Tag der deutschen Einheit

Der 3. Oktober ist deutscher Nationalfeiertag. Gefeiert wird, dass an diesem Tag im Jahr 1990 die Bundesrepublik Deutschland und die DDR vereint wurden. Vorher war Deutschland als Folge des verlorenen 2. Weltkrieges mehr als 40 Jahre getrennt: im Westen gab es die Bundesrepublik Deutschland, im Osten die DDR.

 

     ENERGIEVERSORGUNG

Kommunale Stadtwerke blicken sorgenvoll in die Zukunft

Hohe Energiepreise machen derzeit auch vielen Stadtwerken zu schaffen. Deshalb wird auch ein Rettungsschirm für in finanzielle Schieflage geratene kommunale Versorger verlangt.

Deutscher Städtetag fordert Rettungsschirm für Stadtwerke

Vor dem Hintergrund der hohen Energiepreise geraten immer mehr Stadtwerke in finanzielle Bedrängnis. Glaubt man den Verlautbarungen überregionaler Medien, dann blicken viele Kommunen sorgenvoll in die Zukunft. Was die Stadtwerke Bamberg (StWB) anbetrifft, so ist von dort zwar wenig zu hören, was aber wesentlich auf die Nichtöffentlichkeit-Politik der Stadtspitze zurückzuführen ist. Es ist kaum vorstellbar, dass die StWB von der bundesweiten Energiepreisentwicklung nicht betroffen sind.

Nun wurde von den Ministerpräsidenten von Bayern und Niedersachsen, Markus Söder (CSU) und Stephan Weil (SPD), verlangt, die Bundesregierung möge auch einen Rettungsschirm für die von der Energiekrise bedrohten Stadtwerke bereitstellen.
Laut der beiden Ministerpräsidenten befinden sich die Stadtwerke momentan in einer schwierigen Position. Sie müssten immer mehr für die Beschaffung von Energie bezahlen, könnten diese Preise aber nur verzögert weitergeben und müssten Zahlungsausfälle bei ihren Kunden befürchten.

Hohe Gaspreise treiben die Strompreise hoch

65 Mrd € ist das neue Entlastungspaket der Bundesregierung schwer. Seine Auswirkungen auf die Lage der Städte und Gemeinden wird nur indirekt deutlich. Wenn bspw. in dem Papier von einer geplanten "Strompreisbremse" gesprochen wird. Mit ihr sollen alle Haushalte einen "Basisverbrauch" zu vergünstigten Preisen bekommen. Wie hoch dieser ist, wie er gestaffelt werden soll, ob es Unterschiede für Haushalte gibt, die etwa E-Autos fahren oder wie der "Basisverbrauch" überhaupt berechnet wird, dazu bleibt das Paket sehr vage.
Ein Energiepreisdeckel war ursprünglich der Plan, dieser taucht in der Form aber im Papier nicht mehr auf. Lediglich der Strompreisdeckel soll überraschend unkonkret für eine "gewisse Menge" gelten. Die Gaspreisbremse fehlt ebenfalls.
Andererseits wird festgestellt, dass “die hohen Gaspreise auch die Strompreise treiben". Das begründe sich darin, dass sich der Strompreis immer an der teuersten Stromproduktion bemisst - das ist im Moment die Verstromung von Gas. Eine Entkopplung des Strompreises vom Gaspreis wird in dem Papier aber nicht angesprochen, schon gar nicht, dass der Strompreis durch den temporären Weiterbetrieb der drei noch laufenden Atomkraftwerke billiger gemacht werden könnte. Die Rede ist vielmehr von europäischen Regelungen, die man abwarten wolle.

Der Deutsche Städtetag hat inzwischen die Forderung der Ministerpräsidenten Söder und Weil übernommen, die Bundesregierung möge in ihrem Entlastungspaket auch einen “Schutzschirm für kommunale Stadtwerke” vorsehen.

Geschrieben: mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto);

 Zum direkten Aufruf der webzet ein Symbol-Icon erstellen!  > Startseite

Hinweis: Die Mail-Adresse der webzet-BAblog ist im Impressum (r.u.) zu finden. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (r.u.) freigeschaltet. 

Michael Wagner
„dass der Strompreis durch den temporären Weiterbetrieb der drei noch laufenden Atomkraftwerke billiger gemacht werden könnte„

Das hält einer realistischen Betrachtung nicht stand, weder kurzfristig noch langfristig.

Wie schon vom Autor angemerkt, wird der Strompreis von der teuersten Erzeugung getrieben, auch bei einem Weiterbetrieb bleibt das kurzfristig das Gas. Langfristig bei „normalem“ Gaspreis war Atomstrom immer der Preistreiber und die Entsorgung war hier noch gar nicht eingepreist. Die Mär vom günstigen Atomstrom ist mehr eine Schlagzeile als Realität, die Fakten sind eigentlich alle durch öffentliche Quellen einsehbar.
_______________ _______________
Bewertungen 23.9.22: +5/-9

-5
Peter Schleer
Nach der Landtagswahl in Niedersachsen werden die Grünen den "temporären Weiterbetrieb" der drei noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke akzeptieren. Da bin ich mir ganz sicher.
_______________ _________
Bewertungen 23.9.22: +14/-3

12

1000 Zeichen übrig