Auf einen guten Tag

 

Dräng dich nicht vor, sonst musst du dich wieder zurückziehen; zieh dich aber nicht ganz zurück, sonst wirst du vergessen. 
Buch Jesus Sirach 13,10

 

Zugeparkte Wege, fehlende Umleitungen an Baustellen und starker Autoverkehr: Laut "Fahrradklima-Test" fühlen sich bundesweit immer mehr Radler unwohl beim Fahren. Auch in Bamberg.

81 Prozent wollen vom Autoverkehr getrennt sein

Radfahrer fühlen sich auf Deutschlands Straßen nicht sicher genug. In einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bewerteten Radfahrer die Sicherheit im vergangenen Jahr mit der Note 4,2. Das war deutlich schlechter als noch 2016, wo es die Note 3,9 gab. Der ADFC nennt den Trend "besorgniserregend".
81 Prozent der Befragten ist es demnach wichtig, vom Autoverkehr getrennt zu sein. Knapp drei Viertel (74 Prozent) sagen außerdem, dass sie Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein mit dem Rad fahren lassen.
Folgt man dem ADFC-Bundesvorstand so braucht es in den Städten gute, breite Radwege, getrennt vom starken Autoverkehr, durchgängige Netze, Radschnellwege für Pendler und viel mehr komfortable Fahrradparkhäuser.
Über die Fahrradfreundlichkeit in ihrer Kommune befragte der ADFC im Herbst 2018 bereits zum achten Mal rund 170.000 Menschen. Bei den Städten in der Größenklasse zwischen 50 000 und 100 000 ging bundesweit Bocholt als Sieger hervor. 106 Städte in dieser Größenklasse erreichten im Schnitt die Schulnote 4,0, also gerademal ein „ausreichend“. Bamberg steht mit 3,9 deshalb nicht so schlecht da, wie man anhand der Zahl meinen möchte. Im Bund landet die Stadt auf Platz 37 von 106 ähnlich großen deutschen Städten, in Bayern auf Platz 5 von 9. In Bamberg hat nach eigenen Angaben der ADFC 414 Radfahrer/innen befragt.

