Den Busverkehr in Bamberg soll günstiger und leistungsstärker werden. Dazu haben verschiedene Fraktionen Vorschläge eingebracht. Die Umsetzung ist allerdings nur fragmentarisch.

Batteriebetriebene Kleinbusse sollen getestet werden

Die Pressestelle der Stadtwerke Bamberg (StWB) hat die Botschaft veröffentlicht. Sechs Maßnahmen sollen dazu beitragen, den städtische Busbetrieb (ÖPNV) in Bamberg zu verbessern. Allerdings fehlt zumindest die Prüfung einiger Vorschläge, insbesondere der mögliche Einsatz der Brennstoffstellentechnik.
Im von der Pressestelle und vom FT Bamberg veröffentlichten Maßnahmenkatalog wird zuvorderst das Angebot genannt, dass, „wer ab 2020 freiwillig aus Alters- und Krankheitsgründen seinen Führerschein abgibt, ein Jahr lang ein kostenloses Busticket geschenkt bekommt.
Für Schüler und Azubis soll es erstmals zum kommenden Schuljahr 2020/2021 ein 365-Euro-Ticket geben. Für umgerechnet einen Euro pro Tag sollen die Jugendlichen alle ÖPNV-Angebote im gesamten VGN-Gebiet nutzen können. Wer bisher von der Schulwegkostenfreiheit profitiert, kommt zukünftig in den Genuss des 365-Euro-Jugendtickets. Beim Semesterticket soll sich nichts ändern. Während die beiden genannten Maßnahmen einem Vorschlag der SPD-Fraktion entstammen, wurde der Gedanke, an den Adventssamstagen den Stadtbus im Bamberger Stadtgebiet komplett kostenlos zu nutzen, von der BA-Fraktion (Aschaffenburger Modell) und der CSU-Fraktion eingebracht.
Ab dem Start der Adventszeit wollen die Stadtwerke ein Jahr lang den Einsatz von kleinen Elektrobussen auf einer „Ringbuslinie“ rund um die Bamberger Innenstadt testen. Die elektrisch betriebenen Kleinbusse werden entlang der Haltestellen Konzert- und Kongresshalle, Markusplatz, Parkhaus „Zentrum Nord“, Löwenbrücke, Deutsches Haus, „Luitpoldeck“, Lange Straße und „Am Kranen“ in kurzen Abständen rund um die Innenstadt fahren. Die Auf der neuen Ringbuslinie sollen Erfahrungen mit einem neuen Fahrzeugtyp gesammelt werden, um ihn im Bamberger ÖPNV für neue Mobilitätsangebote einzusetzen.

Brennstoffzellen-elektrische Fahrzeuge stoßen keine Schadstoffe aus

In der Pressemitteilung der StWB ist nicht die Rede davon, in der Testphase auch brennstoffzellen-elektrische Fahrzeuge einzusetzen, so wie es die BA-Stadtratsfraktion vorgeschlagen hat. In etlichen deutschen Städten und noch mehr in anderen Ländern wird diese Technik bereits eingesetzt. Die Umweltfreundlichkeit dieser Busse wird bezüglich Lärmentwicklung und Schadstoffausstoß (kein CO2) von keinem anderen Antriebssystem übertroffen. Der Brennstoffzellenmotor stößt deshalb keine Schadstoffe aus, weil die in Wasserstoff und Sauerstoff gebundene Energie direkt in Elektroenergie umgewandelt wird und dann lediglich Wasser abgegeben wird.
Als weitere Idee wollen die StWB gemeinsam mit dem VGN den Ausbau der digitalen Angebote stärken. Es sind unter anderem E-Tickets geplant, bei denen die Fahrstrecke automatisch zum besten Preis abgerechnet wird. Davon werden insbesondere Gelegenheitsfahrer profitieren. Die Inhaber von Zeitkarten sollen für Anschlussfahrscheine einen Rabatt von 25 Prozent erhalten.
Nicht im Maßnahmenkatalog enthalten sind beispielsweise auch mögliche weitere Straßen für die Einrichtung einer Busspur, so wie es die SPD-Stadtratsfraktion oder die BA-Vertreterin im Aufsichtsrat der StWB, Ursula Redler, angeregt haben. In einem FT-Abdruck der StWB-Pressemitteilung ist zwar auch noch von BuB und FDP als GroKo-Vertretern die Rede, diese sind aber im Aufsichtsrat nicht vertreten.
7.10.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.