdings nicht die Stadt Bamberg, sondern die Regierung von Oberfranken zuständig. Liegen die gesetzlichen Voraussetzungen vor, so kann ein Schutzgebiet ausgewiesen werden. Die Stadt Bamberg kann lediglich die Ausweisung eines Naturschutzgebietes in dem Bereich anregen oder empfehlen.

Verwaltung verweist auf Sondierungsgespräche mit Vertreter/innen der Bürgerinitiative

Die Stadtverwaltung schreibt weiter, dass nach ihrer Auffassung es sich auf Teilflächen des ehem. US-Schießplatzes um „naturschutzfachlich wertige Teilbereiche“ handelt. Die Ausweisung eines Naturschutzgebietes wird an dieser Stelle weiterhin begrüßt. Die Verwaltung empfiehlt daher dem Konversionssenat eine entsprechende Anregung an die Regierung auszusprechen. Das entspricht auch der Empfehlung aus der Bürgerversammlung.
Bei den Empfehlungen aus der Bürgerversammlung, „betreffend der Ausweisung bzw. Ergänzung des bestehenden Naturschutzgebietes auf dem ehem. MUNA-Gelände“, hält die Stadtverwaltung eine „differenzierte Betrachtung“ für erforderlich. Man sei zwar derzeit bestrebt, diese Flächen von der BImA zu erwerben; der Erwerb soll aber unabhängig von kommunalen Planungsabsichten und Vor-Festlegungen erfolgen. „Die Fläche soll in der derzeitigen Situation betrachtet und für künftige Entwicklungsoptionen offengehalten und offen gelassen werden.“ Die Verwaltung untermauert ihre Haltung, indem sie auf Sondierungsgespräche mit den Vertreter/innen der Bürgerinitiative hinweist, wo vereinbart, worden sei, „dass es keine planerischen Vor-Festlegungen geben soll, sondern der weitere Planungsprozess und künftige Nutzungsdefinitionen einem offenen und transparenten Beteiligungs- und Dialogverfahren überlassen werden sollen.
Entsprechend lautet der zentrale Vorschlag der Verwaltung für den Beschluss des Senates. Die aufgezeigten Sachaspekte sollen in „den Dialog- und Beteiligungsprozess mit der Bürgerschaft für eine mögliche künftige Nutzung von Flächen der ehemaligen MUNA im Kontext der künftigen Stadtentwicklung eingebracht und dort öffentlich diskutiert werden.
17.11.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.