Auf einen guten Tag

 

Glaube denen, die die Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

 

Verkehrsunfälle mit Radfahrern, Erstmals erstellte die Bamberger Verkehrspolizei eine gesonderte Unfallauswertung zum Radverkehr in der Stadt. Die Anzahl der Unfälle stieg leicht an.

Alkoholisierung wesentlicher Grund für tödliche Unfälle

240 Unfälle mit Fahrradbeteiligung gab es 2019; 2018 waren es noch zwei weniger (238). Von diesen Unfällen waren 141 von Radfahrern verursacht wurden. Mitgezählt sind dabei auch alle Radverkehrsunfälle, bei denen Radfahrer alleinbeteiligt stürzten. Die Zahl schwer verletzter Radler sank zwischen 2018 und 2019 von 30 auf 22, die der leicht verletzten von 198 auf 191. Die meisten Fahrradunfälle passierten morgens und im Feierabendverkehr, ein weiteres Hoch gab es in den späten Abendstunden. In insgesamt 33 Fällen waren Abbiegefehler anderer Verkehrsteilnehmer schuld am Unfall, ungenügender Sicherheitsabstand zählt hier sowohl bei den Radfahrern (22) als auch bei anderen Verkehrsteilnehmern (14) zu den häufigeren Ursachen.
Sowohl bei dem tödlichen Radverkehrsunfall im August 2018 als auch im Januar 2019 trug die Alkoholisierung des unfallverursachenden Radfahrers hauptursächlich zum Unfall bei. Bei dem tödlichen Unfall im Jahr 2019 ergaben die Ermittlungen, dass der Radfahrer aufgrund seiner hohen Alkoholisierung und der Missachtung des Fahrverkehrs durch unvermitteltes Links-Abbiegen den Unfall hauptursächlich verschuldete.

Schwerpunkte der polizeilichen Kontrollen

Die Beamten der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt haben im vergangenen Jahr 78 Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt Radverkehr durchgeführt. Im Rahmen eines Pressegesprächs berichtete Ines Schellmann, die Sachbearbeiterin Verkehr bei der PI Bamberg-Stadt, über die Palette der Beanstandungen. Diese reichten von Missachtungen des Rotlichtes, über verbotswidriges Befahren der Fußgängerzone, Handybenutzung und Befahren des Radweges in falscher Richtung. Laut Schellmann wurden vor allem in der dunklen Jahreszeit gezielt die Beleuchtungseinrichtungen von Radfahrern/innen überprüft und entsprechend geahndet. Der Großteil der Radbenutzer verfüge jedoch über die vorgeschriebene Beleuchtung, hob die federführende Sachbearbeiterin hervor.
Auch auf das verbotswidrige Befahren von Fahrradstraßen, die für den motorisierten Verkehr gesperrt sind, sei verstärkt geachtet worden. Im Rahmen dieser Kontrollen müsse jedoch immer wieder festgestellt werden, meinte Schellmann, »dass bei einem Großteil der Bevölkerung zur Rechtslage viel Unwissenheit herrscht«. Auch aufgrund dessen habe man in den entsprechenden Abschnitten in der Mittelstraße und Heiliggrabstraße seitens der Stadt Bamberg mit entsprechenden Zusatzzeichen reagiert.
Im Rahmen des Berichts wurde auch auf das Thema illegales Tuning von Pedelecs und auf erste Erfahrungen mit E-Skootern eingegangen. Das Tuning werde man in den Fokus der Beobachtungen nehmen; die Anzahl der Elektro-Roller im Stadtgebiet sei zunächst deutlich zurückgegangen und spiele beim Unfallgeschehen derzeit keine Rolle.
9.3.20 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs nicht direkt freigeschaltet, sondern erst überprüft. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare (r.Spalte u.).

Kommentare   
+6 # supi 2020-03-10 18:40
ja da sollte doch der radaktivist hader endich mal tätig werden, also AKTIV und seine schwestern und brüder im geiste zu einem halbwegs angemessen verhalten aufrufen, aber da tut sich nix, halt inmer grosse schauffensterreden schwingen, bloss in der sache nix bewegen, aber hauptsache ein sitz im stadtrat wird angestrebt
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+5 # Bergradfahrer 2020-03-12 08:03
Sie stellen es anders dar, aber Radfahrer sind keine Sekte oder Bruderschaft, sondern Menschen, die sich ohne fossile Brennstoffe effizient fortbewegen.
Auch sind Radfahrer keine homogene Gruppe, auch wenn sie durch die Windschutzscheibe offensichtlich durchweg als "weiche Hindernisse" wahrgenommen werden. Es gibt latürnich Idioten, die nachts ohne Licht oder auf Gehwegen unterwegs sind oder Rotlichtverstöße begehen. Allerdings verhält sich die Mehrzahl regelkonform, sonst sähe die Statistik ganz anders aus.
Auch unter den Lenkern von Kraftfahrzeugen gibt es außerordentlich dumme und gestörte Exemplare. Leider sind diese individuell auf Grund ihrer höheren kinetischen Energie wesentlich gefährlicher als selbst der dickste, schnellste und bekiffteste Radler.
Es ist in der Tat so, dass viele so doof sind, dass sie nicht wissen, was eine Fahrradstraße bedeutet, oder welchen Abstand man beim Überholen einzuhalten hat. Das ist natürlich ein Armutszeugnis und eigentlich Grund für eine Nachschulung.

