Auf dem Gelände der ehem. Brauerei Maisel in der Moosstraße will die Joseph-Stiftung Wohnungen, Büros, Praxen, Kindertagesstätte, Förderschule und Sporthalle bauen.

Gewerbegebiet soll „urbanes Quartier“ werden

Schon seit neun Jahren harrt das Gelände an der Grenze zwischen Bamberg-Ost und Bamberg-Süd auf eine neue Zweckbestimmung. Im Bausenat des Stadtrates wurde vergangene Woche dem Antrag der Joseph-Stiftung auf Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplanes stattgegeben.
Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen auf dem 25 000 Quadratmeter große Areal die Ansiedlung/Errichtung verschiedener Nutzungen, baulicher Anlagen und Einrichtungen im Sinne eines urbanen Quartiers planungsrechtlich vorbereitet werden.
Das Plangebiet befindet sich südlich der „Moosstraße“, westlich der Straße „Zum Eichelberg“ und östlich der „Oberen Schildstraße“. Die Flächen gehörten vormals größtenteils zum Betriebsareal der ehem. Brauerei Maisel.
Entsprechend der Darlegungen im Bausenat sollen rd. 70 Wohnungen entstehen, mit und ohne soziale Preisbindung. Außerdem sieht der Plan eine Sozialstation mit Tagespflege und eine Kindertagesstätte vor. Darüber hinaus soll eine Förderstätte mit Wohnungen und Werkstätten für Menschen mit Schädel-Hirntrauma eingerichtet werden. Die Salesianer Don-Bosco wollen die Bartolomeo-Garelli-Schule für emotionale und soziale Entwicklung von Jugendlichen ansiedeln. In einer Sporthalle soll Basketball gespielt werden können. Im denkmalgeschützten Ziegelbau der ehem. Brauerei sind Büros und Praxisräume geplant.

Vorsichtige Begeisterung

Bei den Mitgliedern des Bausenats war die Hoffnung groß, dass die vorgestellten Pläne auch realisiert werden. Denn seit der Maisel-Pleite ist außer temporären Provisorien kaum etwas geschehen. Nun endlich soll das Potenzial dank der Joseph-Stiftung entwickelt und neu genutzt werden. Nachdem der Bausenat grundsätzlich grünes Licht gegeben hat, können die Verfahren für die Veränderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplan jetzt starten. Aus dem bisherigen Industrie- und Gewerbegebiet soll ein Mischgebiet für ein „urbanes Quartier“ werden. Im Zuge gilt es die umweltrelevanten Belange noch zu ermitteln, zu prüfen und zu bewerten. Die gesammelten Ergebnisse werden in ein erstes Plankonzept einfließen, das dem Bausenat vorgelegt wird.
11.12.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.