Auf einen guten Tag

 

Man klagt so sehr bei jedem Schmerz und freut sich so selten, wenn man keinen fühlt.
Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftsteller

 

Bamberg schließt sich der Einführung eines 365 €-ÖPNV-Tickets im Verkehrsverbund VGN an. Weil die Skepsis aber groß ist, werden die Türen für einen möglichen Ausstieg offen gehalten.

Einführung eines 365 €-Tickets im Ausbildungsverkehr

Im vergangenen Jahr hat sich der Bamberger Stadtrat mit Maßnahmen zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs befasst. Diese Maßnahmen, die sich insbesondere mit dem Abbau von Zugangshemmnissen durch eine weitere Digitalisierung im ÖPNV beschäftigen als auch im tariflichen Bereich wirken sollen, sollen die kundenseitige Akzeptanz für den ÖPNV erhöhen und Hemmschwellen zur Nutzung des ÖPNV abbauen. Schwerpunkt der Zielsetzung war die Einführung eines 365 €-Jahrestickets im Ausbildungsverkehr. In den Beratungen 2019 konnte aber noch kein zustimmender Beschluss im Stadtrat zur Einführung gefasst werden, da verschiedene Punkte zwischen dem Freistaat Bayern, dem VGN, den Aufgabenträgern und den Verkehrsunternehmen noch zu klären waren. Zum einen waren die Fördermittel des Freistaats Bayern noch nicht geklärt, zum anderen ging es um die finanzielle Beteiligung des jeweiligen Aufgabenträgers im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN). Zum Beispiel, was die Stadt Bamberg zu zahlen hat.
Diese Punkte sind jetzt zur Zufriedenheit aller Parteien geklärt, sodass einer Einführung des 365 €- Tickets nichts mehr im Wege stand. Das Ticket soll jetzt ab 1.08.2020 angeboten werden.

Überwiegend skeptische Stimmen

Laut dem Sitzungsbericht der Verwaltung entstehen mit der Einführung des 365 €- Tickets im Ausbildungsverkehr bei den Verkehrsunternehmen Einnahmeausfälle in Höhe von insgesamt 47.418.239 € brutto pro Jahr. Diese Mindereinnahmen sind den Verkehrsunternehmen auszugleichen. Der Freistaat Bayern hat sich mittlerweile bereit erklärt, einen Finanzierungsbeitrag von 2/3 der Mindereinnahmen zu leisten, sodass bei den Aufgabenträgern ein Finanzierungsbeitrag in Höhe von 15.806.080 € zu tragen ist.
In der kurzen Debatte des (alten) Stadtrates waren durchaus skeptische Stimmen herauszuhören. Die Begeisterung für das Projekt 365 €-Ticket hielt sich im Gegensatz zur Diskussion im vergangenen Jahr diesmal in Grenzen. Die Bedenken des Stadtrats äußerten sich in der Beschlussfassung. Einstimmig wurde beschlossen:
Der Stadtrat der Stadt Bamberg stimmt der Einführung eines 365 €-Tickets zum 01.08.2020 im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) unter der Voraussetzung zu, dass der Freistaat Bayern und alle anderen im Grundvertragsausschuss des VGN vertretenen Landkreise und kreisfreien Städte ihren Ausgleichsverpflichtungen im vollem Umfang nachkommen.
• Der Stadtrat der Stadt Bamberg stimmt zu, dass das Ticketangebot entfällt, wenn der Freistaat Bayern und alle anderen im Grundvertragsausschuss des VGN vertretenen Landkreise und kreisfreien Städte ihren Ausgleichsverpflichtungen nicht im vollen Umfang nachkommen.
5.5.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+6 # Lichrfetzen 2020-05-06 09:51
...tja es könnte ja für Bürger eine Entlastung sein. Da kann an schonmal dagegen stimmen. Unglaublich wie dieser Stadtrat jeden auch nur kleinsten Schritt auf den Bürger zu verweigert...
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+4 # Werner 2020-05-06 17:49
Kann man aus dem VGN nicht wieder austreten? Wäre doch das einfachste und man spart sich Lizenzgebühr und Overhead/Umlage.
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+4 # Lichrfetzen 2020-05-07 10:48
...sollen die Leute wieder mehr Autofahren oder was ist das Ziel? wofür würden denn die 47 Mio sonst ausgegeben werden? Sich heutzutage gegen den ÖPNV auszusprechen ist genauso hohl wie jeglichen Bonus an den Bamberger Bürger zu verwähren. Trauriger Abgang eines verbitterten Stadtrats
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B 36
Bauän|fümbfä: Bauernfünfer. Schlitzohr.
Deä Bauänfümbfä hod mi aamol übäs Ooä kaud, a dswaidsmol bassiäd mä däs nimmä. Der Bauernfünfer hat mich einmal übers Uhr gehauen, ein zweites Mal passiert mir das nicht mehr.

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Bauänramml: Bauernrammel.
Du Bauänramml, du raigschnaidä! Du hergelaufener Bauernrammel/-lümmel.

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Bauärai: Bauerei. Hausbau oder Landwirtschaft.
Edsd langd mäs mid dä Bauärai. Jetzt reicht mir´s mit der Landwirtschaft/Feldarbeit/Hausbauerei.
Mid dä Bauärai is nimmä waid heä. Mit der Landwirtschaft ist es nicht mehr weit her/kein Staat mehr zu machen.

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Bauch, Böchd, Boich: Bauch, Bäuche.
Mai Bauch hod aa mai Gäld gäkosd. Mein Bauch hat auch mal Geld gekostet.
A Böchd grössä wi dä annä. Ein Bauch größer als der andere.
Boich aidsieng, iech will durch! Bäuche einziehen, ich will durch!

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Bauchä: missglückter Kopfsprung ins Wasser mit Bauchlandung.

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Bauch|loodn: Bauchladen. Hosentür.
Schau noo, deä hod sain Bauchloodn offm! Schau hin, der hat seine Hosentür offen.

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