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STADTENTWICKLUNG

Eine Online-Petition ohne Wirkung?

Die Planungen für das Gelände der ehem. Maisel-Bräu in Bbg-Ost machen Fortschritte. Die in einer Online-Petition gestellte Forderung nach einem “Kinderhaus” ist noch nicht berücksichtigt.

Im Sinne eines urbanen Quartiers

Man hört es gern, wenn “viele Konfliktpunkte im konstruktiven Miteinander aufgearbeitet werden konnten”. Diese Feststellung traf Andreas Heipp von der Joseph-Stiftung Bamberg, als er seine Einschätzung über den aktuellen Stand der Planung des ehem. Maisel-Geländes in der Moosstraße darlegte. In der Sitzung des Bau- und Werksenates am 7.7.21 stand ein Zwischenbericht über den aktuellen Planungsstand zur Diskussion. Die Planer beabsichtigen innerhalb des Areals die Ansiedlung/Errichtung verschiedener Nutzungen, baulicher Anlagen und Einrichtungen im Sinne eines urbanen Quartiers zu realisieren. Es ist geplant eine Förder- und Erziehungshilfeschule sozial geförderten Wohnraum, Wohnungsbau zur Eigentumsbildung sowie eine Sozialstation mit Tagespflege anzusiedeln. Weiterhin ist im Westen des Plangebietes die Realisierung einer Förderstätte mit Wohnungen für Menschen mit Schädel-Hirntrauma geplant. Angedacht ist es darüber hinaus eine Kindertagesstätte zu realisieren. Die Frage der Umsetzung einer Kindertagesstätte vor Ort ist bisher nicht in Gänze geklärt, es werden aktuell noch Grundstücks- und Betreibergespräche geführt, heißt es im Sitzungsbericht der Bauverwaltung. Die Frage erscheint also noch offen und lenkt für den Zuhörer das Interesse auf eine mögliche Stellungnahme zu dem von einer Bürgerinitiative vorgetragenen Idee, ein „Kinderhaus“ auf dem Maisel-Gelände zu errichten. Unter einem Kinderhaus ist mehr als „nur“ eine Kinderkrippe und/oder ein „Kindergarten“ zu verstehen > vgl. Online-Petition “Kinderhaus auf dem Maisel-Gelände

Im Sinne eines urbanen Quartiercharakters

Es ist allerdings denkbar, dass die Bauverwaltung das Thema dann aufruft, wenn im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens über die Planungen für das Maiselgelände erneut berichtet wird. Das soll laut Verwaltung “zeitnah in einer der kommenden Sitzungen des Bausenates” geschehen. Im Sitzungsvortrag heißt es zudem. “Dann werden auch alle noch offenen Stadtratsanträge zum Maisel-Areal behandelt werden.”
Da auch ein entsprechender Antrag der CSU/BA-Fraktion zum Thema “Kinderhaus” vorliegt, sollte das so sein.
In der kurzen Debatte in der Sitzung am 7.7.21 äußerten die Senatsmitgliedern weitgehend übereinstimmende Meinungen. Christian Hader von Grünes Bamberg freute sich, dass »es auf dem Maiselgelände vorangeht«. Er erachte es als »wichtig, dass die Bartolomeo Garelli-Schule dort eine neue Heimat findet«. Grundsätzlich sei für seine Fraktion die Schaffung von Wohnraum die »erste und beste Option«. Dr. Franz-Wilhelm Heller (CSU/BA) sieht es als großen Vorteil, dass »die Planung und Verwirklichung jetzt nur noch in einer Hand liegt«. Sehr gut sei es auch, dass die denkmalgeschützten Gebäudeteile der ehem. Maisel-Brauerei und der sog. „Haeberle-Bau“ (s. Bild l.) eine neue Nutzung im Sinne eines urbanen Quartiercharakters erhielten.
Namens der SPD-Fraktion bewertet ihr Sprecher im Bausenat, Heinz Kuntke, die vorliegende Planung als »wirklich soziales Projekt«; zudem werde das Quartier trotz der Fällung von über 40 Bäumen im Ausgleich mit Neupflanzungen »letztlich grüner«.
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