Eine neue Regelung soll es wieder möglich machen: die Taxifahrt zum Arzt in der Fußgängerzone. Dazu muss der Stadtrat die entsprechende Satzung ändern. Ab sofort gilt eine Übergangsregelung.

Ein „mittelmäßig langer“ Weg stellt eine echte Hürde dar

Es soll ziemlich heftigen Protest gegeben haben, gegen die vor wenigen Wochen von der Stadt angeordnete Regelung, dass sich gehbehinderte Patienten nicht mehr mit dem Taxi zum Arzt in die Fußgängerzone fahren lassen dürfen. Jetzt wird zurückgerudert.
Die Behinderten- und Seniorenvertreter hatten bestürzt reagiert. So schrieb der Sprecher der “Arbeitsgemeinschaft der älteren Bürger Bambergs“, Wolfgang Budde, in einem Brief an Oberbürgermeister und Stadtratsfraktionen: »Insbesondere für ältere und deshalb oft nicht so kräftige Menschen stellt auch ein „mittelmäßig langer“ Weg eine echte Hürde dar.«
Auf die Forderung, das Fahrverbot wieder aufzuheben, hat die Stadt jetzt reagiert: Die Fußgängerbereich-Satzung soll entsprechend geändert werden, so dass Taxis Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer tagsüber auch nach 10.30 Uhr wieder zu Ärzten in der Fußgängerzone fahren dürfen.

Definitiv nur mit Schrittgeschwindigkeit in der Fußgängerzone

Bisher konnten Taxifahrer aufgrund einer informellen Sondergenehmigung immer zu einer Arztpraxis in der Fußgängerzone fahren. Die Verwaltung hatte diese Praxis nicht mehr fortgeführt, nachdem sich viele Bürger über zu schnell fahrende Taxis in der Fußgängerzone beschwert hatten. Allerdings muss erst der Stadtrat die neue Formulierung in der entsprechenden Satzung beschließen. Das wird frühestens im Oktober geschehen. In der Übergangszeit sollen Taxifahrten zum Arzt toleriert werden.
Der notwendige Beschluss im Stadtrat ist zu erwarten, nachdem sich verschiedene Fraktionen positiv zu der notwendigen Satzungsänderung geäußert haben. BA-Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer betonte allerdings: Es muss ausdrücklich festgehalten werden, dass in der Fußgängerzone nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf.
20.9.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.