Die Verbesserung des ÖPNV-Bus-Verkehrs wird jetzt gepuscht. Auch die Rathaus-GroKo hat die Notwendigkeit entdeckt und macht Vorschläge. Die BA schlägt die Brennstoffzelle für Omnibusse vor.

Der Bamberger FT gibt der GroKo-Berichterstattung Vorrang

Eigentlich sollte es ja im zuständigen Stadtratsgremium behandelt werden: Die Möglichkeiten für eine Bus-Offensive (ÖPNV) im Stadt- und Nahraum Bamberg. Dazu hatten die Stadtratsfraktion Bamberger Allianz (BA) und kurz darauf die SPD-Fraktion einen entsprechenden Antrag mit zum Teil gleichlautenden Anrgegungen eingebracht. Der erste Antrag von der BA wurde vom Bamberger FT mit einem „Einspalter“ abgespeist, zwei Tage später erhielt der SPD Antrag einen „Vierspalter“. Eigentlich sollte das Thema im Stadtrat diskutiert werden, im „Austausch der Ideen“. Aber die Tageszeitung preschte vor und berichtete im Rahmen einer GroKo-Erklärung umfassend ausschließlich über deren Vorschläge. Ein Vorgang, der an Zeiten erinnert, als der FT Bamberg durch seine spezielle Berichterstattung seine Talfahrt antrat.
Zur Sache: Die Basisanträge von BA und SPD umfassen je sieben bzw. acht Punkte. Die meisten überschneiden sich. Als relevant bzw. interessant wird in dem genannten FT-Artikel über eine erweiterte Ringlinie berichtet. Das besondere an der Forderung: Auch die etwas weiter entfernten Parkhäuser sollen angebunden werden, um einen Anreiz zu schaffen, nicht mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren. An der Konzert- und Kongresshalle soll der Start- und Endpunkt sein, von dort aus in den Ring und über die Lange Straße wieder zum Markusplatz und zur Konzerthalle. Fünf Parkhäuser liegen an der Strecke, die von den Bussen im Zehn-Minutentakt abgefahren werden sollen. Die neue Linie soll sich zumindest teilweise durch höhere Parkeinnahmen finanzieren lassen, meinen die GroKo-Vertreter. Mehrkosten sollen nicht die Stadtwerke tragen müssen, sondern aus dem städtischen Haushalt querfinanziert werden. Eine Forderung, die von der Bamberger Allanz schon seit Jahren vorgschlagen wird.

BA: Für die Berglinien kleinere Busfahrzeuge einsetzen

Angesprochen, aber noch nicht geklärt ist die Idee, an Samstagen die Stadtbusse kostenlos fahren zu lassen (vgl. BA-Antrag Aschaffenburger Modell). Sollte die Idee noch umgesetzt werden, dann böten sich die Adventstage an; bisher gab es dafür nur von BA und CSU Zustimmung. Unklar ist auch die GroKo-Anregung, z.B. auf der geplanten Ringlinie den Einsatz von Elektrobussen zu testen.
Im Gegensatz dazu sieht der BA-Vorschlag vor, den Einsatz von kleineren Busfahrzeugen für die Berglinien (910, 913) zu prüfen. Die Kostenersprarnis sollte man dafür einsetzen, diese Pilotfahrzeuge mit der neuer Technik Wasserstoff-Brennstoffzellen auszurüsten. Der Brennstoffzellenmotor sei mittlerweile anerkannt und werde bei Großfahrzeugen (LKW, Bus) bereits im großen Stil eingesetzt. Die in Wasserstoff und Sauerstoff gebundene Energie wird in der Brennstoffzelle in Elektroenergie umgewandelt. Ein CO2-freier Prozess.
Ein weiterer Vorschlag der GroKo besteht darin, älteren Menschen, die ihren Führerschein freiwillig abgeben, dafür eine vergünstigte Jahreskarte für den Bus anzubieten. Eine Anregung die auch nicht neu ist, und in früheren Jahren daran scheiterte, dass viele ältere Menschen solange Auto fahren wollen, wie es ihnen möglich ist.
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