BROSE

Zeit für ein Bekenntnis

Es ist nicht neu, dass es manchen im Rathaus und dessen personellem Umfeld nicht gefällt, wenn rechtzeitig, anders oder überhaupt über ein wichtiges Thema berichtet wird. Es geht wieder mal um Brose.

Warum wird die Bürgerinformation so kurz gehalten?

Bleiben wir bei einem Thema, das doch viele Bamberger/innen interessiert und lange Zeit bisweilen sehr kontrovers diskutiert wurde: Brose - Stoschek. Die Webzet hat zuletzt am 9.11.22 unter der Überschrift “Da stelle ma uns mal janz dumm” über das Vorhaben am Berliner Ring berichtet. Nicht direkt darüber, sondern dass im Sitzungsvortrag für den Bausenat der Bauherr nicht genannt wurde und in der Online-Information für den/die interessierten Bürger/in alle Anlagen wie “Lageplan, Bebauungsplan, Grundrisse Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss, Dachaufsicht oder Freiflächengestaltungsplan … aus Datenschutzgründen für die Öffentlichkeit nicht sichtbar” waren. In der Sitzung selbst am 9.11. ging es dann ganz schnell: Es gab weder einen mündlichen Sitzungsvortrag noch eine Aussprache - aber eine einstimmige Beschlussfassung!
Dabei handelte sich um ein bedeutendes Projekt (und der Schreiber hier macht keinen Hehl daraus, dass er es für unterstützenswert hält), aber warum will man sich dazu nicht äußern - und warum wird die Bürgerinformation so kurz gehalten?
Und jetzt wieder!

Halten die Grünen wieder den Mund?

Auf der Tagesordnung für die Bausenatssitzung am 7.12.22 steht wieder mal ein nebulöser Punkt. Da heißt es: “Der Bauherr (?) plant die Errichtung eines Systemparkhauses für 313 Einstellplätze auf 5 jeweils halbgeschossig versetzten Ebenen.” Es folgen auffällig wenig Infozeilen, die bei der Errichtung von drei Hofgaragen leicht übertroffen werden können.

Dabei will sich Brose in Bamberg verdoppeln >Planzeichnung l. Die Pläne werden allgemein begrüßt, weil dadurch Arbeitsplätze in die Region kommen und der Automobilzulieferer auch für gute Arbeitsbedingungen bekannt ist. In dem geplanten Parkhaus - das sicher in der Sitzung heute abgenickt wird - lassen sich künftig 313 Fahrzeuge unterstellen auf 5 jeweils halbgeschossig versetzten Ebenen. Das Unternehmen legt auch Wert auf hohe Standards in Sachen Energieeffizienz - und weist zurück, es würde das nur auf Druck der Grünen machen.

Wobei wir beim Stichwort wären. Es ist noch nicht lange her, da hätte eine Stadtratsfraktion namens GAL eine solche Informationspolitik wie oben geschildert nie durchgelassen - abgesehen von damals inhaltlichen Differenzen. Jetzt geht offenbar vieles: Vermutlich wurde in einer “Vorbesprechung” vereinbart, wenn alle den Mund halten, dann können das auch die Grünen tun. Nur bei den meisten anderen war man sich stets einig, wenn es um die Entwicklung des Automobilzulieferers Brose ging. Dass Grünes Bamberg jetzt auch dahinter steht ist gut, aber man sollte es wenigstens offen sagen.

Geschrieben: mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto); 

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Ich habe gehört, dass diesmal die Grüne Fraktion mit nein gestimmt hat.
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XX. Hillert
Das die Grünen nicht mehr das sind, dass sie mal als GAL waren, das muss doch inzwischen (fast) jeder begriffen haben. Diese neue Mannschaft spiegelt das wieder was sie aktuelle auf Bundesebene sind: gebrochene Ausbildung, kein produktiver Beruf, Empfänger von Staatsleistungen (natürlich nicht alle).
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Baba Yaga
Ödes Projekt, das die architektonische Tristesse in dieser Gegend nur vertieft. Zusätzliche Versiegelung, zusätzlicher Verkehr. Ein Traum! Wer unter "guten Arbeitsbedingungen" rückständigen Bürozwang versteht, wird dieser Aussage auch konsequenterweise beipflichten. Und "Energieeffizienz" sollte nicht nur baulich, sondern v.a. mental für bare Münze genommen werden.
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