Nachdem die erste Version für einen Wirtschaftsbeirat nicht geklappt hat, wurde jetzt ein „Zukunftsbeirat“ eingerichtet. Er soll Impulse für die Bamberger Kommunalpolitik entwickeln.

Fünf Persönlichkeiten aus dem Stadtleben wurden berufen

Zu Beginn des neuen Jahrtausends gab es bereits einmal einen Wirtschaftsbeirat für die Stadt Bamberg. Die Mitglieder wurden wesentlich aus der Wirtschaftsszene der Stadt Bamberg berufen. Es heißt, aus permanenten Terminschwierigkeiten hat die Zusammenarbeit des damaligen Gremiums nicht funktioniert. Jetzt wurde neu ein ähnliches Gremium berufen, das Zukunftsbeirat heißt, und noch im 1. Halbjahr 2020 seine Arbeit aufnehmen soll.
In der Vollsitzung des Stadtrates am 11.12.19 hat der städt. Referent für Wirtschaft, Beteiligungen und Digitalisierung, Dr. Stefan Goller, das Konzept für den Zukunftsrat der Stadt Bamberg vorgestellt. Das Papier sei wesentlich in Absprache mit dem Ältestenrat und den Fraktionen im Stadtrat durch die Verwaltung in den vergangenen zwölf Monaten entwickelt worden. Danach sei eine Vorschlagliste für Mitglieder des Zukunftsrates erstellt worden. Dem Gremium sollen demnach angehören: Prof. Dr. Claus-Christian Carbon, Universität Bamberg, Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre, Nora Gomringer Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, Dr. Ulrich Krackhardt Physiker, Gründer und Firmen-Geschäftsführer, Prof. Dr. Ute Schmid, Universität Bamberg, Professur für Angewandte Informatik insb. Kognitive Systeme, Prof. Dr. Christian Zagel, Hochschule Coburg, Leiter des Masterstudiengangs ZukunftsDesign.
Der Stadtrat hat die genannten Persönlichkeiten akzeptiert.

Strategische Themen sollen im Mittelpunkt stehen

Nach den Worten des Wirtschaftsreferenten Dr. Goller sollen bei der Arbeit des Zukunftsrates nicht Tagesgeschäft und kurzfristige aktuelle Themen, sondern strategische Themen im Mittelpunkt stehen, die mittel- und langfristig für die Stadtentwicklung bedeutend sind. Vorgesehen sind zunächst folgende Themenbereiche:
a. Wie kann sich die Welterbestadt Bamberg dynamisch entwickeln und zugleich ihren Charakter bewahren?
b. Wie können die Ziele der Klimaallianz von Stadt und Landkreis nachhaltig erreicht werden?
c. Wie kann die Wirtschaft in Bamberg trotz begrenztem Flächenangebot nachhaltig wachsen?
d. Wie können wir Wohnraum schaffen und die soziale Mischung der Stadt erhalten?
Der Zukunftsrat soll zu diesen Themen keine fertigen Konzepte erarbeiten, sondern Impulse und Denkanstöße für die Arbeit von Stadtrat und Verwaltung geben.
In kurzen Stellungnahmen bekannten sich alle Fraktionen zum Konzept des Zukunftsbeirates. Lediglich SPD-Sprecher Klaus Stieringer deutete an, dass seine Fraktion mit der Zusammensetzung des Gremiums nicht zufrieden sei. Namens der BA-Fraktion regte Dieter Weinsheimer an, ob es nicht besser wäre, den Zukunftsbeirat vom neuen Stadtrat in einem halben Jahr vom neuen Stadtrat berufen zu lassen. Die Verwaltung lehnte ab.
In der Abstimmung wurde die Einrichtung des beschriebenen Zukunftsbeirates einhellig gebilligt.
13.11.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.