Auf einen guten Tag

 

Ein Einzelner hilft nicht, sondern wer sich mit vielen zur rechten Stunde vereinigt.
Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter

 

Ein Kompromiss in Sachen neuer Wasser-Hochbehälter Rothof ist möglich. Zwar wehren sich die Stadtwerke gegen eine mögliche Drehung des Behälters - aber das entspräche einem Wunsch des Stadtrats.

Für eine umweltverträgliche Lösung

Namens der 560 Unterzeichner für eine „Rettung des Rothofs“ lud Bernhard Schmidt zu einem Treffen am 21.11.19 ein, in dem über Notwendigkeit und Bedingungen eines neuen Wasser-Hochbehälters Rothof gesprochen werden sollte. Neben rd. 40 Bürger/innen waren die Stadtratsmitglieder Petra Friedrich (Grüne), Heinz Kuntke (SPD) und Dieter Weinsheimer (BA) sowie der Geschäftsführer der Stadtwerke (StWB) Dr. Michael Fiedeldey anwesend. 
In seinen einleitenden Worten trug Bernhard Schmidt vor, dass man sich nicht gegen die Wasserversorgung des Berggebiets und Wildensorgs stemme. Man wolle eine umweltverträgliche Lösung am Rande des Waldes für den Wasserspeicher unter Einbezug der heutigen technischen Möglichkeiten finden. Ziel sei es, das Plateau des Rothofs an der beabsichtigten, exponierten Stelle von der Bebauung mit einem Wasserspeicher frei zu halten.

Größe und Standort des Behälters wurden akzeptiert

In einem ausführlichen Referat erläuterte Michael Fiedelday die geprüften vier Standorte im Bereich des Rothof-Plateaus. Der jetzt ausgewählte Standort sei mit dem Naturschutzbeirat abgestimmt und bereits grundsätzlich vom Stadtrat angenommen. Die Wortmeldungen reichten von einer klaren Ablehnung des geplanten Standortes bis zur Unterstützung des jetzigen Konzeptes – wesentlich durch Wildensorger Bürger/innen. Schließlich kristallisierte sich eine Mehrheit heraus, die das Volumen des neuen Behälters, heißt den Bedarf an Trink- und Löschwasser, sowie den Standort akzeptierte. An der Fragestellung, ob der Eingang in das oberirdische Revisionsgebäude des unterirdischen Behälters um 90 Grad gedreht werden könnte, schieden sich nochmals die Geister. Die Idee wurde nachhaltig von Architekt Christoph Gatz vertreten; während sich StWB-Chef Dr. Fiedeldey gegen eine solche Drehung aussprach. Er wurde daran erinnert, dass der Stadtrat nach einer Ortsbegehung am 3.7.2019 verlangt habe: Die StWB sollen dafür sorgen, „dass der Hochbehälter hinsichtlich der Zufahrt, der Eingrünung und Modellierung der Überdeckung möglichst landschaftsschonend und abwechslungsreich eingepasst wird“. Fiedeldey blieb bei seiner Haltung.
Eine Entscheidung wird voraussichtlich am 27.11.19 von der Vollversammlung des Stadtrats getroffen werden. Zur Abstimmung stehen zwei Bürgeranträge zum Thema. Die Stadtverwaltung empfiehlt an der bisherigen Standortentscheidung festzuhalten. Dann könnte es final um die 90 Grad-Drehung gehen.
23.11.19 Bilder: WeBZet; Luftbild StWB. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
0 # supi 2019-11-24 18:44
Der Chef der Stadtwerke mauert nicht, der zeigt nur, wer hier vor Ort das Sagen hat und wo es lang geht, damit das der letzte im Stadtrat auch Mal kapiert
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0 # Bergradfahrer 2019-11-30 18:58
Korrekt, der definiert ja auch axiomatisch die Realität. Das ist doch der gleiche Dr. Fiedeldey, ... (gestr. WeBZet), der jüngst verkündete:"Bei dem ÖPNV-Angebot in Bamberg leben Sie im Himmel der Glückseligkeit!"
Da stellt man doch keine weiteren Fragen.
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+7 # hollermöffel 2019-11-25 20:59
wem gehören die Stadtwerke (eigentlich:), wer verwaltet sie und wer ist der Bestimmer;). Wenn die Kunden das Gebäude gedreht haben wollen, dann wird es gedreht! Die einfachste Form der Kundenbindung...:
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