Wieder eine Ortsbegehung. OB Andreas Starke besucht seit geraumer Zeit einen Stadtteil nach dem anderen. Diesmal waren gleich drei Mitarbeiter des städt. Presseamtes anwesend.

Großes Interesse an wirksamen Lärmschutzmaßnahmen

Viele Themen wurden beim Stadtteilgespräch in Kramersfeld mit Oberbürgermeister Andreas Starke angesprochen. Etliche Bürgerinnen und Bürger nahmen an dem knapp zweistündigen Spaziergang teil; dem Insider fiel freilich auf, dass von der Gefolgschaft rd. ein Drittel mehr oder weniger Rathauspersonen waren.
Zunächst wurde die Busanbindung angesprochen. Der Stadtbus verkehrt im Ein-Stunden-Takt von der Innenstadt nach Kramersfeld. „Verbessert hat sich die Situation durch das Anruf-Linien-Taxi“, erklärte Hans Jürgen Bengel, Vorsitzender des Bürgervereins Kramersfeld. Viele Bürger würden sich aber eine engere Bus-Taktung wünschen. Beklagt wurde der Lärm durch den Durchgangsverkehr auf der Kemmerstraße. Insbesondere wenn zu bestimmten Zeiten viele Autofahrer auch noch zu schnell unterwegs seien. Baureferent Thomas Beese verwies darauf, dass die Verbindung Erlangen-Schweinfurt – und damit auch das Autobahnkreuz – ausgebaut und damit auch der Lärmschutz verbessert werden soll. Diese Planungen gelte es zu verfolgen. Die Stadt habe ein großes Interesse an wirksamen Lärmschutzmaßnahmen durch die Autobahndirektion; die Kosten hierfür dürften allerdings nicht auf die Bürger abgewälzt werden, sagten die Stadtvertreter.

Der „Brose-Helikopter-Service“ hat sich vergrößert

Viel Blech gibt es in der Straße „Am Melbersee“ unweit des Gasthofs Bruckertshof. Die Parksituation hat sich dort für die Anlieger verschlechtert. Künftig soll durch Beschilderung und Hinweise für Abhilfe gesorgt werden, erklärten die Vertreter der Stadt.
Besonders wichtig war den Kramersfeldern die Entwicklung des Sonderlandeplatzes und die geplante Erweiterung des Bamberger Standorts der Firma Brose. Auf dem Sonderlandeplatz ist nun auch der Instrumentenflug gestattet, der es Flugzeugen und Hubschraubern möglich macht, auch bei schlechten Wetterverhältnissen starten und landen zu können. Hinter den Fragen und Feststellungen der Bürger/innen stand wesentlich die Befürchtung, dass der Sonderlandeplatz in „Salamitaktik“ ausgebaut wird. So wurde kritisch angemerkt, dass der „Brose-Helikopter-Service“ mit einer Schweizer Shuttle-Firma fusioniert worden ist und der Flugverkehr mehr werden könnte. Die Stadtvertreter versuchten diese Bedenken zu zerstreuen.

Letztes Thema des Nachmittags war die Zukunft der Brose-Unternehmensgruppe in Bamberg. OB Starke wies diesmal darauf hin, dass Brose in Bamberg weiter ausgebaut werden soll, „von derzeit ca. 700 auf dann ca. 2400 Arbeitsplätze“. Prognosen, die in den vergangenen Jahren mit unterschiedlichen Zahlen schon öfters abgegeben worden waren. Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller erklärte dazu, dass die städtische Infrastruktur, insbesondere die Straßenanbindung mitwachsen müsse. Weil nicht alle Fragen vollständig beantwortet werden konnten, soll auf Vorschlag des Oberbürgermeisters Andreas Starke noch in diesem Jahr zu den Themen Brose-Ausbau und Sonderlandeplatz eine Bürger-Informationsveranstaltung in Kramersfeld stattfinden.
18.9.19 Bilder: WeBZet; PrA Gerhard Beck. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.