Im Rahmen des Klimaschutzes kommt dem ÖPNV eine bedeutende Rolle zu. Seine Stärkung trägt gleichermaßen zur Reduzierung von CO 2 und NO X bei.

Ein Jahr Testbetrieb für Busringlinie „Innenstadt“

Im Zuge des Tagesordungspunktes „Förderung des ÖPNV“ in der Sitzung des Umweltsenates vom 26.11.19 schreiben die Stadtwerke Bamberg (StWB), dass „sie grundsätzlich alle Maßnahmen befürworten, die zu einer verstärkten Nutzung des ÖPNV führen“. Aus ihrer Sicht sind die Maßnahmen „insbesondere dahingehend zu beurteilen, ob der angestrebte Mehrwert in einem vernünftigen Verhältnis zu den damit verbundenen Kosten steht und ob die Maßnahme insgesamt wirtschaftlich tragfähig ist“.
Zum Thema haben faktisch alle Stadtratsfraktionen Anträge eingebracht. Umgesetzt bzw. zumindest erprobt werden sollen im Wesentlichen die im Folgenden genannten Vorschläge. Der Einsatz einer Busringlinie zur „Erschließung der Innenstadt“ (CDU, SPD, BA) in einem ca. 20 Minuten-Takt soll zunächst im Testbetrieb von einem Jahr durchgeführt werden. Die
kostenlose Busbenutzung an Samstagen (BA, CSU, SPD) wird zu Testzwecken an den vier verkaufsoffenen Samstagen 2019 vor Weihnachten durchgeführt. Der vermehrte Einsatz von Elektrobussen (CSU, SPD, BA) soll grundsätzlich erfolgen. Konkret wird zunächst der Vorschlag der BA-Fraktion, insbesondere im Bereich des Jakobs- und des Michaelsbergs verkehrenden Buslinie 910 Elektrobusse einzusetzen, realisiert werden. Der E-Bus soll auch von seinen Abmessungen kleiner als die bisher eingesetzten Busse sein. Es wird davon ausgegangen, dass Anfang des Jahres 2020 ein erster Einsatz erfolgen kann.

Kostenlosen erste Park-Stunde bleibt

Ein GAL-Antrag auf einen Sachstandsbericht zur kostenfreien ersten Stunde Parken in den Parkhäusern der Stadt wurde vom Senat inhaltlich anders bewertet. Die Grünen sprechen in ihrem Schreiben von „einem verkehrspolitischen Irrweg“. Die StWB teilen dazu mit, dass Im Ergebnis die Einführung der kostenfreien ersten Stunde „zu einer Verlagerung der Parkvorgänge von der Langen Straße in das Parkhaus Zentrum Süd geführt hat, so dass der Parkplatzsuchverkehr entsprechend reduziert werden konnte.“ Aufgrund dessen hat der StWB-Aufsichtsrat der Beibehaltung der ersten kostenlosen Park-Stunde zugestimmt. Der Umweltsenat schloss sich an.
Der Vorschlag, Vergünstigungen beim Erwerb eines Fahrscheins bei Fahrerlaubnisrückgabe zu gewähren, wurde grundsätzlich angenommen. Aus Sicht der StWB würde die Zurverfügungstellung einer Bamberger Einkaufskarte kostenlos für die Dauer eines Jahres ein attraktives Angebot darstellen. Kostenträger der Maßnahme ist die Stadt Bamberg. Die jeweiligen Kosten bei der Rückgabe einer einzelnen Fahrerlaubnis würden sich auf 250,80 € pro Nutzer belaufen.
Negativ wurde der Antrag auf Einführung eines Sozialtickets gesehen (BaLi). Auch hier wäre die Stadt Bamberg der Kostenträger. Für den genannten Personenkreis würden geschätzte Kosten in Höhe von rd. 390.000 € pro Jahr entstehen.
27.11.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.