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Dauerkonflikt. Der Busfahrplan der Stadtwerke wird weiterhin kritisiert. Briefe aus der Bürgerschaft und Protestnoten von Bürgervereinen verlangen Änderungen. Möglichst sofort.

Wird der Fahrgast nur als Kostenfaktor gesehen?

Harte Worte in verschiedenen Schreiben: »reine Mogelpackung«, »der Fahrgast wird nur als Kostenfaktor gesehen«, »ich kenne keinen, der mit der derzeitigen Situation zufrieden ist«.

Zunächst sollte festgestellt werden, was sich anerkannt verbessert hat: die Busverbindung zum "Klinikum am Bruderwald". Aber es hagelt weiter Proteste. Insbesondere die Bürgervereine Bug, Bamberg-Süd-West und Wildensorg sparen nicht mit Kritik und fordern eine erkennbare Verbesserung der Buslinien-Führung. Die kritisierten Punkte sind vielfältig. Wesentlich geht es um Linienführungen, Taktzeiten, Umsteige- und Anschlussmöglichkeiten. Nach mehreren Gesprächen und dem Einsatz von Stadt- und StW-Aufsichtsräten, kam es auch bereits zu Verbesserungen. So schreibt der Bürgerverein Bamberg-Südwest: »Von den gemachten Verbesserungsvorschlägen wurden auch schon erste umgesetzt (z.B. Anschluss am Hohen Kreuz stadtauswärts Richtung Südwest). Der Bürgerverein Süd-West weiß dies zu schätzen und bedankt sich …« Dennoch herrscht weiterhin in Südwest und besonders auch in den Bereichen Bug und Wildensorg noch deutliche Unzufriedenheit.

Größere Eingriffe haben Auswirkungen auf andere Linien

Namens der SPD-Stadtratsfraktion schrieb Stadtwerke-Aufsichtsrat Heinz Kuntke einen Antrag an OB Starke und dem StW-Chef Dr. Fiddeldey in er einschneidende Änderungen verlangt. Beispielsweise, dass die »Taktung der Buslinien nach Wildensorg und Bug wieder auf 30 Minuten erweitert werden soll«. Zudem soll nach Wildensorg »wieder eine gesonderte, erkennbare Linie fahren«. Nach Bug soll eine »direkt Linie über den Kaulberg nach Bug geführt werden«. Von Anfang an hat sich für eine Verbesserung der Busanbindungen auch die StW-Aufsichtsrätin Dr. Ursula Redler (BA) eingesetzt. Nach einer durchgeführten Testfahrt unter anderem der Geschäftsleitung der StW wurden einige Optimierungen durchgeführt, so bei den Umsteigemöglichkeiten. Glaubt man den bisher gehörten Meinungen, dann sind die von Kuntke geforderten Änderungen frühestens bei einer Gesamtüberarbeitung des Fahrplans zur Jahresmitte 2018 möglich. Alle Linien des Bamberger ÖPNV-Netzes seien irgendwie miteinander verwoben und größere Eingriffe hätten auch Auswirkungen auf andere Linien. Heißt: Der aktuelle Fahrplan lässt sich nur begrenzt modifizieren – und jeder zusätzliche Buseinsatz kostet viel Geld, das man eigentlich einsparen wollte.

Alles deutet darauf hin, dass allerdings spätestens im neuen Fahrplan die kritisierten Mängel beseitigt werden müssen.

26.7.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die „Richtlinien für Kommentare“. 

Kommentare   

+8 #3 Bamberger 2017-08-01 13:27
Also in der Schellenbergerstr. hat sich das Busangebot eindeutig verbessert. Da gibt es jetzt 2 Haltestellen, der gleichen Linie, die nur 100m auseinander liegen! :-P

Wollte mir schon mal den Spaß machen und genau diese Strecke mit dem Bus fahren... ;-)
0 #2 freggerla 2017-07-27 11:25
Ich frage mich, ob die Stadtwerke überhaupt noch die Fahrplanhoheit haben. Oder ist da der VGN federführend?
+19 #1 Peter MK 2017-07-27 11:02
Wie ich eben noch im Statbus gelesen habe, fördern die Stadtwerke "Soziales, Kultur, Sport" (m.E. eher umgekehrt). Da muß ja das Geld woanders eingespart werden. Dabei ist der Busbetrieb eine der wichtigsten Aufgaben der Stadtwerke.

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