Sie fahren oft mit dem Stadtbus? Oder weniger oft, weil sie mit den Leistungen nicht zufrieden sind? Der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Bamberg macht jetzt ein Angebot zur Mitsprache.

Der städtische Omnibusverkehr in Bamberg soll besser werden

Die Stadtwerke Bamberg (StWB) wollen das ÖPNV-Angebot in Bamberg erweitern. Sie würden damit den Aufforderungen bzw. Anträgen von mindestens zwei Stadtratsfraktionen folgen. Dafür wollen die StWB einen Fahrgastbeirat einrichten. Interessierte Busnutzer sollen sich dort einbringen können. Dabei bleibt es offen, ob der eine oder andere Vorschlag umgesetzt oder nur Zeit gewonnen werden soll – bis der bevorstehende Kommunalwahlkampf vorbei ist.
Jedenfalls suchen die StWB Buskunden, die sich ehrenamtlich in einem elfköpfigen Fahrgastbeirat engagieren möchten. Dieser soll die Interessen der Nutzer vertreten und laut einer Pressemitteilung der StWB auch bei künftigen Entscheidungen beratend mitwirken. Ziel soll sein, das Angebot des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in Bamberg zu verbessern.
Die ehrenamtlich tätigen Beiräte sollen in jährlich vier Sitzungen beraten, wie das ÖPNV-Angebot in Bamberg verbessert werden kann. Inhalt sollen sowohl aktuelle Geschehnisse, als auch strategische Planungen sein. Der Beirat könnte sich beispielsweise bei der Anschaffung von Elektrobussen oder der Ausweitung des Fahrplans einbringen. Die erste Sitzung soll bereits in diesem Herbst stattfinden. In Zukunft soll dann eine Sitzung pro Quartal stattfinden. Interessierte Bürger/innen können sich bis Ende September bewerben.

„Pragmatische Lösungen“ vor ideologischen Glaubenskriegen

Der Erwartungsdruck auf die StWB ist – möglicherweise auch im Zug des Vorwahlkampfes -
Durch zwei größere Konzeptanträge der SPD- und BA-Fraktion gewachsen. Die SPD verlangt in einer Pressemitteilung, dass „der Öffentliche Personennahverkehr in Bamberg das schnellste Verkehrsmittel werden muss.“ Der Schwerpunkt der SPD-Initiative soll auf der Verbesserung bestehender Infrastrukturmaßnahmen liegen, um den Busverkehr insgesamt zu beschleunigen. Die SPD sei sich dabei darüber im Klaren, dass es eine umfangreiche Verbesserung des ÖPNV nicht zum Nulltarif geben werde: „Für einen besseren ÖPNV muss auch mehr Geld in die Hand genommen werden“, heißt es aus der Fraktion.
Ähnliche Vorschläge formulierte schon vorher die Fraktion der Bamberger Allianz (BA) in einem Schreiben an OB Starke. Dabei plädiert die Fraktion für „pragmatische Lösungen“ vor ideologischen Glaubenskriegen. Neu erscheint der Vorschlag, den Einsatz von kleineren Busfahrzeugen bei den Berglinien (910, 913) zu prüfen. Die Kostenersparnis sollte man dafür einsetzen, diese Pilotfahrzeuge mit neuer Technik wie E-Batterie-Betrieb oder Brennstoffzellen auszurüsten. Der Brennstoffzellenmotor sei mittlerweile anerkannt weit entwickelt und wandelt die in Wasserstoff und Sauerstoff gebundene Energie direkt in Elektroenergie um.
Bürger/innen, die sich für den Fahrgastbeirat interessieren, können sich ab sofort über die Homepage der Stadtwerke Bamberg bewerben: www.stadtwerke-bamberg.de/fahrgastbeiratmakl.
8.9.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

 

Kommentare   
+16 # Jess 2019-09-08 09:54
Zu teuer und am zob fühlt man sich nicht wohl und sicher. Fahrer kennen die verschiedenen Tarife oft nicht
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+2 # Bamberger 2019-09-09 09:53
„der Öffentliche Personennahverkehr in Bamberg das schnellste Verkehrsmittel werden muss.“

Da bin ich mal gespannt, wie das passieren soll ohne den PKWs etwas wegzunehmen. Schließlich müssen PKWs nicht anhalten um Fahrgäste aufzunehmen usw.
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