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Zwei Meldungen – zu einem Thema. Über eine weitere Bushaltestelle im Haingebiet wurde berichtet. Derweil formiert sich im Berggebiet der Protest neu.

Den Weg zum Einkaufen erleichtert

In einer Verlautbarung teilten in der vergangenen Woche die Stadtwerke Bamberg mit, dass sie als Service für das Haingebiet jetzt eine neue Haltestelle in der Ottostraße errichtet haben. Die Buslinien 909 und 928 halten jetzt direkt vor dem sog. Heroldhaus. Die Haltestelle wird täglich zwei Mal in der Stunde von den Bussen der Linien 909 und 928 bedient.
Damit kämen die Stadtwerke dem Wunsch vieler Hainbewohner nach einer bequemen Anbindung an den Lebensmittelhandel „Nah und Gut“ nach. Die Busse halten künftig direkt vor dessen Tür und erleichtern so vor allem all jenen Anwohnern, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, den Weg zum Einkaufen.
Nahezu zur gleichen Zeit ist ein neues Schreiben mit Unterschriftenlisten aus dem südwestlichen Berggebiet an den Oberbürgermeister und anderen Stadtvertretern bekannt geworden. Darin heißt es:

„Trotz eifrigen Bemühens der Busfahrer“

Die Unzufriedenheit der Bergbewohner mit dem neuen, komplizierten Fahrweg der Linie 8 ist sehr groß.
Die Nutzer der Linie 8 möchten auf direktem Weg zur Innenstadt (ZOB), mit der Möglichkeit, alle Haltestellen in der Würzburger Straße, am Laurenziplatz und auch am Kaulberg zur Unterbrechung der Fahrt nutzen zu können.
Der Besuch der Arztpraxen, Therapeuten, Gaststätten und auch der Apotheke ist dann wieder problemlos möglich.
Wegen der künstlichen Verengung der Fahrbahn in Artur-Landgraf-Straße und Panzerleite durch parkende Fahrzeuge aller Art, können die Busfahrer trotz eifrigem Bemühen den Fahrplan nicht einhalten.
Das sorgt für zusätzlichen Unmut der Fahrgäste, die ihrem Ärger leider nur durch »in den Wind gesprochene« Äußerungen Luft machen.

Nach Kenntnisstand der WeBZet sind auch in den Stadteilen Wildensorg nd Bug die Kritikpunkte an dem seit Frühjahr geltenden Fahrplan nicht gelöst. Man muss aber auch darauf hinweisen, dass ein Fahrplan nur komplex verändert werden kann. Eine einzelne weitere Haltestelle zeigt bestenfalls den guten Willen.
22.8.17 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+11 #10 Frolic 2017-09-01 13:14
Der Bericht beschäftigt sich doch mit der miserablen Busverbindung nach Bbg-Südwest inkl. Bug und Wildensorg. Ein Teil der Kommentatoren läßt sich aber über ihre pesrönlichen Vorstellungen zur Verkehrspolitik aus. Damit ist den betroffenen Bürgern zumindest aktuell nicht geholfen.
0 #9 babsi 2017-08-25 19:40
die solln echd mal ihre ärsche bewegen. dann is die agrässion wenigsdens sinfoll inwesdiad und sie ferbrennen gallorien und werden ändlich sexier und gehn ned der allgemeinheid auf die nerfen.
+7 #8 Frau Holle 2017-08-25 12:10
#7: Was ist denn das für eine Argumentation? Wenn Autofahrern die mentale Eignung fehlt, sollen sie es bitte ganz bleiben lassen. Verkehrliche Maßnahmen als Gängelung zu empfinden (oder bei Park-Knöllchen sogar aggressiv zu werden), das mag ja manchmal den Tatsachen entsprechen. Allerdings haben derartige Aggressionen im Straßenverkehr nichts verloren. Und den meisten, die von solchen Aggressionen u.U. heimgesucht werden, würde es so oder so besser tun, den Hintern hoch zu bekommen.
0 #7 Mirko 2017-08-25 08:15
zu #6: tatsächlich ist eine parkende Blechkarawane die allerbeste Möglichkeit, um fahrendes Blech abzubremsen. Alle anderen Maßnahmen (Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung, baulich verengte Straßenführung ...) werden von Autofahrern als Gängelei empfunden. Wenn sich allerdings Autofahrer gegenseitig blockieren, gibt es keine Aggression. Fahrende Autofahrer können gegen stehende Autos nichts sagen.
+5 #6 Pipo 2017-08-23 21:12
Zu #5 es gibt in der Tat schönere und für die Allgemeinheit bessere Möglichkeiten der Geschwindigkeitsbegrenzung als eine parkende Blechkarawane.
-5 #5 Berliner Ringe 2017-08-23 18:07
@4: ich kann Ihnen nicht ganz zustimmen. Gerade der ruhende Verkehr ist sachdienlich der Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen. Dies macht sich insbesondere bei der Linie 908 von der Würzburger Str. über A.-Landgraf-Str. zur Panzerleite bemerkbar. Würden dort keine Autos stehen, wäre die Durchschnittsgeschwindigkeit > 50 kmh, ob der erlaubten 30 kmh. Daran haben sich im Übrigen auch die Busse zu halten.
+12 #4 Krapfenhannes 2017-08-23 17:54
Der fließende und ruhende Autoverkehr ist ein Riesenproblem. Es kann nicht sein, dass jeder Depp ein oder mehrere Autos besitzt, und dann auch noch keine Abstellmöglichkeiten vorzuweisen hat! Das belastet den öffentlichen Raum, der für diese Blechkisteninflation unseres konsumorientierten Zeitalters herhalten muss! Der Bobbes kann auch mal bewegt werden. Vielleicht mal so zur Abwechslung!!!
+6 #3 Berliner Ringe 2017-08-23 17:39
Ist ja nicht zu glauben, dass vom Herrn R. auch mal vernünftige Einwände kommen. Meine Zustimmung haben sie hier mal ausnahmsweise, jetzt bin ich noch auf Ihren Haufen an Vorschlägen gespannt. Ich bin leider kein Kommunalverkehrsexperte, wobei ich schon sehe, wie die StwB Geld (u. a. durch unsinniges Sponsoring) verplemmpert.
+14 #2 Clavius1970 2017-08-23 17:24
zu#1 Ich bin ja in vielen Dingen anderer Meinung als Sie, aber hier haben Sie meine volle Zustimmung. Nur durch einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr kriegen wir auch eine Reduzierung des Autoverkehr hin. Auch eine Einbeziehung oder Ausweitung der Stadtbuslinien in den Landkreis gehört dazu um Fahrgäste zu werben. Aber da hocken ja die privaten Busunternehmer auf ihren Erbhöfen.
+22 #1 Gerd Rudel 2017-08-23 14:55
Es wäre schon längst Zeit für ein komplettes "Update" im Bamberger Linienverkehr, der sich weitgehend immer noch auf dem Niveau der späten 80er Jahre bewegt. Vorschläge dafür gibt es "haufenweise" - und das seit Jahren.
Natürlich kommt als erstes Gegenargument immer das der problematischen Finanzierung. Aber solange die Stadtwerke in der Lage (?) sind, eigentlich sachfremde Aufgaben zu finanzieren (Abfertigungsgebäude für Industriellen-Flugplätze zum Beispiel), sollten ihre ureigenen Aufgaben darunter doch nicht leiden, oder?

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