Aber auch gestandene Polizisten haben mitunter Probleme zu begreifen, dass ein ehemaliger Radweg, auch wenn er noch so aussieht wie früher, ohne Schild gar kein benutzungspflichtiger Radweg mehr ist.
Oder haben Sie schon mal ein Polizeiauto in Schrittgeschwindigkeit über die Kettenbrücke oder den Heumarkt fahren sehen?

Das mit den Verkehrsregeln wird immer laxer gehandhabt, es wird generell etwas dissozialer. Viele verlassen sich scheinbar darauf, dass der andere schon aufpasst. Egal ob es der "Student" ist, der mit Airpods in beiden Ohren, beiden Händen vor der Brust verschränkt ohne Licht durch die Nacht radelt, oder der getriebene Van-Lenker, der nach der Tortur des Innenstadtrings einen Scheiß darauf gibt, ob Platz ist, den Radler sicher zu überholen...auch wenn der schon 35 von 30 erlaubten km/h fährt.

Kurz, es fehlt an Kontrollen und entsprechender Ahndung. Menschen ändern ihr Verhalten seltenst nach einmaliger Ermahnung.
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+1 # supi 2020-03-13 17:46
mir ist das eigentlich egal um was es sich bei den radfahrern handelt. ich stelle nur fest, es handelt sich um eine egoistische, in sich selbstverliebte rücksichtslose truppe, und das sag ich als radfahrer selbst, der sich mit denen tagtäglich auseinandersetzen muss. und bevor nun der selbsternannte
RADAKTIVIST UND STADTRATSSITZSPECHTER HADER
grosse reden schwingt, sollte er vlt mal für sein klientel sowas wie ne art verkehrserziehung als kurs anbieten. hat doch ne physio-praxix, vlt hilft am schluss gar handauflegen bei schwierigen und unbelehrbaren fällen. nur nicht immer bloss was fordern, auch mal was leisten, daran wir hier niemand gehindert, vor allem aktivisten nicht, damit sie mal aktivität entwickeln, und zwar im wahrsten sinne des wortes.
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-3 # Bergradfahrer 2020-03-14 08:30
Sie haben da offensichtlich ganz persönlich ein signifikantes Problem mit Radfahrern und vielleicht auch generell.
Was ich so lustig finde, mal in Form eines Syllogismus formuliert:
Ihre Prämisse 1: Radfahrer sind "eine egoistische, in sich selbstverliebte,egoistische Truppe"
Ihre Prämisse 2: Sie sind selbst einer.
Conclusio: ? ;-)

P.S.
Weiteres Problem, Ihre Shift-Taste geht nedd richtig und das "ß" scheint auch kaputt zu sein.
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+4 # Clavius1970 2020-03-14 12:49
Ich muss dem Bergradler jetzt mal beispringen, da er ja schon 2 Kommentare veröffentlicht hat. In nur einem Kommentar hat er die gesamte Problematik zum Konflikt zwischen Radlern und anderen Verkehrsteilnehmern richtig dargestellt und wird noch angegriffen. Besonders die letzten 2 Sätze treffen den Nagel auf den Kopf. Daß natürlich die Protagonisten des Radentscheids hauptsächlich ihre persönlichen, politschen Ziele verfolgen, habe ich bereits zu Beginn des ganzen Tamtams geschrieben. Die Richtigkeit meiner Einschätzung kann man sich ja auf den Wahlplakaten anschauen. Solche Opportunisten sind für mich Antidemokraten und nicht wählbar. Weiterhin bleibt auszuführen daß der Bergradler keineswegs mit den, auch meiner Meinung nach nicht zielführenden, populistischen Forderungen der Radentscheidler einverstanden war und ist. Pauschale Verurteilung von Gruppen ist, nicht nur bei dieser Problematik, nie hilfreich, sondern fördert nur Abneigungen.
PS: Lieber Bergradler, die Anhäufung von Fremdwörtern in Ihrem zweiten Kommentar deutet daraufhin daß Sie verärgert waren. Ich rate zur Gelassenheit oder auf gut fränkisch "Keep cool". :-)
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