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Auf einen guten Tag

 

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern als ihr treu zu bleiben.
Friedrich Hebbel

 



 

Überschrift der Meldung des städt. Presseamtes: „OB Starke lädt zur `Oberen Sandstraße 20` ein.“ Er will ein für die Kulturszene besonders wichtiges Sanierungsvorhaben vorstellen.

Öffentlicher Druck hat Umdenken ausgelöst

Es ist eine der zahlreichen Mitteilungen des Presseamtes, in der zu einer Veranstaltung der Stadt bzw. von OB Andreas Starke eingeladen wird. Wollte das einer der anderen neun OB-Kandidaten machen, müsste er/sie sich gewaltig anstrengen. Privilegiert eingeladen sind der
Bürgerverein Sand, der „Denkmalschutz“, Clubbetreiber, Interessand und die Schutzgemeinschaft „Alt Bamberg“. Gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung sollen Konzepte zur Zukunft des Einzeldenkmals in der Oberen Sandstraße 20 beraten werden.
Durch intensive Verhandlungen hatte sich die Stadt Ende 2019 das Recht zum Erwerb des Einzeldenkmals gesichert. Mittlerweile ist der Kaufvertrag mit der Eigentümerin, Dolphin Capital 166. Projekt GmbH & Co. KG beurkundet. »Es war wohl der öffentliche Druck, der ein Umdenken beim früheren Eigentümer auslöste«, wird Starke von seinem Presseamt zitiert.
Und weiter: Der Oberbürgermeister will mit der Veranstaltung »den Startschuss geben für ein Sanierungsvorhaben, das für die Kulturszene von besonderer Wichtigkeit ist«. Wie das genau aussehen soll, bleibt aber noch im Verborgenen.

Mit Unterschriften-Sammlung den ehem. Roten Ochsen retten

Folgt man einem FT-Artikel v. 25.2. dann steht momentan der Zustand des Gebäudes in der Unteren Königstraße 13 und 15 (ehem. Roter Ochse) oben auf der Agenda. Auch hier ist der Investor Dolphin Capital (jetzt German Property Group). Ob und welche Zusammenhänge mit dem Einzeldenkmal in der Oberen Sandstraße 20 bestehen, kann hier nicht gesagt werden. Fakt ist, dass der Zustand des ehem. Roten Ochsen immer desaströser wird.
Die Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg hat 2216 Unterstützerunterschriften dafür gesammelt, das Gebäude nicht weiter verfallen zu lassen, stattdessen endlich zu sanieren. Der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft, Martin Lorber, ist zur Übergabe des Unterschriftenpakets eigens nach Hannover gefahren, um den Verantwortlichen der German Property Group die Bamberger Position zu erläutern. Weiter als zur Rezeption der Investmentgesellschaft war er allerdings nicht gekommen.
Dabei steht der Investor in Bamberg massiv in der Kritik, seine denkmalgeschützten Immobilien dem Verfall preiszugeben und diese als Spekulationsobjekte zu missbrauchen. Freilich weist das die Firma immer wieder von sich. Zurzeit, so heißt es, soll die Stadt jedenfalls auch das denkmalgeschützte Gebäude in der Unteren Königstraße erwerben zu wollen. Über nähere Ergebnisse kann aber nicht berichtet werden.
28.2.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare. 

Kommentare   
-1 # supi 2020-02-28 19:23
nun sagen wir mal so, wenn man für den erwerb des objektes und seine sanierung so viel geld in die hand nimmt, und zwar geld des bamberger steuerzahlers sollte man mit seiner zukünftigen verwendung/benutzung nicht einzelinteressen bedienen, sondern den bamberger bürger, der es schliesslich auch bezahlt hat oder bezahlen wird.
es ist ja keiner gehindert durch seine hände arbeit kultur in hülle und fülle zu schaffen, halt bloss net auf kosten der allgemeinheit.
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+11 # hollermöffel 2020-02-28 23:47
hmmm, also die Stadtführung (bequeme Mehrheit), die über 10 Jahre Zeit hatte, derartigen Entwicklungen entgegen zu steuern, verspricht, dass es jetzt ganz schnell gehen soll...unglaublich :-x
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+8 # cunningham 2020-03-03 07:00
@hollermöffel
Kurz vor der Wahl können die plötzlich zaubern.

"OB Starke lädt zur `Oberen Sandstraße 20` ein."
Das ist falsch formuliert.
Richtig wäre: Noch-OB Starke sonnt sich im Licht der Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg, die mit ihrer Petition öffentlichen Druck auf den Investor German Property Group ausgeübt haben.
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 B 39
Bedä: Peter.
Bedä hassd a jeedä. Peter heißt ein jeder.

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bedd: bettet.
Wi mä sich bedd, so lichd mä. Wie man sich bettet, so liegt man.

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Bedd, Beddn, Beddä: Bett(en).
Di Beddn muss i aa nuch machn. Die Betten muss ich auch noch machen.
Hoid is schöö, doo ko mä di Beddä naushänga. Heute ist (das Wetter) schön, da kann man die Betten (ins Freie) hängen

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Bedd|badschä: Bettpatscher. Teppichklopfer.
Wad nä, wänn dä Vorrä kummd, grigsd si midn Beddbadschä! Wart nur, wenn dein Vater kommt, kriegst sie mit dem Bettpatscher.

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Bedd|brundsä, Beddsaachä: Schimpfwort. Bettnässer.
Woos willn deä Beddbrundsä doo? Was will denn der ...?

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Bedd|hoofm: Betthafen. Nachttopf.
Früä hod jeedä sain Beddhoofm undän Bedd kobd. Früher hat jede/r seinen/ihren Nachttopf unter dem Bett gehabt.

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Bedd|hubfäla: Süßes vor dem Schlafengehen.
Da, hosd a Beddhubfäla! Da, hast dein Betthüpferla!

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Beddi: Betti, Elisabeth
No, wänns dai Beddi ned waass, donn schdimmds ned. Nein, wenn es deine Betti nicht weiß, dann stimmt´s nicht.

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Bedd|schdäddla: Kinderbett.
Eä schlöffd fai nu in sain Beddschdäddla. Er schläft nun/jetzt in seinem Kinderbett. fai = unübersetzbares Füllsel!

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Bedd|schweän: Bettschwere, bisweilen auch nach Alkoholgenuss. Ermüdung. 
Mai Beddschweän hob i nu long ned. Meine Bettschwere hab ich noch lange nicht.

Forts.

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