Bamberg ist noch lange keine fahrradfreundliche Stadt

Die Note 3,9 für Bamberg nach den Jahren 2014 (3,8) und 2016 (3,9) zeigt nach Meinung des ADFC Bamberg, dass Stadt und Stadtrat auf dem Weg zu einer echten Fahrradstadt seit Jahren auf der Stelle treten - auf niedrigem Niveau. »Es gibt zwar immer wieder vollmundige Ankündigungen von Seiten der Stadt, auf den Straßen sind aber seit Jahren kaum reale Verbesserungen ankommen«, so kommentiert Christian Hader, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Bayern das Ergebnis. Und er ergänzt: »Statt dem Radverkehr endlich den ihm zustehenden Platz in Form von guter Infrastruktur zu geben, darf er ihn sich zukünftig auf 1 Meter breiten Radwegen wie in der Friedrichstraße nun mit E-Rollern teilen.« Bamberg sei zwar eine Fahrradstadt, aber deshalb noch lange keine fahrradfreundliche Stadt - so das Resümee der ADFC-Verantwortlichen.
Es steht zu vermuten, dass in Bamberg - wie wohl in anderen Städten auch, die „aktiven“ Radfahrer an der ADFC-Befragung teilgenommen und ihre persönliche Einschätzung abgegeben haben. Die Empfehlungen sollen deshalb auch wesentlich den Forderungen der Bamberger Fahrraddiskussion entsprechen. Die Vorstellungen reichen von der „autofreien Innenstadt“ bis zum Wunsch, Fahrradleichen aus dem Stadtbild verlässlich zu entfernen. Kritisiert wird auch die Führung des Radwegs in der Langen Straße an den Baustellen vorbei. Der Dauerwunsch nach einer durchgehenden radlerfreundlichen Anbindung des Bamberger Ostens sorgte ebenfalls für schlechte Noten.
Die Stadtverwaltung sieht das alles etwas anders, was aber hier nicht aufgeführt werden muss, denn die entsprechenden Darstellungen werden von der städt. Pressestelle gern und oft verkündet.
12.4.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+18 # cunningham 2019-04-12 11:58
"die entsprechenden Darstellungen werden von der städt. Pressestelle gern und oft verkündet", und vom FT 1:1 abgedruckt.
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-8 # supi 2019-04-12 17:53
unsicher, das ist gut, dann mucken sie nicht auf
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+3 # Bergradfahrer 2019-04-13 08:46
Noch schlimmer, sie trauen sich kaum zu fahren. Dabei muss man nur eines tun, nämlich selbstbewusst auf der Fahrbahn fahren. Der Mensch ist leider generell a weng ein Angsthäschen, darum lässt er sich oft von unrealistischen Ängsten leiten, wie z.B. dass Radfahren per se gefährlich sei. Unrealistische Angst bekämpft man nicht mit Sicherheitsverhalten (Helm, Radweg, Warnweste), sondern mit Exposition. Was fehlt ist eine Kampagne, die zeigt wie es geht und die sagt "Traut euch!"
Apropos aufmucken, Sie müssen mich nur mal schneiden oder ausbremsen, dann lernen Sie schnell wie laut und bedrohlich so Radler werden können. ;-)
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+1 # rüpel ralle 2019-04-15 18:51
Nun lieber Bergradfahrer, aus leidvoller beruflicher Erfahrung kann ich versichern, nach einer Kollision mit einem PKW, da ist nichts mehr mit laut und der Radler wird auch nicht mehr bedrohlich, im Regelfall kämpft er ums Überleben. Nicht umsonst werden von der Polizei in Bamberg nicht die wahren Zahlen zu den Verkehrsunfällen mit Radlern und den Folgen veröffentlicht, was auch damit zu tun hat, daß die Folgen erst Wochen nachher eintreten.
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+5 # cunningham 2019-04-13 14:49
@supi
Mit dieser Einstellung sind sie ein Kandidat für die MPU.
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+1 # supi 2019-04-14 17:57
Na ja ne MPU würde ich mal so einigen radfahrern empfehlen, ansonsten ein ortstermin in der friedrichstrasse richtung wilhelmsplatz wäre lehr- und aufschlussreich, damit wir verstehen worüber wir reden
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+8 # Clavius1970 2019-04-13 19:56
Also jetzt kommt mal wieder runter. Bamberg ist für alle Verkehrsteilnehmer kein Vergnügen. Enge Gassen, Kopfsteinpflaster und für nicht Motorisierte sind die sieben Hügel kein Spaß. Das ist nun mal naturgegeben in unserer schönen Stadt. Bevor die Radler aber Forderungen stellen, sollten Sie sich mal Gedanken machen ob nicht eigentlich genügend Radverbindungen da sind, aber aus lauter Bequemlichkeit nur die absolut kürzeste Strecke gewählt wird. Die Autofahrer sollten mal den Zeitvorteil messen der durch riskantes Überholen von Fahrradfahrern entsteht. Der ist gleich Null. Das ganze Problem wäre zu lösen wenn man ab einer gewissen Innenstadtzone (Mir schwebt da so ca. 1 bis 1,5 km Durchmesser vor) den kompletten Verkehrsraum für alle Teilnehmer gleichberechtigt frei gibt. Hierzu ist natürlich eine Überwachung durch die Polizei mit entsprechender Sanktionierung der paar rücksichtslosen Idioten notwendig. Für die Kampfradler und PS-Rowdys würde das dann übel enden. Und die unfallträchtigen Rechtsabbiegerunfälle mit oft tödlichen Ausgang für Radfahrer gehören der Vergangenheit an. Ein schöner Traum von gegenseitiger Rücksichtnahme :-)
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Wos ä nä scho widdä dsä bämbän hod, deä old Bämbärä! Was er schon wieder zu klopfen hat, der alte Klopfer.

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