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Das Hainbad soll Mitte Mai wieder öffnen. Es ist teilweise saniert worden. So wurde der Holzsteg durch eine Metallkonstruktion ersetzt. Der Eintrittspreis erhöht sich von 1 € auf 2 €.

Das Hainbad ist nicht mehr das, was es einmal war

Über 80 Jahre gibt es schon das Hainbad. Aufgrund notwendiger Reparatur- und Sanierungsarbeiten bedarf es nach und nach baulicher Maßnahmen - und Veränderungen. Der erste Bauabschnitt (> Titelbild) soll noch im diesen Monat abgeschlossen werden und die größte Veränderung wird sichtbar sein: Der alte Holzsteg – „Studentengrill“ genannt – wurde durch eine Metallkonstruktion ersetzt. Er hat aber im Wesentlichen die Form behalten, die man vom Hainbad – sei es von innen oder von der anderen Flussseite - schon immer kannte. > Bild l. Die früheren Holzpfähle sind also verschwunden und der Holzsteg erscheint als "frei schwebende“ Konstruktion über der Regnitz.
Seit wenigen Jahren heißt das Hainbad auch nicht mehr Hainbad, sondern „Hainbadestelle“. Es handelt sich rechtlich nicht um ein Schwimmbad, sondern um ein "Luft- und Sonnenbad mit Zugang zur Badestelle in der Regnitz". Der/die Besucher/in schwimmt deshalb im Fluss auf eigene Gefahr.

Heftige Diskussionen im Vorfeld der Sanierung

Während der neue Name „Hainbadestelle weitgehend ignoriert wird und keinen nennenswert erregt, hatte es noch vor zwei Jahren heftige Diskussionen um Art, Umfang und Notwendigkeit der Sanierungsarbeiten gegeben. Der Charakter des Hainbades sollte weitgehend erhalten bleiben. Dafür hatten sich besonders die Interessengemeinschaft Hainbad und die Freunde des Bamberger Hainbads engagiert. Man einigte sich auf eine behutsame Sanierung der Hainbadestelle, die zum wichtigsten Teil jetzt abgeschlossen ist.
An wichtigen Arbeiten wurde noch das Kinderplanschbecken mit Glasfasergewebe abgedichtet und mit Kunststofffarbe gestrichen. Auf den Rasenflächen des Bades, die in Sommern mit vielen Besuchern und wenig Regen besonders gelitten hatten, wird künftig eine Beregnungsanlage aufgestellt.
Laut Darstellung der Stadtwerke Bamberg (StWB) werden sich die Gesamtkosten für die Sanierung auf rd. 600 000 € belaufen. Und weil sich das Hainbad schon bisher für die StWB nicht gerechnet hat, wird der Eintrittspreis ab heuer verdoppelt: von 1 € auf 2 €.
6.5.18 Bilder: WeBZet; priv. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+1 #5 Der Bamberger 2018-05-09 19:58
Mensch supi, wann warst du denn das letzte Mal im Hainbad? Grün-alternativ hat da auf den Brettern Seltenheitswert wie eine blaue Mauritius.
+7 #4 supi 2018-05-07 17:36
ja ja das geheule wegen der eintrittspreiserhöhung um 1 € für den grün-alternativen studentengrill ist schon erstaunlich, da wird ein terz wegen einer sperrzeitverkürzung studentenseits gemacht, damit man saufen kann bis in die puppen, da werden für alle möglichen körner aller art, gar im selbstbackformat unsummen ausgegeben, aber 1 € mehr kann oder will man nicht bezahlen
+5 #3 merci 2018-05-07 10:12
Es wäre schön, wenn eine Möglichkeit gefunden würde, dass man den am Hainbad angeschlossenen schönen Bierkarten auch ohne Bezahlung des Eintrittspreises benutzen könnte. Ich und ein paar Kollegen haben dort im Sommer oft Brotzeit gemacht und ausschließlich im Bierkarten gesessen ohne das Bad zu nutzen. Bei 1€ Eintrittspreis zusätzlich zum Essen und Getränk war das gerade noch ok. Aber bei 2 € pro Person nur um zu essen und was zu trinken, wird das wohl nicht mehr so stattfinden. Eigentlich sehr schade. Es wäre sicher auch für den Pächter der Gastronomie besser, wenn man den Biergarten ohne Badbesuch (WC ausgenommen) nutzen könnte. Ein getrennter Eingang ist ja vorhanden. Man müßte nur irgendwie eine Abgrenzung zum Badbereich vornehmen. Die Wachsamkeit des Pächters wird wahrscheinlich nicht ausreichen, um ein Badnutzung auszuschließen.
+8 #2 Sven K. R. 2018-05-06 23:06
Verdoppelung = 100% des Eintrittspreises ist schon was. Die Sanierung kostet sicher viel Geld und ist wahrscheinlich auch nötig. Aber das Hainbad verliert damit auch seinen Nimbus ein Naturbad mit geringem Eintritt zu sein. Ich meine, daß man auch mit 1,50 € ausgekommen wäre.
+15 #1 Sunday 2018-05-06 12:00
Wenn vor - 15 Jahren? - ich die Hinbadfreunde mit der Aktion "Ich habe in der Regnitz gebadet" sich nicht gegen die damaligenden Einwände und Amtsschimmeleien nicht gewehrt hätten, hätte es das Hainbad in der Form wie wir es lieben, längst nicht mehr gegeben.
Nun wird eine übertriebene Sanierung draufgeknallt, daß man es in manchen Teilen kaum wiedererkennt und der Besucher, der gerade das Einfache wollte, muß jetzt mehr als eine halbe Million dafür mit dem Eintrittsgeld abarbeiten. Glanzleistung.
Soweit ich gehört habe, war das Hainbad bisher das einzige, welches überhaupt schwarze Zahlen schrieb, trotz des kleinen Eintritts.

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