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Auf einen guten Tag

 

Man sollte nie aus sich herausgehen, bevor man nicht in sich gegangen ist.
Günther Baruschke, dt. Aphoristiker und Essayist

 

Bamberg schließt sich der Einführung eines 365 €-ÖPNV-Tickets im Verkehrsverbund VGN an. Weil die Skepsis aber groß ist, werden die Türen für einen möglichen Ausstieg offen gehalten.

Einführung eines 365 €-Tickets im Ausbildungsverkehr

Im vergangenen Jahr hat sich der Bamberger Stadtrat mit Maßnahmen zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs befasst. Diese Maßnahmen, die sich insbesondere mit dem Abbau von Zugangshemmnissen durch eine weitere Digitalisierung im ÖPNV beschäftigen als auch im tariflichen Bereich wirken sollen, sollen die kundenseitige Akzeptanz für den ÖPNV erhöhen und Hemmschwellen zur Nutzung des ÖPNV abbauen. Schwerpunkt der Zielsetzung war die Einführung eines 365 €-Jahrestickets im Ausbildungsverkehr. In den Beratungen 2019 konnte aber noch kein zustimmender Beschluss im Stadtrat zur Einführung gefasst werden, da verschiedene Punkte zwischen dem Freistaat Bayern, dem VGN, den Aufgabenträgern und den Verkehrsunternehmen noch zu klären waren. Zum einen waren die Fördermittel des Freistaats Bayern noch nicht geklärt, zum anderen ging es um die finanzielle Beteiligung des jeweiligen Aufgabenträgers im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN). Zum Beispiel, was die Stadt Bamberg zu zahlen hat.
Diese Punkte sind jetzt zur Zufriedenheit aller Parteien geklärt, sodass einer Einführung des 365 €- Tickets nichts mehr im Wege stand. Das Ticket soll jetzt ab 1.08.2020 angeboten werden.

Überwiegend skeptische Stimmen

Laut dem Sitzungsbericht der Verwaltung entstehen mit der Einführung des 365 €- Tickets im Ausbildungsverkehr bei den Verkehrsunternehmen Einnahmeausfälle in Höhe von insgesamt 47.418.239 € brutto pro Jahr. Diese Mindereinnahmen sind den Verkehrsunternehmen auszugleichen. Der Freistaat Bayern hat sich mittlerweile bereit erklärt, einen Finanzierungsbeitrag von 2/3 der Mindereinnahmen zu leisten, sodass bei den Aufgabenträgern ein Finanzierungsbeitrag in Höhe von 15.806.080 € zu tragen ist.
In der kurzen Debatte des (alten) Stadtrates waren durchaus skeptische Stimmen herauszuhören. Die Begeisterung für das Projekt 365 €-Ticket hielt sich im Gegensatz zur Diskussion im vergangenen Jahr diesmal in Grenzen. Die Bedenken des Stadtrats äußerten sich in der Beschlussfassung. Einstimmig wurde beschlossen:
Der Stadtrat der Stadt Bamberg stimmt der Einführung eines 365 €-Tickets zum 01.08.2020 im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) unter der Voraussetzung zu, dass der Freistaat Bayern und alle anderen im Grundvertragsausschuss des VGN vertretenen Landkreise und kreisfreien Städte ihren Ausgleichsverpflichtungen im vollem Umfang nachkommen.
• Der Stadtrat der Stadt Bamberg stimmt zu, dass das Ticketangebot entfällt, wenn der Freistaat Bayern und alle anderen im Grundvertragsausschuss des VGN vertretenen Landkreise und kreisfreien Städte ihren Ausgleichsverpflichtungen nicht im vollen Umfang nachkommen.
5.5.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s.rechte Spalte unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+6 # Lichrfetzen 2020-05-06 09:51
...tja es könnte ja für Bürger eine Entlastung sein. Da kann an schonmal dagegen stimmen. Unglaublich wie dieser Stadtrat jeden auch nur kleinsten Schritt auf den Bürger zu verweigert...
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+4 # Werner 2020-05-06 17:49
Kann man aus dem VGN nicht wieder austreten? Wäre doch das einfachste und man spart sich Lizenzgebühr und Overhead/Umlage.
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+4 # Lichrfetzen 2020-05-07 10:48
...sollen die Leute wieder mehr Autofahren oder was ist das Ziel? wofür würden denn die 47 Mio sonst ausgegeben werden? Sich heutzutage gegen den ÖPNV auszusprechen ist genauso hohl wie jeglichen Bonus an den Bamberger Bürger zu verwähren. Trauriger Abgang eines verbitterten Stadtrats
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B 42

Bfennich, Bfenning, Bfenni: Pfennig.
Deä dreed an jeedn Bfennich um. Der dreht einen jeden Pfennig um. (= sehr sparsam, knausrig)
Schaiss auf di boä Bfenning! Scheiß/pfeif auf die paar Pfennige!

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Bfennich|fugsä: Pfennigfuchser, Knauserer 
Deä old Bfennichfugsä nimmd fai aa niggs mied. Der alte Pfennigfuchser nimmt (fai) auch nichts mit (wenn er stirbt).

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Bferde|schdoll: Pferdestall.
Doo riechds wi in an Bferdeschdoll. Da riecht es wie in einem Pferdestall.

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Bfiffä: Pfiffer. Pilze.
Du bisd mä dä a Bfiffä! Du bist mir (dä) vielleicht ein Pfiffer.
Iech möchäd widdä amoll naus di Bfiffä. Ich möchte wieder einmal hinaus zu den Pilzen. (Pilzsammeln)

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Bfiif: gepanschtes Bier, Gesöff
Gee mä fai mid dän Bfiif, eerä sauf i goä niggs! Geh mir (fai) weg mit diesem Gesöff.

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Bfingsd|ogs: Pfingstochse = sehr herausgeputzt
Deä laffd aa immä rum wi a Bfingsdogs. Der läuft auch immer herum wie ein Pfingstochse.

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Bflaadschn: großes, flächiges Stück.
A Bflaadschn Schnidsl woä dä däs! Ein großes Schnitzel war das.

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Bfläädschn: beleidigtes Gesicht od. weinerliches Gesicht
Braugsd goä ka Bfläädschn dsieng! Du brauchst gar kein beleidigtes Gesicht zu ziehen/machen.

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bfläädschn: regnen, weinen.
Äs bfläädschd äs wi. Es regnet wie selten/sehr stark.
Höä auf dsä bfläädschn, sunsd fängsd nu aana! Hör auf zu weinen, sonst fängst/bekommst noch eine Ohrfeige.

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