Die Asphalt- und Markierungsarbeiten für einen 2 m-breiten Radfahrstreifen in Richtung Schönleinsplatz haben begonnen. Wie wird der Verkehr auf die neuen Platzverhältnisse reagieren?

Die Maßnahme wird rechtzeitig vor Beginn der Sandkerwa abgeschlossen sein

Entsprechend eines Mehrheitsbeschlusses des städt. Umweltsenates startet jetzt der „Verkehrsversuch Friedrichstraße“ zwischen Wilhelmsplatz und Schönleinsplatz. Bisher müssen sich Radfahrer die Spur mit dem Autoverkehr teilen. Zukünftig wird es einen eigenen 2 Meter breiten Radfahrstreifen geben. Die Dauer der erforderlichen Vorbereitungen beträgt etwa zweieinhalb Wochen. Die Maßnahme wird damit rechtzeitig vor Beginn der Sandkerwa abgeschlossen sein.
Wie das Presseamt der Stadt mitteilt, sind im Verlauf der „Teststrecke“ abschnittsweise Abfräs- und Asphaltierarbeiten vorgesehen. Anschließend wird die vorhandene Markierung für den Radverkehr ab Wilhelmsplatz stadteinwärts fortgeführt. Während der gesamten Bauzeit ist die Friedrichstraße als Einbahnstraße Richtung Innenstadt befahrbar. Stadtauswärts führt die Umleitung über Franz-Ludwig-Straße – Heinrichsdamm – Kreuzung Wilhelmstraße/Marienbrücke.
Auch die Busse der Linie 909 nehmen stadtauswärts eine Umleitung. Die Haltestelle „Synagogenplatz“ wird in die Amalienstraße verlegt. Stadteinwärts treten keine Einschränkungen auf.

»Sie können einen echten Fahrzeitgewinn erleben«

Die Stadtverwaltung ist überzeugt, dass sich durch die Markierung eines Radfahrstreifens stadteinwärts die Situation für Radfahrer verbessert werden kann.
Ein solcher „Radweg“ mit durchgezogener Linie hat aber Konsequenzen: Die Begrenzung des Radfahrstreifens darf nicht überfahren werden. Die vorhandenen eigenen Abbiegespuren für Autos entfallen zwar, Linksabbiegen ist aber unverändert möglich. Der Verkehr wird dann auf einer ca. 3,50 Meter breiten Fahrspur gemeinsam mit dem Geradeausverkehr geführt
Die konkreten Auswirkungen der Planung werden im Rahmen des Verkehrsversuchs evaluiert und die Ergebnisse fließen in die anstehende Gesamtplanung ein. Mit der Zwischenlösung sammelt die Stadt Zahlen und Erfahrungen, wie der Verkehr auf die neuen Platzverhältnisse reagiert. Also wie Busse und Einsatzkräfte passieren können trotz weniger Platz und einer zusammengelegten Spur für Linksabbieger und Autoverkehr der geradeaus durch die Lange Straße will. »Das Bewusstsein für die Radfahrer wird durch die neue Spur geschärft und sie können einen echten Fahrzeitgewinn erleben«, ist sich Baureferent Thomas Beese sicher.
1.8.19 Bilder: WeBZet; PrA Stadt Bbg. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.